Klage erhalten: Was tun?

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf: In der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf finden Sie Ihre Rechtsanwälte im Zivilrecht – Vertragsrecht, Kaufvertrag, Werkvertrag, Familienrecht, Erbrecht, Zivilprozess. Die Rechtsanwälte in der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf stehen Ihnen im Zivilrecht zur Verfügung.

Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100 | Anwalt für Zivilrecht in Alsdorf

Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail anbieten und dass wir nicht tätig sind, wenn sich Gerichtsstand oder Auftraggeber ausserhalb der Regionen Aachen, Heinsberg, Düren, Düsseldorf oder Köln befinden.

Klage erhalten? Wir haben uns im Prozessrecht als Kanzlei auf die Abwehr von Klagen spezialisiert: Wenn Sie eine Klage im Raum Aachen, Heinsberg oder Düren erhalten haben, stehen Ihnen unsere Rechtsanwälte in der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf im Zivilrecht und Zivilprozessrecht zur Seite. Dabei bieten wir die volle Konzentration unserer Ressourcen auf Ihre Klageabwehr ohne uns zu verzetteln. Dabei bieten wir Ihnen als Empfänger einer Klage insbesondere:

  • Wir bearbeiten Klagen nur, wenn Auftraggeber oder Gerichtsstand in den Regionen Aachen, Heinsberg, Düren, Düsseldorf oder Köln liegen.
  • Rein „digitale Mandate“ werden bei uns nicht geführt, wir bieten auch keine Beratung rein per Telefon oder Mail.
  • Wir konzentrieren uns auf wesentliche Streitigkeiten, so übernehmen wir grundsätzlich keine Mandate mit einem Streitwert von weniger als 750 Euro. 
  • Die Zeiten die wir durch diese klare Ausrichtung zusätzlich gewinnen investieren wir in Fortbildungen und Bearbeitungszeiten.

Im Folgenden Informationen für Sie als Empfänger einer Klage: Wenn Sie eine Klage erhalten haben, wird das – sofern die Klage nicht von Ihnen ohnehin erwartet wurde – für Sie erst einmal sehr unangenehm sein. Schnell kommen auch Sorge oder gar Panik auf, was aber unnötig ist. Auch wenn eine Klage mit einem Kostenrisiko (für alle Beteiligten!) verbunden ist und in jedem Fall eine Art „Eskalation“ darstellt, so ist sie am Ende doch nur das Bemühen um eine endgültige Klärung. Im Folgenden finden Sie Hinweise dazu, was es bedeutet, wenn Sie eine Klage erhalten haben.

Sie als Empfänger einer Klage sollten ruhig bleiben bzw. ruhig werden: Hektik ist fehl am Platze und schafft nur grössere Probleme. Ein strukturiertes Vorgehen dagegen sichert alle Optionen. Beachten Sie zu dem Thema auch den Beitrag „Mahnbescheid erhalten – was tun?“ und „einstweilige Verfügung erhalten – was tun?

Wenn Sie einen Rechtsanwalt nach Erhalt einer Klage suchen: Wir stehen gerne zur Verfügung – vereinbaren Sie einen zeitnahen Besprechungstermin unter 02404-92100. Wir haben uns insbesondere auf die Abwehr von Klagen ausgerichtet und können Beklagte bei der Schadensminimierung unterstützen.

Klage erhalten – ist es wirklich eine Klage?

Sie müssen als erstes klären, was Sie da wirklich erhalten haben, also ob es wirklich eine Klage ist, die Ihnen zugestellt wurde. Laien verwechseln etwa schnell eine Strafanzeige oder Abmahnung mit einer zivilrechtlichen Klage. Auch wenn alles gleich unangenehm ist, so sind es doch sehr verschiedene Vorgänge die auch sehr unterschiedliche Aktionen erfordern. Lesen Sie daher sehr genau. Wenn es sich um eine zivilrechtliche Klage handelt, ist eine Klageschrift beigefügt. Sollte dagegen ein „gerichtlicher Mahnbescheid“ zugestellt sein (den verschickt das Gericht), eine Abmahnung vorliegen (die kommt regelmäßig vom Anwalt, jedenfalls nicht vom Gericht) oder die Polizei anschreiben, dann lesen Sie unten bei den entsprechenden Links.

Klage erhalten: Als erstes die Fristen klären

Wenn eine Klage vorliegt, klären Sie als erstes die Fristen. Die Klage kam innerhalb Deutschlands mit einem gelben Umschlag auf dem das Zustelldatum notiert ist. Den heben Sie zwingend auf! Bei einer Zustellung im europäischen Ausland wird normalerweise per Übergabe-Einschreiben zugestellt, notieren Sie dann sofort das Datum zu dem Sie das Schreiben erhalten haben.

Das Anschreiben hat dann zwei Teile: Einmal einen gerichtlichen Teil und dann hinten die beigefügte und vom Gegner verfasste Klageschrift. Der gerichtliche Teil ist hier nun am Wichtigsten, diesen lesen Sie genau. Irgendwo hier steht eine Frist. Häufig wird ein so genannten „schriftliches Vorverfahren“ angeordnet und es gibt eine 2-Wöchige Frist zur Verteidigungsanzeige. Seltener gibt es einen frühen ersten Termin, dann wird eine Frist zur Einlassung/Klageerwiderung gesetzt. Gleich welche Frist: Diese laufen immer ab Zustellung des Briefes (siehe oben). Sie werden innerhalb der Fristen in jedem Fall in irgendeiner Form reagieren bzw. sich entscheiden müssen, also darauf achten. Zwingend!

