Schlagwort: Social Engineering

Ob durch gefälschte E-Mails, falsche Identitäten oder gezielte Desinformation: Social Engineering zielt darauf ab, Opfer zur Preisgabe sensibler Daten oder Handlungen zu bewegen. Rechtlich relevant sind dabei vor allem Betrug, Computerbetrug (§ 263a StGB) oder Datenausspähung, während die Abgrenzung zu erlaubter Sozialtechnik oft schwierig ist. Diese Übersicht zeigt, wie Beschuldigte die Täuschungshandlung oder den Vorsatz bestreiten, Beweislücken bei der Kausalität aufdecken und eine überzogene strafrechtliche Bewertung entkräften können – besonders bei komplexen Angriffszenarien oder unternehmensinternen Vorfällen.

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf: Kontakt zu Rechtsanwalt Ferner im Raum Aachen

Rechtsanwalt Ferner in Alsdorf, Aachen; Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für IT-Recht in der Städteregion Aachen, leicht verfügbar für Betroffene in Alsdorf, Aachen, Würselen, Baesweiler, Herzogenrath, Eschweiler, Übach-Palenberg, Geilenkirchen und Aldenhoven
  • Phishing leicht gemacht mit ZPhisher

    Phishing leicht gemacht mit ZPhisher

    Dass die Einrichtung einer Phishing-Seite kein allzu großes Handwerk ist, dürfte keine Überraschung sein. Spannend aber ist es durchaus, wenn man sich kurz und praktisch vor Augen führt, wie leicht es mit den richtigen Tools ist. Dabei ist die Phishing-Seite als solche ohnehin nur der kleinste Anteil des Jobs.

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  • Preise im Darknet

    Preise im Darknet

    Aktuelle Darknet-Preise: Es gibt mit der aktuellen Analyse „Dark Web Price Index 2022“ sowie dem BKA-Cybercrime-lagebild 2021 einen Überblick über die Preise im Darknet für diverse Cyberkriminalität. Die Untersuchung mag man als statistische Erhebung betrachten, es wird nicht tatsächlich angekauft. Dabei ist es in der Tat so, dass gerne einmal betrogen wird, also eine Ware versprochen wird, man aber nach Zahlung gerade nichts oder nur mangelhaften Schrott erhält, gerade Scam ist sehr verbreitet. Die Macher der Analyse weisen insoweit selber offen darauf hin, dass es gerade dieser Umstand schwierig macht, verifizierte Preise zu erhalten, ohne die Artikel zu bestellen.

    Die Methode bestand dann wohl darin, Darknet-Marktplätze, Foren und Websites zu scannen, um einen Index der Durchschnittspreise für eine Reihe spezifischer Produkte zu erstellen. Es ging in dieser Untersuchung dabei nur um Produkte und Dienstleistunge, die sich auf persönliche Daten, gefälschte Dokumente und soziale Medien bezogen haben.

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  • IOCTA Report 2021: Cybercrime-Bedrohungen

    IOCTA Report 2021: Cybercrime-Bedrohungen

    EUROPOL hat den IOCTA Report 2021 vorgestellt. IOCTA steht für „INTERNET ORGANISED CRIME THREAT ASSESSMENT“ und versucht einen Überblick über die Bedrohungen durch organisierte Cyberkriminalität zu geben. Er ist ein ganz erheblicher Baustein, wenn man die Entwicklungen und den Aufbau von Cybercrime im aktuellen (internationalen) Kontext verstehen möchte.

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  • Ermittlungen in sozialen Medien durch Polizei immer wichtiger

    Ermittlungen in sozialen Medien durch Polizei immer wichtiger

    Gerade Kleinkriminelle unterschätzen massiv die Bedeutung sozialer Medien für die Polizei: In meinen Akten ist es nichts Besonderes mehr, dass Identifizierungen von Verdächtigen anhand von Fotos erfolgen, die man etwa in sozialen Netzwerken hochlädt. Auch gibt es Opfer von Straftaten, die selber in sozialen Medien suchen und mit Ausdrucken dann zur Polizei laufen. Zudem spielen auf Instagram oder YouTube hochgeladene Videos etwa im Nachgang zu illegalen Autorennen eine ganz besondere Rolle.

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  • Cybercrime: Wie Unternehmen mit Ransomware erpresst werden

    Cybercrime: Wie Unternehmen mit Ransomware erpresst werden

    Die Polizei Aachen hat eine recht beachtliche Pressemitteilung zum Umgang mit Cybercrime für Unternehmen herausgegeben, die auch hier aufgenommen wird. Man kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, hier nicht zu blauäugig zu sein – Mitarbeiter sind ein erhebliches Einfallstor für Angreifer, etwa über Fake-Support-Anrufe und natürlich mit den modernen Bestell-Maschen.

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  • Zahl der Cyberangriffe weiter steigend

    In einer Pressemitteilung weist der Bitkom darauf hin, dass die Cybersicherheit weiterhin ein erheblicher Stör- und Wirtschaftsfaktor für Unternehmen ist. Dabei wird von, durch Cybercrime gegen Unternehmen verursachten Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro gesprochen.

