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Bester Strafverteidiger in Aachen gesucht?

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf: 02404 92100

Wie findet man den besten Strafverteidiger? Wir in der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf sind spezialisierte Strafverteidiger im Raum Aachen und Heinsberg. Hintergrund für diesen Artikel ist, dass auch wir als Strafverteidiger im Raum Aachen feststellen, dass es Menschen gibt, die „Bester Strafverteidiger Aachen“ oder „Wer ist der beste Strafverteidiger“ bei Google eingeben. Aus Sicht eines Rechtsanwalts für Strafrechts mit Erfahrung ist diese Frage abstrus – aber es ist auch nachvollziehbar, dass man „den Besten“ im Strafrecht sucht, wenn es um die eigene Freiheit geht.

Strafverteidigung braucht Profis und keine Anwälte, die glauben alles zu können. Im Gerichtssaal braucht es klare Linien & Grenzen – darum bieten wir Ihnen 100% Strafverteidiger.

Mit diesem Beitrag sollen von uns als Strafverteidiger einige Hinweise aus ganz persönlicher Sicht gegeben werden für die eigene Suche nach einem Strafverteidiger. Dabei lassen wir unsere Erfahrungen als spezialisierte Strafverteidiger einfließen, die auf hunderten – und nicht immer friedlichen – Strafverteidigungen basieren.
Dazu vorab: Wir bei uns glauben, dass Mandant und Strafverteidiger zueinanderpassen müssen, was eben nicht immer der Fall ist.

Strafverteidiger-Notruf: Im strafrechtlichen Notfall (, Anklage, Haft, Vernehmung) stehen wir an 7 Tagen die Woche zur Verfügung. Rufen Sie uns an, wir sind eine auf die Strafverteidigung spezialisierte Kanzlei, unsere Strafverteidiger helfen sofort – 02404 9599872

Sie suchen den besten Strafverteidiger? Fangen Sie mit der Suche nach einem Strafverteidiger an!

So simpel wie es klingt, ist es mit der Suche nach einem Strafverteidiger nicht: Ich beobachte es durchaus nicht selten, dass ein Kollege, der originär aus dem Zivilrecht stammt, sich mal an einer Strafverteidigung versucht. Getreu dem Motto „das bisschen Strafrecht schaff ich nebenbei“ mit Blick auf die gerade einmal gut 300 Paragrafen scheint das Strafrecht für Rechtsanwälte immer wieder verlockend zu sein als Nebenkriegsschauplatz. Bis man merkt, dass man die Spielregeln in der Hauptverhandlung nicht kennt – oder von den teilweise einschneidenden Nebenfolgen wie Einziehung oder überrannt wird.

Nageln Sie Ihren Verteidiger fest, er sollte als „Strafverteidiger“ auftreten und/oder einen Fachanwaltstitel für Strafrecht aufweisen. Letzteres ist ein eindeutiges Kriterium, aber nicht zwingend: Ich kenne mehrere Kollegen, die sich sogar bewusst gegen den Fachanwaltstitel entschieden haben; worum es mir geht ist: Achten Sie darauf, dass der, der da vor Ihnen sitzt, auch Strafverteidiger sein will. Wer das beispielsweise nicht einmal auf seine Webseite schreibt, wird schon seine Gründe dafür haben.

Kein Problem ist es, wenn jemand zwei Rechtsgebiete kombiniert, ich selber bin ja auch nicht nur Strafverteidiger, sondern auch IT-Rechtler. Gerade im Strafrecht bietet es sich an, Schnittstellen zu bedienen, besonders das Verkehrsrecht bietet sich da an, oder eben – wie bei mir – das sehr anspruchsvolle IT-Strafrecht mit Cybercrime, zumal ich im Wirtschaftsstrafrecht als Strafverteidiger tätig bin. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man Strafrecht nicht „nebenbei“ macht, sondern es eine Kerntätigkeit darstellt.

Es ist auch eine Frage, mit welchem Selbstverständnis man als Strafverteidiger arbeitet, womit man seine Mandanten beeindrucken möchte: Ich möchte für meine Mandanten ausdrücklich viel Zeit haben, um einmal sehr persönlich zu arbeiten, aber auch um fachlich in die Tiefe zu gehen. Dazu arbeite ich einmal sehr fokussiert, nur auf das Strafrecht ausgerichtet, senke aber auch gleichzeitig meine laufenden Kosten so, dass ich mit weniger Mandaten trotzdem auskomme. So kann ich mir viel mehr Zeit für jedes einzelne Mandat nehmen und damit beeindrucken, für den Mandanten da zu sein und im Gerichtssaal perfekt vorbereitet zu sein. Denn anders herum glaube ich nicht, dass der Mandant etwas davon hat, wenn er mit seinem Honorar erstmal ein teures Auto seines Anwalts und eine übertrieben aufgestellte Kanzlei finanziert.

