Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Ihr Rechtsanwalt in Alsdorf, Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf

Kündigung erhalten – was tun?

Anwaltliche Beratung gewünscht? Wir sind insbesondere tätig im Arbeitsrecht - Beachten Sie unsere Webseite zum Arbeitsrecht - Vereinbaren Sie einen Termin unter 02404-92100!

Kündigung erhalten: Der Arbeitgeber hat Ihr Arbeitsverhältnis gekündigt. Wenn Sie nun die Kündigung angreifen möchten, müssen Sie eine so genannte Kündigungsschutzklage erheben. Beachten Sie, dass wenn Sie nach der ersten Kündigung und nach Erhebung der Kündigungsschutzklage weitere Kündigungen bekommen, Sie dann gegen jede einzelne weitere Kündigung ausdrücklich Klage vor dem Arbeitsgericht erheben müssen, sonst endet ihr Arbeitsverhältnis.

Hinweis: In unserer Kanzlei werden Sie im gesamten Arbeitsrecht betreut, Rechtsanwalt Jens Ferner steht Ihnen zur Verfügung, insbesondere im Kündigungsschutz, bei Kündigungen erhalten Sie einen zeitnahen Termin in unserer Kanzlei unter 02404-92100.

Kündigung erhalten – was tun?

Notieren und dokumentieren Sie als erstes genau, wann Sie die Kündigung erhalten haben, ab jetzt läuft eine Frist von 3 Wochen – wenn Sie in dieser Frist nicht aktiv werden ist es nahezu ausgeschlossen – wenn keine besonderen Umstände vorliegen – hier noch etwas zu erreichen. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Rechtsanwalt im Arbeitsrecht und bringen Sie neben den letzten Lohnbescheinigungen den Arbeitsvertrag und sonstige relevante Unterlagen zum Arbeitsverhältnis mit (Änderungsvereinbarungen, Abmahnungen, etc.). Sie sollten sich zudem sofort beim zuständigen Jobcenter melden.

Fehler im Kündigungsschreiben

Die wirksame Aussprache einer Kündigung ist an hohe formelle Voraussetzungen gebunden. So gilt die Schriftform, weswegen keine Mail, SMS oder mündliche Kündigung ausreicht, auch ein gescanntes Kündigungsschreiben ist unwirksam. Wichtig ist, dass der richtige Vertreter das Schreiben unterschrieben hat. Und vor allem ist die Kündigungsfrist einzuhalten, die hinreichend bestimmt angegeben sein muss.

Kündigungsschutzklage

Wenn Sie sich gegen die Kündigung wehren möchten müssen Sie zwingend innerhalb einer Frist Klagte erheben – sonst endet das Arbeitsverhältnis.

Frist für die Kündigungsschutzklage beachten

Mit dem Zugang der Kündigung beginnt die Frist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage. Die Frist beträgt drei Wochen. Binnen drei Wochen seit Zugang der Kündigung muss die Klage beim zuständigen Arbeitsgericht eingegangen sein, sonst ist im Regelfall keine Kündigungsschutzklage mehr möglich und die Kündigung entfaltet Wirksamkeit. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie mir sofort mitteilen, wenn Sie eine (weitere) Kündigung erhalten, und mir die Kündigung übergeben.

Verfahren bei einer Kündigungsschutzklage

Die Kündigungsschutzklage ist auf die Feststellung gerichtet, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht beendet wurde. Wenn Sie den Kündigungsschutzprozess gewinnen, besteht Ihr Arbeitsverhältnis ungekündigt weiter. Sofern der Arbeitgeber in der Zwischenzeit das Gehalt nicht gezahlt hat, ist dieses (unter Verrechnung mit gezahltem Arbeitslosengeld) nachzuzahlen. Verlieren Sie den Kündigungsschutzprozess, endet das Arbeitsverhältnis aufgrund der Kündigung. Ein Recht auf Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis gegen Zahlung einer Abfindung gibt es hingegen nicht. Die Zahlung einer Abfindung als Gegenleistung für das Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis können die Parteien nur einvernehmlich im Wege einer Einigung (Vergleich) vereinbaren.

