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Strafrecht

Was kostet ein Strafverteidiger?

Was kostet ein Strafverteidiger: Die Frage, wieviel ein Strafverteidiger kostet, stellt sich automatisch, wenn man sich mit der Staatsanwaltschaft konfrontiert sieht. Es gibt viele Mythen und falsche Vorstellungen rund um das, was ein Strafverteidiger am Ende wirklich kostet.

Im Folgenden werden zur Frage, wieviel ein Strafverteidiger kostet, zuerst einige allgemeine Ausführungen gemacht, danach die gesetzlichen Kosten dargestellt, und sodann gibt es einige Worte zur Orientierung.

Fantasiepreise

Immer noch bestimmt ist der Strafverteidiger-Markt von reinen Fantasiepreisen und Menschen, die ahnungslos sind, wobei mir persönlich besonders zwei verschiedene Arten auffallen:

  • Es scheint Menschen zu geben, die ihrem Strafverteidiger absolute Fantasiepreise zahlen und darauf auch noch stolz sind, auf Rückfrage erklären, man zahle so viel, das müsse „der Beste“ sein.
  • Und dann gibt es die, die keine Ahnung haben, aber auch Angst haben, einfach mal zu fragen und deswegen lieber gleich auf einen Strafverteidiger verzichten.

Beides ist Dumm: Der erste verliert wahrscheinlich gerade viel Geld ohne die Qualität ernsthaft beurteilen zu können; der zweite dagegen spielt aus schlichter Angst zu Fragen damit, was die Ermittlungsbehörden mit ihm anstellen werden.

Die Zeiten der Fantasiepreise sind vorbei und was Sie aus dem Fernsehen kennen hat mit seriösem Arbeiten nichts zu tun: Ein Anwalt, gleich für wie gut er sich hält, kann weder zaubern noch Fakten verschwinden lassen. Die Kosten eines Strafverteidigers sind gesetzlich reguliert und dort, wo zeitlicher Aufwand oder Bedeutung der Sache zu den gesetzlichen Gebühren nicht mehr in Relation stehen, kann man eine individuelle Vereinbarung treffen. Wenn dann ausserhalb solcher Regeln ein vierstelliger Vorschuss für eine durchschnittliche Sache genommen wird, wir das im Zweifelsfall Gebührenrechtlich zumindest zu hinterfragen sein. Es ist auch nicht zu erkennen, warum Kostenfaktor und Zeitaufwand nicht der Maßstab der Preise sein sollten.

Was kostet ein Strafverteidiger mit dem Gesetz?

In Deutschland sind die anwaltlichen Gebühren erst einmal gesetzlich geregelt im so genannten Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Wenn man einen Anwalt beauftragt und nichts gesondert vereinbart, fallen diese Gebühren an. Wenn man fragt, wieviel ein Strafverteidiger kostet, dann muss man hier anfangen.

Gesetzliche Gebühren

Also: Was kostet ein Strafverteidiger mit dem Gesetz. Als gesetzliche Gebühren einer Strafverteidigung vor dem Amtsgericht bei einem einzelnen Verhandlungstag könnten beispielsweise bei einem nicht inhaftierten Mandanten und einer Sache mit mittlerem Schwierigkeitsgrad wie folgt berechnet werden – die Gebühren sind aus der Anlage zum RVG und zzgl. USt., daher ist die Gesamtsumme dann inkl. UST. höher:

  • Grundgebühr: 220 Euro (gesetzliches Maximum: 396 Euro)
  • Verfahrensgebühr im Vorverfahren: 240 Euro (gesetzliches Maximum: 319 Euro)
  • Verfahrensgebühr im Hauptverfahren: 240 Euro (gesetzliches Maximum: 319 Euro)
  • Vertretung in einem Verhandlungstermin: 275 Euro (gesetzliches Maximum: 528 Euro)
  • Postpauschale: 20 Euro (fällt zwei Mal an, daher 40 Euro insgesamt)
  • Gesamtkosten inkl. USt: 1207.85 Euro

Wichtig ist, dass es sich bei den gesetzlichen Gebühren um Rahmengebühren handelt, der Strafverteidiger setzt innerhalb des Gebührenrahmens fest, was aus seiner Sicht angemessen ist – etwa im Hinblick auf Bedeutung und Schwierigkeitsgrad. Die Rahmengebühren erhöhen sich, wenn der Mandant in Haft ist.

Was kostet ein Strafverteidiger? Rechtsanwalt Ferner zu den Kosten des Strafverteidigers und der Frage, wieviel ein Strafverteidiger kostet

Was kostet ein Strafverteidiger: Ihnen muss klar sein, dass ein spezialisierter Strafverteidiger bei einer Strafverteidigung mehr Gebühren aufruft, als ein Rechtsanwalt, der meint alles zu können. Die Frage ist am Ende immer, wie viel Ihnen Ihre Strafverteidigung – und damit Ihre Freiheit – wert ist.

Gebühren des Pflichtverteidigers

Und was kostet ein Strafverteidiger, wenn man kein Geld hat? In ausgewählten Fällen – nicht immer – gibt es die Möglichkeit der Pflichtverteidigung. Der Pflichtverteidiger rechnet mit der Staatskasse ab. Dabei sieht das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz für den Pflichtverteidiger keine Rahmengebühr sondern vielmehr feste Gebühren vor, die auch noch deutlich unterhalb der normalen Gebühren liegen.

Bei einer Verhandlung wie oben (Amtsgericht, 1 Hauptverhandlungstermin, nicht in Haft) fallen diese Gebühren für einen Pflichtverteidiger an:

  • Grundgebühr: 176,00 Euro
  • Verfahrensgebühr (Vorverfahren): 145,00 Euro
  • Postpauschale: 20 Euro
  • Verfahrensgebühr (Erkenntnisverfahren): 145,00 Euro
  • Terminsgebühr: 242,00 Euro
  • Postpauschale: 20 Euro
  • Gesamtkosten inkl. USt.: 890,12 Euro.

