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Strafrecht

Ist der Pflichtverteidiger gut oder schlecht?

Pflichtverteidiger – Gut oder schlecht? Gerne wird die Frage gestellt, ob „der Pflichtverteidiger“ gut oder schlecht ist. Dieser Frage liegt bereits eine falsche und vor allem von US-Serien geprägte Vorstellung des Pflichtverteidiger zu Grunde. Tatsächlich ist der Pflichtverteidiger im Idealfall einfach nur der Strafverteidiger, den man sich selber aussucht.

Unsere auf die Strafverteidigung ausgerichtete Kanzlei hilft Ihnen in Aachen und Alsdorf sofort im dringenden Notfall, etwa bei Anklage, Haft, Durchsuchung, Unfall, Führerschein-Beschlagnahme oder Vernehmung. Wir bieten einen kanzleieigenen Strafverteidiger-Notdienst, der Montags-Sonntags in diesen Fällen verfügbar ist – Rufen Sie im Notfall direkt an: 02404-95998727 oder 0241-403980

Immer wieder muss man Betonen, dass „der Pflichtverteidiger“ nur ein normaler Anwalt ist und gerade nicht „für das Gericht“ oder „für den Staat“ arbeitet. Die Frage, ob ein Pflichtverteidiger gut oder schlecht ist, geht damit ins Leere: Wenn Sie sich einen guten Strafverteidiger ausgesucht haben und diesen benennen, wenn ein Pflichtverteidiger bestellt werden soll, dann haben Sie am Ende einen guten Pflichtverteidiger. So einfach ist das.

Tatsächlich aber ist es so, dass in der Praxis die meisten Menschen sich nicht um Ihre Rechte kümmern: Weder reagiert man rechtzeitig im Ermittlungsverfahren, noch antwortet man auf das Schreiben des Gerichts, mit dem man aufgefordert wird, einen Verteidiger der eigenen Wahl zu benennen. Dabei hat man immer selber in der Hand, sich seinen Wahl-Strafverteidiger beiordnen zu lassen. Wenn das Gericht dann zufällig einen Verteidiger auswählt nachdem man die ganze Zeit nichts getan hat, ist gerne das Geschrei gross.

Daher: Es liegt an Ihnen, kümmern Sie sich um Ihre Freiheit und Ihre Rechte. Wenn Sie von einem Ermittlungsverfahren hören, fragen Sie rechtzeitig einen Strafverteidiger und besprechen Sie mit ihm, wie es mit einer Pflichtverteidigung aussieht.

Pflichtverteidigung (11)

Sie erhalten als Pflichtverteidiger den Strafverteidiger, den Sie sich selber aussuchen! Nur wenn Sie gar nichts machen und sich um nichts kümmern erhalten Sie vom Gericht einen Pflichtverteidiger, den Sie nicht kennen und sich nicht ausgesucht haben. Mehr zur Auswahl des Pflichtverteidigers.

Im Kern ist es ganz einfach: Die Bestellung des Pflichtverteidigers endet mit der Einstellung oder dem rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens, das bedeutet, das regelmäßig die nächsten Instanzen Bestandteil der Pflichtverteidigung sind. Eine Ausnahme sind die Beiordnung für das Strafbefehlsverfahren oder im beschleunigten Verfahren. Mehr zur Dauer der Beiordnung hier bei uns.

Ein Pflichtverteidiger ist ein normaler Anwalt, der Ihnen vom Staat beigeordnet wurde. Vergessen Sie Filme oder US-Serien – in Deutschland ist der Pflichtverteidiger weder ein besonderer Anwalt noch ein besonders guter oder schlechter Anwalt, Sie können sich jeden Anwalt aussuchen und dann diesen beigeordnet erhalten.

Sie können jederzeit einen Pflichtverteidiger beantragen – ob Sie einen erhalten ist eine andere Sache. Das Gesetz sieht Fälle so genannter notwendiger Verteidigung vor, in einem solchen Fall ist ein Pflichtverteidiger zu bestellen. Im Ermittlungsverfahren dabei ausdrücklich nur auf Antrag, Sie müssen also tätig werden und erhalten im Ermittlungsverfahren nicht automatisch einen Pflichtverteidiger.

