Wer mit dem Vorwurf der Vergewaltigung konfrontiert wird, steht schlagartig vor einer existenzbedrohenden Situation: Es droht eine Mindestfreiheitsstrafe von zwei Jahren, häufig verbunden mit Hausdurchsuchung, Haftbefehl und massiver gesellschaftlicher Stigmatisierung. In dieser Lage entscheiden die ersten Stunden und Tage darüber, ob Fehler gemacht werden, die sich bis zum Urteil fortsetzen – oder ob von Beginn an eine stringente Strafverteidigungs-Strategie eines spezialisierten Fachanwalts greift. Unsere Kanzlei verteidigt seit Jahrzehnten im Sexualstrafrecht und hat in zahlreichen Verfahren wegen Vergewaltigung Freisprüche oder Einstellungen erreicht – denn Verteidigung bedeutet hier vor allem, anders zu arbeiten als in sonstigen Strafverteidigungen.
Wie kann man so einen nur verteidigen?
Speziell das Sexualstrafrecht ist von unangebrachtem Schwarz-Weiß-Denken durchzogen: der fiese Anwalt, der den bösen Täter verteidigt … und das arme Opfer, durch den Dreck zieht. So arbeiten wir aber weder, noch sieht die Realität derart simpel aus: Wir sind in unserer Arbeit mit einer Vielzahl erfundener Vorwürfe konfrontiert, die bereits das Vorstellungsvermögen von „Normalbürgern“ drastisch übersteigen.
Doch es gibt eben auch die Fälle, in denen der Vorwurf erwiesen ist – und in denen eine kluge Verteidigungsstrategie, die (aufgrund von Erfahrung) vor Fehlern durch Zusatzbelastung von Opfern, vor einem Verschlimmern der Situation bewahrt. Dabei sind wir aus Überzeugung Strafverteidiger, aus der Überzeugung, dass eine Gesellschaft daran zugrunde geht, wenn nicht jeder Mensch ein Recht auf Verteidigung hat, die am Ende auch zur Qualitätssicherung von Urteilen gehört.
Wir verteidigen im Sexualstrafrecht!
Unsere auf die Strafverteidigung spezialisierte Kanzlei bietet profunde Verteidigung im Sexualstrafrecht: Keine Show, keine Nebelkerzen, kein Schönreden sondern Beweismittellehre und Kommunikationspsychologie. Denn am Ende zählt die Überzeugungskraft.
FAQ
Der Vorwurf der Vergewaltigung wirft bei Beschuldigten immer die gleichen drängenden Fragen auf: Soll ich mit der Polizei reden, droht Untersuchungshaft, wie realistisch ist ein Freispruch und welche Rolle spielen Aussagepsychologie und Gutachten. Die folgende FAQ bündelt die wichtigsten Fragen rund um den Vorwurf der Vergewaltigung und zeigt, welche ersten Schritte sinnvoll sind und warum frühzeitig ein spezialisierter Strafverteidiger eingeschaltet werden muss.

Vorwurf der Vergewaltigung: Was sind die ersten Schritte und was darf ich auf keinen Fall tun?
Erklären Sie sich nicht, sprechen Sie erst einmal mit niemandem aus Ihrem sozialen Umfeld. Vorverurteilung ist verbreitet und die schlimmsten Fehler sind dümmliche erste Reaktionen. Verbreitet ist auch das Löschen von Chat-Nachrichten, was auf keinen Fall plump und unüberlegt stattfinden sollte, da es die Arbeit des Verteidigers massiv erschweren kann und Kontrolle aus der Hand gibt. Es gibt keinen anderen Weg: Sichern Sie Beweise klug, sodass sie dauerhaft zur Verfügung stehen, und suchen Sie nach einem Anwalt, der bei Vergewaltigungs-Vorwürfen wirklich weiß, was zu tun ist.
Muss ich bei einer Beschuldigtenvernehmung wegen Vergewaltigung aussagen – oder sollte ich von meinem Schweigerecht Gebrauch machen?
Wenn eine Vergewaltigung vorgeworfen wird, kommt es nicht selten (aber auch nicht zwingend) zu einer Hausdurchsuchung. Dieser Moment ist ermittlungstaktisch bewusst als Überrumpelung ausgestaltet – und bei Vorwürfen im Sexualstrafrecht ist der Trieb, sich zu rechtfertigen, ohnehin nochmals deutlich höher. So schwer es ist: Reden Sie nicht, erklären Sie nichts.
Sie kennen bereits das in den Ermittlungen herrschende Narrativ nicht, sodass Sie gar nicht wissen, in welchen Kontext Ihre Aussagen durch Ermittler gepackt werden. Es gibt bei dieser existenzbedrohenden Situation nur einen Schritt: Suchen Sie einen Strafverteidiger, der weiß, was er tut. Er wird die Ermittlungsakte anfordern und Ihnen erklären, wie sich die Situation wirklich darstellt.