Kosten einer Kündigungsschutzklage

Im Kündigungsschutzprozess müssen Sie die Kosten für die außergerichtliche und gerichtliche Tätigkeit des Rechtsanwalts in der ersten Instanz (vor dem Arbeitsgericht) selbst tragen, egal ob Sie gewinnen, verlieren oder einen Vergleich schließen. Dies ändert sich bei einer Fortsetzung des Prozesses als Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht (2. Instanz) bzw. als Revisionsverfahren vor dem Bundesarbeitsgericht (3. Instanz): Dort trägt die unterlegene Partei die Kosten des Rechtsstreites, die obsiegende Partei hat einen Anspruch auf Kostenerstattung. Im Falle eines teilweisen Unterliegens werden die Kosten durch Entscheidung des Gerichtes anteilig auf beide Parteien verteilt. Wird eine Einigung (Vergleich) erzielt, müssen die Parteien eine eigene Kostenregelung finden; üblicherweise trägt dann jede Partei die ihr entstandenen Kosten selbst. Je nach Ausgang des Rechtsstreits fallen außerdem Gerichtsgebühren an.

Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, ist sie zu Beginn meiner Tätigkeit zu informieren. Sollten Sie aufgrund Ihrer finanziellen Verhältnisse nicht in der Lage sein, die Kosten selbst zu tragen, können Sie einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen, der ebenfalls zu Beginn der Tätigkeit erforderlich ist.

Zustellung der erhaltenen Kündigung

Muss die Kündigung vom Arbeitnehmer unterschrieben werden?

Kurz: Sie müssen nichts unterschreiben und sollten hiervon auch absehen. Die Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung, der Empfänger muss nichts unterzeichnen und verbessert damit nur die Beweissituation der Gegenseite. Bevor Sie hier ohne zu merken auch noch irgendwas anderes unterschreiben: Lassen Sie es ganz sein.

Hindert die Krankheit die Kündigung

Anders als verbreitet angenommen ist eine bestehende Krankheit kein Grund der eine Kündigung hindert.

Kündigung erhalten: Grundlose Kündigung möglich?

Es muss kein Kündigungsgrund vorliegen wenn eine fristlose Kündigung ausgesprochen wird. Beachten Sie meine Checkliste zur fristlosen Kündigung, die Anforderungen sind hier durchaus sehr hoch – lassen Sie sich beraten. Ansonsten gilt: Wenn das Kündigungsschutzgesetz greift muss bei einer ordentlichen Kündigung ein Kündigungsgrund vorhanden sein. Das Kündigungsschutzgesetz greift ein ab einer Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers von sechs Monaten und in Betrieben mit mehr als zehn Arbeitnehmern. Ausgenommen ist die Kündigung während der Probezeit und in sogenannten „Kleinbetrieben“, letztere können aber ebenfalls vom Kündigungsschutz umfasst sein. Anerkannte Kündigungsgründe sind:

  • Betriebsbedingte Kündigung: Vorhandensein dringender betrieblicher Erfordernisse
  • Personenbedingte Kündigung: In der Person des Arbeitnehmers liegen (nicht unbedingt verworfbare) Umstände welche die Arbeitsdurchführung erschweren oder verhindern. Häufigster Grund ist eine Erkrankung des Arbeitnehmers.
  • Verhaltensbedingte Kündigung: Im Verhalten des Arbeitnehmers liegt eine vorwerfbare Verletzung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten.
Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner

Fachanwalt für IT-Recht bei Anwaltskanzlei Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht, berät Sie im gesamten Strafrecht, Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, gewerblichem Rechtsschutz und IT-Recht.

Kontakt zur Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf aufnehmen
Rechtsanwalt Jens Ferner

Letzte Artikel von Rechtsanwalt Jens Ferner (Alle anzeigen)

Kurz-URL:

Veröffentlicht von

Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt in Alsdorf insbesondere zum: Strafrecht, Verkehrsrecht, Wettbewerbsrecht, IT-Recht samt Urheberrecht & Markenrecht, Vertragsrecht und Arbeitsrecht.

Rechtsanwalt Jens Ferner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht, berät Sie in sämtlichen medienrechtlichen und strafrechtlichen Fragen. Hierbei mit Schwerpunkten im Strafrecht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutzrecht, Arbeitsrecht und (IT-)Vertragsrecht samt Softwarerecht und AGB.