Was Ihnen Wichtig ist, müssen Sie entscheiden – und sich eben auch klar machen, dass Sie derjenige sind, der all den Prunk und Protz finanziert, der Sie beim ersten Besuch vielleicht kurz beeindruckt. Am Ende zählt aber nur, wie viel Zeit man sich als Anwalt genommen hat und was im Gerichtssaal oder bei der Staatsanwaltschaft geliefert wird.

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Jens Ferner

Strafverteidiger

Fortbildungen!

Wenn Sie dann mal einen Strafverteidiger vor sich haben, achten Sie danach darauf, ob dieser sich „Fit“ hält. Denn „bester Strafverteidiger“ kann nicht sein, wer sich nicht fortbildet. Diesen Aspekt vernachlässigen aus meiner Sicht zu viele potenzielle Mandanten, wobei ich auch nur allgemein raten kann, die Augen offenzuhalten. Wenn augenscheinlich keine Fachzeitschriften vorhanden sind, kann man ja als Strafverteidiger, gleichwohl Fortbildungen besuchen.

Hier müssen Sie einfach ein gewisses Gespür haben – oder auch geradeheraus fragen, was aber witzlos ist, da wohl kaum jemand offen sagt „Fortbildungen mache ich nicht“. Eine Verpflichtung hierzu haben nur Fachanwälte in ihren jeweiligen Gebieten, insoweit kann ein Fachanwalt hier eine Orientierung sein. Eventuell finden Sie auf der Webseite des jeweiligen Anwalts auch Beiträge, die ein wenig davon zeugen, dass offenkundig eifrig gelesen bzw. sich fortgebildet wird oder er wirbt irgendwie anders offen mit seinen Fortbildungen.

Wie wichtig Fortbildungen gerade auch im Strafrecht sind, zeigen die vergangenen Jahre, in denen die Strafprozessordnung immer wieder durch den Gesetzgeber angepasst wurde. Es ist dann nicht nur peinlich, wenn man als Strafverteidiger in einer Sitzung vom Gericht auf offenkundig unbekannte Gesetzesänderungen hingewiesen werden muss – man kann schwerlich das Gericht in fachlichen Fragen erreichen oder gar überzeugen, wenn man vorher schon von dort aus bezüglich Grundlagen belehrt werden musste.

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Jens Ferner

Strafverteidiger

Kommunikation oder auch „Mal auf den Tisch hauen“

Wenn Sie sich bis hierhin durchgearbeitet haben, haben Sie einen soliden Strafverteidiger vor sich sitzen, der sich fortbildet – das ist schon viel wert. Das ist aber noch nicht zwingend „der beste Strafverteidiger“. Nun kommt der schwierige Teil: Ihr Strafverteidiger sollte kommunizieren, so wie Sie es brauchen.

Viele Mandanten haben amerikanische Filme oder Serien gesehen und wollen einen Rechtsanwalt der „mal auf den Tisch haut“. Das setzt aber voraus, dass ein deutscher Strafprozess wie ein US-Strafprozess läuft. Das tut er jedoch nicht, denn das deutsche Strafverfahren ist ganz anders aufgebaut, mit einem viel stärkeren Richter. Nebelkerzen und große Show mögen gefallen, doch auch wenn der Angeklagte das letzte Wort hat – das allerletzte Wort hat immer das Gericht. Und unsachliches Arbeiten mit großem Getöse ohne Widerhall rechnet sich da gar nicht. Entgegen einer verbreiteten Meinung lassen sich Richter, gerade in größeren Sachen beim Landgericht, herzlich wenig von der Aussicht „erpressen“, dass man aus 3 Verhandlungstagen 30 macht – so was klingt heftig, bringt aber im Ergebnis eher nichts.

Und Sie als Mandant sollten darauf achten, dass man Ihnen all das erklärt. Markige Sprüche wie „ich erkläre denen das mal“ sind nutzlos und wenn eine Sache kaum bis keine Aussicht auf Erfolg hat, hilft auch keine Faust auf dem Tisch, sondern eher eine Faust in der Tasche und ein ökonomisches Ergebnis. Ihr Strafverteidiger sollte Ihnen erklären können, wie ein Prozess abläuft – ein guter Strafverteidiger wird wenig davon reden, wie er alles toll regelt und mehr eigene Taktik entwickeln, wie man mit dem arbeitet, was nun mal da ist – dafür hat er vorher die Akteneinsicht genommen. Sie müssen realistisch wissen, wo es hingeht und ihr Rechtsanwalt muss einen Plan haben, wenn sie beide den Gerichtssaal betreten. Dann fängt gute Verteidigung an, wirklich gut zu werden.


