Geldwäsche: weltweite Razzia gegen Finanzagenten

Inzwischen regelmäßig gibt es die „European Money Mule Action“ (EMMA), hierbei handelt es sich um ein konzentriertes Vorgehen gegen Geldwäscher, das über einen längeren Zeitraum stattfindet.

Im Dezember 2022 gab EUROPOL bekannt, dass die diesjährige operative Phase von Mitte September bis Ende November 2022 andauerte, hierbei wurden 8 755 Geldkuriere sowie 222 Anwerber von Geldkurieren identifiziert und 2 469 Personen weltweit verhaftet. Nach eigenen Angaben hatte man verhindert, dass 17,5 Millionen Euro durch Geldkuriere gewaschen wurden.

Hinweis: Beachten Sie unseren längeren Beitrag zu Finanzagenten und Warenagenten

Hintergründe zu EMMA

EMMA ist laut EUROPOL die größte internationale Aktion ihrer Art und basiert auf der Idee, dass der Informationsaustausch zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor der Schlüssel zur Bekämpfung komplexer moderner Verbrechen ist.

Im Jahr 2022 unterstützten unter der fortlaufenden Koordination der Europäischen Bankenvereinigung (EBF) rund 1 800 Banken und Finanzinstitute die Strafverfolgungsbehörden bei dieser Aktion, neben Online-Geldtransferdiensten, Kryptowährungsbörsen, Fintech- und KYC-Unternehmen und multinationalen Computertechnologieunternehmen.

#dontbeamule: Geldwäsche: weltweite Razzia gegen Finanzagenten - Fachanwalt für Strafrecht Ferner zu Geldwäsche und Finanzagenten

Seien Sie vorsichtig: Geldwäsche erscheint harmlos, kann aber gravierende finanzielle Konsequenzen haben. Es droht die Einziehung der Geldbeträge, selbst wenn Sie diese weitergereicht haben und nie wirklich erhalten haben – mitunter kann dies ruinös sein!

Ein Glied in der Kette der Geldwäscherei

EUROPOL warnt: Wurden Sie schon einmal gebeten, bei einem Geldtransfer zu helfen, etwa von

  • Einem Online-Freund oder -Liebhaber?
  • Jemand, der Ihnen eine Möglichkeit anbietet, leichtes Geld zu verdienen?
  • Jemand, der behauptet, er brauche Hilfe, weil er sein eigenes Bankkonto nicht benutzen kann?

Wenn ja, haben Sie möglicherweise mit einem Geldkurier gesprochen – und wenn Sie der Bitte nachgekommen sind, haben Sie möglicherweise eine Straftat begangen.

Das Problem mag trivial erscheinen, doch die Menge an kriminellem Geld, die mit dieser Methode gewaschen wird, ist es nicht. Geldkuriere sind ein wichtiger Bestandteil der Geldwäschelandschaft, da sie es Kriminellen ermöglichen, Gelder schnell über ein Netzwerk von Konten, oft in verschiedenen Ländern, zu verschieben.

Der Einsatz von Geldkurieren ist vor allem in der Cyberkriminalität weit verbreitet, wobei die Kuriere die Erlöse aus ihrer Gerichtsbarkeit in das Heimatland des Kriminellen transferieren.

Rechtsanwalt Jens Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner

Von Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner ist renommierter Strafverteidiger im gesamten Strafrecht samt Managerhaftung (mit Schwerpunkt Wirtschaftskriminalität und Cybercrime) sowie Spezialist im IT-Recht mit Schwerpunkt Softwarerecht und digitale Beweismittel. Als Fachanwalt für Strafrecht + IT-Recht verteidigt er Mandanten in anspruchsvollen Strafverfahren, speziell an der Schnittstelle von Strafrecht & IT-Recht und berät in komplexen Softwareprojekten.

Rechtsanwalt Jens Ferner ist Lehrbeauftragter für Wirtschaftsstrafrecht und IT-Compliance (FH Aachen), Softwareentwickler, fortgebildet in Kommunikationspsychologie und publiziert fortlaufend.

Erreichbarkeit: Erstkontakt per Mail oder Rückruf.

Unsere Anwaltskanzlei im Raum Aachen ist hochspezialisiert auf Strafverteidigung, Cybercrime, Wirtschaftsstrafrecht samt Steuerstrafrecht. Zudem sind wir für Unternehmen im Softwarerecht und Cybersicherheitsrecht beratend tätig.