Was kostet ein Strafverteidiger bei einer Honorarvereinbarung

Die gesetzlichen Gebühren fallen an, wenn nichts gesondert vereinbart wird. Es ist aber üblich, dass Strafverteidiger eine Honorarvereinbarung treffen, in der entweder ein Stundensatz oder pauschale Beträge für bestimmte Verfahrensabschnitte getroffen werden (manchmal auch eine Kombination aus beidem).

Hintergrund ist, dass in vielen einfachen Fällen die gesetzlichen Gebühren eine tragbare Lösung sein können – doch wenn eine Ermittlungsakte tausende Seiten hat und es um Ihre Freiheit geht, muss Ihnen klar sein, dass Ihr Anwalt die notwendige bezahlte Arbeitszeit braucht, um die Akte vollständig aufzubereiten:

  • So machen die Gebühren im Gesetz bereits keinen Unterschied, ob man eine Bagatelle beim Amtsgericht mit 20 Seiten Aktenumfang verhandelt – oder in einer Wirtschaftsstrafsache beim Landgericht sitzt mit einer Akte, die 10.000e Seiten Umfang hat. Die gesetzlichen Gebühren, mit denen der Verteidiger auch noch sein Büro finanzieren muss, sind unbestritten seit Jahren unrealistisch.
  • Auch spielt die Bedeutung einer Sache eine Rolle: Bei kleinen Vorwürfen kann sich die Verteidigung vielleicht auf die Akte und den Gerichtssaal konzentrieren. Bei schwerwiegenderen oder komplexeren Vorwürfen muss aber Zeit eingeplant sein, damit beschlagnahmte Dinge (Asservate) vom Strafverteidiger bei der Staatsanwaltschaft in Augenschein genommen werden. Insbesondere auch, um Sicher zu gehen, dass entlastende Beweismittel nicht einfach unter den Tisch fallen.

Die Frage „Was kostet ein Strafverteidiger“ hängt also auch an solchen Faktoren.

Auf der anderen Seite – und auch das muss realistisch gesehen werden – kennen wir Fälle, in denen „getrickst“ wird. Wenn etwa der verzweifelte Mandant in Haft sitzt, lassen sich Verzweiflung und Hoffnung auf schnelle Entlassung leicht ausnutzen. Sie können sich nur schützen, indem Sie schlicht prüfen, ob das Honorar zu Umfang und Bedeutung Ihrer Sache in Relation steht. Ein Vergleichen von Angeboten mehrerer Strafverteidiger sollte auch erwogen werden.

Beim Vergleichen von Angeboten zur Frage „was kostet der Strafverteidiger“ muss Ihnen aber auch klar sein: Ein Rechtsanwalt, der scheinbar alles kann und vom Zivilrecht bis Strafrecht alles an Mandaten „mitnimmt“ sollte beim Honorar kritischer zu sehen sein, als ein Strafverteidiger, der sich auf das Fachgebiet konzentriert, eine gewisse Autorität mitbringt und auch die entsprechende Fachbibliothek vorhält. Ich investiere nicht meine gesamte Zeit in teure Fortbildungen und strafrechtliche Lektüre, um meine Leistung dann hinterher zu verschleudern.

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Jens Ferner

Strafverteidiger

Wie arbeiten wir, was kostet ein Strafverteidiger bei uns?

Ganz einfach: Es kommt drauf an. Wir müssen eben auch auf unsere Zeit und Kosten achten. Um es transparent zu halten, gehen wir von einem durchschnittlichen Stundensatz aus, den wir zu Grunde legen. In komplexen Angelegenheiten, die Spezialwissen erfordern, wird dieser Stundensatz etwas angehoben – in einfacheren Sachen gesenkt. Auf dieser Basis und einer realistischen Zeiteinschätzung erhalten Sie dann ein konkretes Angebot. So haben Sie Sicherheit, müssen keine Angst vor ständigen neuen Rechnungen haben und können Kalkulieren.

Es hilft nichts: Sie müssen anfragen und sich ein Angebot erstellen lassen, nicht selten geht es dabei ohne Akteneinsicht in die Ermittlungsakte schlicht nicht, weil alleine auf Basis Ihrer Angaben oder des allgemeinen Vorwurfs eine ernsthafte Prognose des Arbeitsaufwands (und damit der Kosten) nicht möglich ist – ausgenommen, wie so oft, sind bagatellartige Vorwürfe. Dass wir an dieser Stelle nicht blind mit irgendwelchen Zahlen werben, sondern im Einzelfall erst auf Anfrage etwas sagen können ist daher keine Werbetaktik, sondern Ausdruck seriösen Arbeitens.

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Von Strafverteidiger & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner

Kanzlei für Strafverteidigung, Verkehrsrecht und IT-Recht: Rechtsanwalt Jens Ferner ist Strafverteidiger und Fachanwalt für IT-Recht, spezialisiert auf Rechtsfragen im Strafrecht, Cybercrime, Wirtschaftsstrafrecht und IT-Recht. Er punktet zudem als Systementwickler mit zusätzlicher Fortbildung in IT-Sicherheit und IT-Forensik. Im IT-Recht inkl. Softwarerecht, Wettbewerbsrecht & Urheberrecht tätig ausschließlich für Unternehmen und Gewerbetreibende.

Strafrechtlicher Sofortkontakt: Unsere Strafverteidiger erreichen Sie unmittelbar unter 01579-2370323 oder notfall@ferner-alsdorf.de; bei uns gibt es keine kostenlose Beratung oder Tätigkeit