Ein guter Verteidiger weiss, wann er schweigt – der beste Strafverteidiger weiss, wann er redet

So schwer es auch zu vermitteln ist: Ein Strafverteidiger, der seinen Job beherrscht, redet nicht wild drauf los. Ebenso wenig, wie ständig schweigen seine immerwährende Strategie ist. Es kommt eben immer darauf an und wohl erst die Erfahrung im Gerichtssaal macht neben dem akademischen Wissen den Punkt aus, an dem man ernsthaft beurteilen kann, wann was sinnvoll ist. Je kürzer, prägnanter und überlegter der Strafverteidiger redet, je klüger agiert er – nicht, umso aggressiver er die Stimmung versaubeutelt.

Kleine Kostproben gefällig? Spontan fallen mir folgende Situationen ein, die ich in den vergangenen Jahren im Gerichtssaal beobachten musste:

  • Obwohl der strafbefreiende Rücktritt des Mandanten faktisch erwiesen war, wurde so viel herumgefragt, bis die eigentlich im Raum stehenden autonomen Motive (die Voraussetzung sind damit man straffrei bleibt) am Ende wieder verschwinden. Ein eklatanter Fehler …
  • Beliebt auch: Weil man dem Mandanten nicht ehrlich sagen kann, dass er nun mal eine fahrlässige Straftat begangen hat und er den Deckel darauf machen soll, wird so viel erklärt, dass plötzlich eine vorsätzliche Tat mit jedenfalls billigendem Vorsatz im Raum steht. Der Klassiker des zu viel Redens – der Weg in den Vorsatz.
  • Und natürlich als kleines Schmankerl aus dem BTM-Recht: So lange reden, ausführen und fragen, bis man es endlich geschafft hat, aus dem Handeltreiben mit nicht geringer Menge (1 Jahr mindestens) ein „gewerbsmäßiges Handeltreiben“ zu machen (2 Jahre mindestens).

Der beste Strafverteidiger hat den Mumm, offen zu sagen, wo sich Grabenkämpfe nicht lohnen – und wo erhebliche Risiken liegen. Manchmal ist es klüger, zielgerichtet zu schweigen (also nicht „einfach schweigen“, sondern den Mund zu halten, wo es geboten ist) um eine Verschlimmerung der Situation zu vermeiden.

Das Gericht fragt „Haben Sie gesehen, wie der Angeklagte dem Opfer das Ohr abgebissen hat?“ – Nein! … Der Staatsanwalt fragt: „Haben Sie gesehen, wie der Angeklagte das Opfer irgendwo gebissen hat?“ … Nein! Der Verteidiger fragt – anstelle nun einfach zu schweigen – „Na, was haben Sie denn überhaupt gesehen?“ … Wie Ihr Mandant das Ohr ausgespuckt hat.

Standardbeispiel aus der Strafverteidiger-Ausbildung

Wer ist nun der beste Verteidiger?

Ich habe in den letzten Jahren eine Vielzahl Kollegen kennengelernt, die man im Internet faktisch nicht findet und die im Gerichtssaal in Strafverhandlungen eine herausragende Figur gemacht haben. Vergessen Sie einfach mal Worthülsen wie „Starverteidiger“ (auch das ist bei Google oft gesucht) – fangen Sie an, nach dem Strafverteidiger zu suchen, der für Sie persönlich der beste Strafverteidiger ist. Dann sind Sie aus meiner Sicht auf einem guten Weg. Und dann wird auch klar, warum so viele Strafverteidiger eine Existenzberechtigung haben und es eben nicht den einen besten, größten, tollsten Strafverteidiger gibt.

Es muss sprichwörtlich die Chemie stimmen, Sie müssen zueinander einen Draht haben. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass man sich im Laufe einer Strafverteidigung auch mal streitet – so wie jede andere Beziehung muss auch diese das aber aushalten. Die Ratschläge und Einschätzungen, die ein Strafverteidiger vornehmen muss, sind teilweise extrem belastend für den Betroffenen, da darf es auch mal knirschen – aber Sie müssen Vertrauen haben. Wenn Sie Probleme damit haben, Ihrem Strafverteidiger zu vertrauen oder kein Draht für Gespräche da ist, kann er fachlich noch so toll sein, Sie werden immer ein schlechtes Gefühl haben bei dem Weg, den Sie gehen. Und da es am Ende, wenn das Ergebnis kommt, alleine um Ihr eigenes Leben geht, sollten Sie zwingend das Gefühl haben, in guten Händen zu sein.