Ein Strafverteidiger hilft Ihnen und dabei kann der Verteidiger Ihrer Wahl auch Ihr Pflichtverteidiger werden. Es macht also erst Recht Sinn, sich in dem Fall dass man sich keinen Anwalt leisten kann, erst Recht frühzeitig um einen Verteidiger zu bemühen und mit diesem das Gespräch zu suchen hinsichtlich einer Pflichtverteidiger-Beiordnung.

Ist ein Pflichtverteidiger gut oder schlecht? Das lässt sich nicht pauschal beantworten, es kommt darauf an, ob Sie sich einen guten ausgewählt haben – oder ob Sie so dumm waren, einfach gar nichts zu machen und abzuwarten. Mehr dazu hier.

Wann bekommen Sie einen Pflichtverteidiger bei einem BtMG-Verstoß? Im Kern kann man sagen, solange es keine Bagatelle ist und insbesondere eine „nicht geringe Menge“ im Raum steht – mehr zur Pflichtverteidigung im Bereich des BtMG.

Wenn Sie einen Pflichtverteidiger suchen bzw. vom Gericht aufgefordert wurden einen Pflichtverteidiger Ihrer Wahl zu benennen, stehen wir zur Verfügung. Rufen Sie unverbindlich an: 02404 92100

  • Professionelle Pflichtverteidigung, ohne Zuzahlung ab Beiordnung
  • Keine Angst vor Abstrichen, bei uns ist die Pflichtverteidigung eine vollwertige Strafverteidigung ohne Wenn und Aber
  • Vertretung in allen strafrechtlich relevanten Bereichen
  • Konzentration auf regionale Tätigkeit: Profitieren Sie von unserem Netzwerk aus hunderten Strafverteidigungen im Raum Aachen & Heinsberg
  • Kurzes Prozedere: Wenn Sie die Aufforderung vom Gericht erhalten haben einen Verteidiger zu benennen bringen Sie das Schreiben ohne Termin kurzerhand sofort bei uns rein oder rufen Sie an – wir kümmern uns um alles!

Informieren Sie sich über unsere Tätigkeit als Pflichtverteidiger.

Kurze Antwort: Ja! Sie können den Pflichtverteidiger wechseln, allerdings wird es – je nachdem wie lange Sie warten, durchaus kompliziert. Wir helfen Ihnen, wenn Sie den Pflichtverteidiger wechseln möchten. Mehr zum Wechsel des Pflichtverteidigers finden Sie hier bei uns.

Nein, eine Pflichtverteidigung verursacht Kosten – dem Verteidigten werden diese Kosten später im Zuge der Verfahrenskosten auferlegt. Allerdings sind Pflichtverteidigungskosten deutlich geringer, als wenn man einen Rechtsanwalt beauftragt.

Kurze Antwort: Nein. Es handelt sich um einen „normalen“ Strafverteidiger, der vom Gericht aus einer Liste herausgepickt wurde, weil Sie sich nicht beim Gericht gemeldet haben!

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Rechtsanwalt & Strafverteidiger Jens Ferner

Von Rechtsanwalt & Strafverteidiger Jens Ferner

Strafverteidiger und Fachanwalt für IT-Recht ist Ihr Ansprechpartner im gesamten Strafrecht mit den Schwerpunkten Wirtschaftsstrafrecht und Cybercrime. Weiterhin im Ordnungswidrigkeitenrecht, speziell bei Bußgeldern von Bundesbehörden. Ein aktuelles privates Forschungsprojekt im Jahr 2020 liegt bei Rechtsfragen künstlicher Intelligenz. Wir konzentrieren uns auf eine regionale Tätigkeit und sind nur ausnahmsweise bei Cybercrime-Strafverteidigungen bundesweit tätig.