Fristen und Präklusion bei einer Klage und Berufung

Das Wort „Präklusion“ wird Ihnen erst einmal nichts sagen – es geht aber um einen wichtigen Aspekt in einem Zivilprozess: Sie müssen, wenn Sie sich verteidigen wollen, Ihren Sachvortrag und die zugehörigen Beweise in prozessual geeigneter Form und innerhalb der vom Gericht gesetzten Fristen vorbringen. Wenn Sie Beweismittel nicht ordentlich benennen oder Fristen versäumen kann es passieren, dass Sie mit Ihrem Vorbringen „präkludiert“ sind, das heisst auch in einer späteren Berufung nicht mehr damit gehört werden.

Daher ist es enorm wichtig, dass ein solcher Prozess von Anfang an richtig geführt wird – in der Berufung einen vorher verkorksten Zivilprozess „zu reparieren“ ist ein äusserst komplexes und mitunter aussichtsloses Unterfangen.

Worum geht es in der Klage?

Wenn Sie dann als nächstes die Klageschrift lesen, werden Sie verstehen, worum es geht: Was will man von Ihnen. Häufige Klagen sind gerichtet auf Leistung (Herausgabe einer Sache, Zahlung eines Betrages) oder auch Unterlassung. Die Klageschrift erklärt Ihnen, was genau gewollt ist und warum man sich dessen berühmt.

Eine Klage muss sauber geschrieben sein – und Vortrag bestritten werden

Wir sehen nicht selten Klagen, die einfach unsauber formuliert sind: Da wird schlicht ins Blaue hinein behauptet und schon aus dem Vortrag selbst heraus kann man „daran fühlen“, dass etwas nicht stimmt. Viele Betroffene versuchen sich dann zu verteidigen und warten auf den Termin bei Gericht, wo man dann mit Aktenordnern aufläuft und über die Sache diskutieren möchte – dann aber sind fast alle Züge schon abgefahren!

Wie oben bei den Fristen erklärt muss vor dem Termin, im Rahmen der genannten Fristen, sauber reagiert werden. Es muss in der richtigen Form der Tatsachenvortrag des Klägers angegriffen werden, er muss bestritten werden. Dabei genügt nicht immer nur ein einfaches bestreiten, auch hier gibt es von der Rechtsprechung entwickelte Regeln nach denen Bestritten werden muss. Wer einfach nur sagt „das stimmt nicht“ kann im Termin das böse Erwachen erleben, etwa wenn ihm erklärt wird, das Bestreiten sei „nicht substantiiert genug“ gewesen. Die Fragen der Beweislast muss man beherrschen und richtig anwenden, alleine wegen prozessualer Fehler kann ein Prozess verloren werden!

Mit der Klage zum Rechtsanwalt?

Im Fall einer Klage ist der Anwalt grundsätzlich sinnvoll. Dies aus folgenden Erwägungen:

  1. Wenn Sie absolut sicher sind, dass alles was die Gegenseite schreibt unberechtigt oder falsch ist und fest davon ausgehen, dass diese verliert, muss diese Ihre ganzen Kosten erstatten – auch die Anwaltskosten.
  2. Wenn Sie dagegen unsicher sind, werden Sie eine rechtliche Einschätzung zu schätzen wissen. Sollten Sie dagegen glauben, dass ohnehin nichts zu gewinnen ist, wird ein Anwalt helfen, Kosten einzusparen die Sie vielleicht ansonsten, auf Grund Ihrer Unwissenheit, unnötig in die Höhe treiben.
  3. Bedenken Sie: Dabei kann ein Anwalt, der sich mit der Abwehr von Klagen auskennt, mit Verhandlungsgeschick und Spezialwissen, nicht selten auch in scheinbar ausweglosen Situationen doch noch einen brauchbaren Vergleich erarbeiten.
  4. Sollten Sie gar eine Rechtsschutzversicherung haben gibt es wohl keinen Grund im Fall einer Klage, von anwaltlicher Hilfe abzusehen. Wer dagegen keine Rechtsschutzversicherung hat und auch noch wenig Einkommen, der ist auch nicht schutzlos, sondern kann Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.

Fazit

Das Wichtigste für Sie sind erst einmal die Fristen: Ob Sie Recht haben oder nicht, Sie können alleine auf Grund der Versäumung von Fristen verlieren! Wie schwierig es für Laien ist, vor Gericht selber Ihre Interessen zu vertreten, habe ich auch bereits geschildert.

Klage erhalten: Rechtsanwalt Ferner Alsdorf!

Wenn Sie in unserer Region eine Klage erhalten haben und einen Rechtsanwalt suchen stehen wir gerne zur Verfügung – vereinbaren Sie einen Besprechungstermin unter 02404-92100 oder senden Sie eine Mail an kontakt@kanzlei-ferner.de. Beachten Sie bitte, dass wir ohne Beauftragung keine Hinweise oder Ratschläge bieten.

Beachten Sie zu dem Thema auch den Beitrag „Mahnbescheid erhalten – was tun?“ und „einstweilige Verfügung erhalten – was tun?