Anwalt für Strafrecht - Strafverteidiger Jens Ferner in Aachen und Alsdorf. bester Strafverteidiger gesucht im Raum Aachen?

Gute Strafverteidigung braucht Taktik, einen Plan – und Ehrlichkeit. Suchen Sie weniger nach „dem besten Strafverteidiger“ und mehr nach einem Partner, dem Sie vertrauen können und wollen.

Und genau das ist auch das Geheimnis, warum die Meinungen so auseinander gehen: Ihr Bekannter kann vollkommen zufrieden gewesen sein, Sie aber kommen mit der Art des Strafverteidigers nicht klar und sind vollkommen unzufrieden. Darum sind auch Google Bewertungen vollkommen unnütz – losgelöst von der Problematik der Fake-Bewertungen – weil nämlich die Bewertung von jemandem geschrieben wurde, der nicht Sie selber waren. Sie wissen gar nicht, ob das was der andere Toll fand, auch bei Ihnen gut ankommt – oder sogar extrem negativ wahrgenommen wird.

Beispiel: Eine Auswahl unserer eigenen Bewertungen bei Google


Ein einfacher Rat: Reden Sie mit Ihrem Strafverteidiger!

In all den Jahren ist mir immer aufgefallen, wie wenig die Menschen reden – wenn Sie es besser machen möchten: Sprechen und Fragen Sie! Stellen Sie einfache Fragen und achten Sie darauf, wie Sie sich bei den Antworten fühlen. Wenn Sie sich unwohl fühlen, seien Sie nicht gleich böse oder genervt. Suchen Sie nicht nach „dem besten Strafverteidiger“, sondern fangen Sie an, nach dem Partner an Ihrer Seite zu suchen, bei dem Sie sich gut aufgehoben fühlen und den Sie auch verstehen.

Wenn das nicht passt, sollte man dies gleich zu Beginn kommunizieren; Anwälte sind Dienstleister, sie werden unaufgeregt damit umgehen, wenn jemand mitteilt, dass es irgendwie nicht passt. Und mit Verlaub: Wenn man sich nicht einmal mitteilen kann, dass man irgendwie nicht zueinander passt, wie soll dann erst die Situation ablaufen, in der der Strafverteidiger seinem Mandanten erklären muss, gegen den bisher erklärten Willen einen anderen Weg zumindest in Betracht zu ziehen?

Ein letztes Wort zum ungeliebten Thema Geld: Haben Sie hier keine Angst, aber seien Sie sich auch einmal bewusst, worum es geht. Ich formuliere es regelmäßig so: Sie möchten nicht, dass im schlimmsten Fall Ihre persönliche Freiheit von einem Strafverteidiger abhängig ist, der brutto 10 Euro die Stunde mit dem Lesen Ihrer Akte umsetzt. Denn genau das ist es, was viele Mandanten erwarten, dass z.B. eine hunderte oder gar tausende Seiten dicke Ermittlungsakte gelesen wird von einem Anwalt, dem man pauschal einen Betrag zahlt, der zwar für einen selbst ein empfindlicher Betrag ist, dividiert durch die Stundenzahl dann aber einen Kleckerbetrag ergibt. Sie möchten „den besten Strafverteidiger“? Mit einer guten Bezahlung gehen Sie den richtigen Weg, denn ein Strafverteidiger ist immer nur so gut, wie die Zeit die er aufbringen kann. Das eine ohne das andere geht nicht.

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Von Rechtsanwalt Jens Ferner (Fachanwalt für IT-Recht & Strafverteidiger)

Rechtsanwalt Jens Ferner ist Strafverteidiger und Fachanwalt für IT-Recht. Spezialgebiete von RA JF: Cybercrime, IT-Sicherheit, Softwarerecht, BTM-Strafrecht, Jugendstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht. Er ist Autor und hält Fach-Vorträge als Dozent zu den Themen Cybercrime, Strafprozessrecht, DSGVO, Cybersecurity und digitale Beweismittel inkl. Darknet- und Encrochat.

Unsere Rechtsanwälte sind spezialisiert auf Strafverteidigung im gesamten Strafrecht und IT-Recht, speziell bei Softwarerecht, DSGVO & IT-Vertragsrecht - mit ergänzender Tätigkeit im Arbeitsrecht sowie im digitalen gewerblichen Rechtsschutz.

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