Beulke: Strafprozessrecht

Ich weiss nicht, ob ich da ein Einzelfall bin, aber bei mir im Studium wird das Strafprozessrecht (abgesehen vom Schwerpunktbereich Strafrecht) relativ vernachlässigt. Insofern krückte ich immer ein bisschen bei praktischen Fragen rum. Das wollte ich schon länger ändern und habe mir hin und wieder mal das ein oder andere Buch zum Thema ausgeliehen. Letztlich war es ein alter Bekannter der mich überzeugte: Beulke.

Es ist nichts besonderes, was ich hier schreiben kann: Keine CD zum Buch, keine ausgefeilten Grafiken, kein besonderes Web-Angebot. Aber das brauchte ich auch alles nicht, da die StPO bei mir eine eher untergeordnete Rolle im Studium spielte. Ich habe gar keinen Nerv, neben dem was ich am Tag sonst so leiste, jetzt auch noch hierzu vertiefend Urteile auf einer CD oder Webseite nachzulesen – ich will einfach (flott) standfestes und solides Wissen im Bereich StPO um durch die Schwerpunktklausur sowie das Examen zu kommen.

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Strafrecht

Beulke, spätestens bekannt von Wessels/Beulke, bietet das: Klarer Schreibstil, sauber strukturierte Inhalte und zu jedem Kapitel ein paar kurze Fälle, die das gelesene griffig aufbereiten.

Am Ende, nachdem ich 5 Bücher dazu zumindest angelesen habe, habe ich mit dem Beulke durchgearbeitet – und es nicht bereut. Das Lernen ging gut und leicht von der Hand, war jetzt nicht so ein überraschend angenehmes Erlebnis wie mit manch anderem Buch zu anderen Themen, aber auch nicht zäh oder anstrengend. Wenn zwischendurch Fragen aufkommen, kann ich mit dem verständlichen Inhaltsverzeichnis schnell nachschlagen was ich brauche.

Die Jurakopf-Einschätzung

Aus gutem Grund keine lange Rezension: Das Buch bietet solides Handwerk, transportiert die Inhalte vernünftig und hat mich letztlich als einziges überzeugt. Das Gebiet StPO kann man hiermit schnell und gut abhaken, meine Empfehlung.

Daten zum Buch

Beulke
Strafprozeßrecht
ISBN 9783811481015
C.F. Müller
Preis: 21 Euro

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4 Antworten auf „Beulke: Strafprozessrecht“

  1. hi,

    irgendwie wird jedes buch von Dir hochgelobt.
    hast du nie schlechte jura bücher zwischen die hände bekommen ? :)

  2. Manchmal lohnt es sich, sich erst umzusehen, ich zitiere aus “About & Impressum”, Punkt 4:

    “Auf meiner Seite schreibe ich nur Rezensionen, wenn ich zu dem jeweiligen Buch überhaupt irgendwas positives zu sagen habe – wenn mich ein Buch gar nicht überzeugt, schreibe ich dazu im Regelfall auch nichts. Der Hintergrund ist, dass ich denke, dass man am Ende Bücher empfohlen haben möchte, “zerrissene” Bücher bringen nichts. In Kommentaren gebe ich aber natürlich auch negatives Feedback.”

    Fazit: Ich lobe nicht jedes Buch, sondern ich schreibe nur was zu den Büchern, die ich loben kann. Was hätte man auch davon, wenn ich hier Bücher vorstellen würde, die ich nicht empfehle?

    Die einzige Ausnahme die mir bisher einfällt ist ein Gesetzestext von Nomos:
    http://www.jurakopf.de/literatur-zum-europaischem-strafrecht/
    Aufgrund der vorangegangenen Texte war es sinnvoll was dazu zu schreiben. Aber dass ich es so handhabe wird auch beim lesen des hiesigen Artikels deutlich in dem ja am Anfang steht:

    “Das wollte ich schon länger ändern und habe mir hin und wieder mal das ein oder andere Buch zum Thema ausgeliehen. Letztlich war es ein alter Bekannter der mich überzeugte: Beulke.”

    Du liest also nur was zum Beulke, nicht aber zu den anderen 4 Büchern, die ich gelesen habe und die mich nicht so wie er überzeugt haben. Weiterhin finde ich es stark übertrieben, zu behaupten, ich würde “jedes Buch” hochloben – das ist nachweislich falsch.

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