Wie hoch ist das Strafmaß bei Vergewaltigung (§ 177 StGB) – und welche Auswirkungen hat eine Verurteilung auf Beruf und Zukunft?
Wir reden über zwei Jahre Mindestfreiheitsstrafe, also steht beim Vorwurf der Vergewaltigung immer eine Haftstrafe im Raum. Eine Bewährung ist denkbar, aber nur, wenn man im Regelfall zielgerichtet auf der Mindeststrafe landet. Der Vorwurf ist dabei an sich bereits existenzvernichtend: das soziale Umfeld wendet sich schnell ab, Beziehungen werden zerstört und spätestens im Fall einer Haft ist der Beruf akut bedroht.
Droht bei einem Vergewaltigungsvorwurf automatisch Untersuchungshaft?
Es kommt stark auf den Einzelfall an. Jedenfalls ist eine Untersuchungshaft nicht automatisch ausgeschlossen, und speziell wenn man versucht hat, Druck auszuüben oder wenn mehrere Übergriffe im Raum stehen, droht die Haft als realistisches Szenario.
Aussage gegen Aussage bei Vergewaltigung: Welche Rolle spielen Aussagepsychologie und Beweiswürdigung?
Im Sexualstrafrecht ist es der Regelfall, dass man keine bis wenig objektive Beweismittel hat. Damit steht eine Aussage gegen Aussage im Raum – was aber die Verteidigung erschwert und gerade nicht den Freispruch näher in den Raum stellt! Viele glauben, dass bei wechselseitigen Aussagen eine Verurteilung unmöglich ist; dann aber könnten wir ja niemals Vergewaltigungen strafrechtlich verfolgen. Dieser Irrtum trägt auch dazu bei, dass viele so dumm sind, es „erst einmal“ ohne Verteidiger zu versuchen und damit den Boden endgültig vergiften. Die Rolle und die Gefahr von Indizien wie DNA-Spuren und vor allem Chats, die freier Würdigung unterliegen, sind nicht zu unterschätzen. Allein dass man bestreitet und das Gegenteil nicht zwingend nachweisbar ist, ist mit dem BGH jedenfalls kein Grund, dass nicht verurteilt werden kann. Nur ein wirklich in diesen Sachen erfahrener Strafverteidiger bewegt sich hier trittsicher.
Warum ist im Sexualstrafrecht ein auf Vergewaltigungsvorwürfe spezialisierter Fachanwalt für Strafrecht so wichtig?
Ganz einfach: Es gibt hier ganz empfindliche, eigene “Spielregeln”. Wer nach “Schema F” verteidigt, tut seinem Mandanten keinen Gefallen: Die Aussagewürdigung folgt ganz eigenen Sonderregeln ebenso, wie man erst mit hinreichender Erfahrung einschätzen kann, in welchen Kontext Chats und DNA-Treffer gepackt werden. Man erkennt zum Glück schlechte Anwälte in diesem Bereich rasch: Wenn sie einem pauschal erzählen, es sei einem ja nichts nachzuweisen, dann sind die Spielregeln im Sexualstrafrecht wohl nicht bekannt. Denn der hinreichende Nachweis als solcher ist gerade im Sexualstrafrecht nicht so ausschlaggebend wie bei vielen anderen Tatvorwürfen. Und erst ein in Sexualstrafsachen erfahrener Strafverteidiger wird Ihnen mit Nachdruck sagen können, wann ein Gericht voraussichtlich von Ihrer Sichtweise abrückt – auch wenn Sie das nicht hören wollen. Dabei sind genau die Dinge, die Sie nicht hören wollen, Ausdruck guter Strafverteidigung. Denn Selbstblendung und Hoffnung sind keine Strategie.
Unser Strafverteidiger-Notruf unter 0175 1075646 steht bei akuten strafrechtlichen Notfällen – etwa Hausdurchsuchung, Haftbefehl, Anklageschrift oder überraschendem Strafbefehl – zur Verfügung; es besteht keine garantierte Erreichbarkeit und keine SMS-Nutzung.
Mehr dazu: Haft | Haftbefehl | Hausdurchsuchung | Bewährungswiderruf | Beschuldigtenvernehmung | Vermögensarrest | Internationaler Haftbefehl | Anklageschrift erhalten | Strafbefehl | digitale Beweismittel
- Verbot verkleideter Telekommunikationsanlagen und der „Smarte Futterautomat“ - 15. Januar 2026
- Terrorgram-Studie zu “Teenage Terrorists” - 14. Januar 2026
- Phishing-Angriff auf Apple Pay: Bank muss mangels starker Kundenauthentifizierung erstatten - 14. Januar 2026