    Quelle: PM des Bitkom, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Angriffsziel-deutsche-Wirtschaft-mehr-als-220-Milliarden-Euro-Schaden-pro-Jahr

    Laut Pressemitteilung haben sich die durch Ransomware verursachten Schäden haben sich im Vergleich zu den Vorjahren 2018/2019 mehr als vervierfacht (+358 Prozent) – und ein Großteil der Angriffe beginnt wohl mit Social Engineering. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine andere Untersuchung.

    IT-Sicherheitsrecht & Sicherheitsvorfall

    Wir bieten für Unternehmen (nicht für Privatpersonen!) juristische Beratung bei einem Sicherheitsvorfall sowie im IT-Sicherheitsrecht: rund um Verträge, Haftung und Compliance wird Hilfe in der Cybersecurity von jemandem geboten, der es kann – IT-Fachanwalt und Strafverteidiger Jens Ferner bringt sein Fachwissen mit dem Hintergrund des Softwareentwicklers und Verteidigers von Hackern in Unternehmen ein!

    Der Vorteil liegt auf der Hand: Wo Phishing-Angriffe das Haupteinfallstor sind, muss man weniger in teure Zusatzprodukte als vielmehr in die Schulung seiner ohnehin wertvollsten Ressource investieren: Die eigenen Mitarbeiter vernünftig weiterzubilden, das Auge für Fake-Mails und Anrufe zu stärken, dürfte auch im nächsten Jahr ein lohnender Schritt sein im Kampf gegen Angriffe.

  • SIM-Swapping

    Das so genannte SIM-Swapping ist eine perfide Betrugsmasche, die vor allem auf Social-Engineering basiert: Man erschleicht so viele Informationen von potentiellen Zielen, bis man sich als diese ausgeben kann um sodann die Freischaltung von Ersatz-SIM-Karten zu erreichen. Damit erbeutet man quasi die SIM-Karte des Opfers und kann über dessen Nummer agieren; besonders beliebt natürlich bei eSIM.

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  • Betrügerische Anrufe

    Werden Sie von einer Nummer angerufen und ein englisch sprechender Mensch versucht Sie in ein Gespräch zu verwickeln? Seien Sie auf der Hut, hierbei wird es sich um Scam handeln – ich hatte soeben (endlich) einmal einen solchen Anruf, den ich nur aus Berichten kenne. Angerufen hatte eine angebliche Nummer aus Bayern auf meinem Notfallhandy, wobei solche Nummern problemlos gefälscht werden können.

    Der Anrufer – im Hintergrund hörte ich ein offenkundiges Call-Center – versuchte mich als erstes festzunageln, ob ich „Jens Ferner“ sei (ich melde mich nie mit vollem Namen) und sprach beharrlich Englisch. Ich selber habe beharrlich deutsch gesprochen, was ihn letztlich derart nervte, dass er unter entrüstet-genervtem Aufstöhnen irgendwann einfach auflegte, nachdem seine Hinweise, dies sei ein „serious call“ ungehört verhallten.

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  • Mediale Bias: Automatisierte Identifizierung von Medienverzerrungen

    Mediale Bias: Automatisierte Identifizierung von Medienverzerrungen

    Im Folgenden möchte ich kurz die Studie „Automated identification of media bias in news articles: an interdisciplinary literature review“ vorstellen, die sich mit der automatisierten Identifizierung von Medienverzerrungen in Nachrichtenartikeln beschäftigt. Diese Studie, verfasst von Felix Hamborg, Karsten Donnay und Bela Gipp, bietet einen umfassenden Überblick über die bestehenden Ansätze und Herausforderungen bei der Identifizierung von Medienverzerrungen.

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  • Wie Cyberkriminelle angreifen und menschliche Faktoren ausnutzen

    Wie Cyberkriminelle angreifen und menschliche Faktoren ausnutzen

    Die Studie „Cybercrime and You: How Criminals Attack and the Human Factors That They Seek to Exploit“ von Jason R.C. Nurse von der University of Kent liefert aufschlussreiche Erkenntnisse über die Art und Weise, wie Cyberkriminelle individuelle Opfer ins Visier nehmen.

    Die Studie konzentriert sich auf die verschiedenen Arten von Cyberkriminalität, die auf Individuen abzielen, und untersucht, wie kriminelle Motivationen und Schlüsselfaktoren der menschlichen Psychologie zum Erfolg von Cyberkriminellen beitragen. Es werden Bereiche wie Social Engineering, Online-Harassment, Identitätsdiebstahl, Hacking und DoS-Angriffe abgedeckt.

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  • IOCTA 2018 Report

    IOCTA 2018 Report

    Der IOACTA Repost 2018 von Europol („INTERNET ORGANISED CRIME THREAT ASSESSMENT“ – IOCTA) gibt einen Ausblick auf die Entwicklungen im Cybercrime wie sie von Europol für das Jahr 2019 erwartet werden und prognostiziert:

    • Ransomware retains its dominance
    • Production of CSEM („Child Sexual Exploitation Material“) continues
    • DDoS continues to plague public and private organisations
    • Card-not-present fraud dominates payment fraud but skimming continues
    • As criminal abuse of cryptocurrencies grows, currency users and exchangers become targets
    • Social engineering still the engine of many cybercrimes
    • Cryptojacking: a new cybercrime trend
    • Shutters close on major Darknet markets, but business continues

    Im Kern zeigen sich also keine wirklich neuen Trends, es geht um (marginale) Verschiebungen in der Bedeutung jeweiliger bereits bekannter Angriffsarten. Zum Cryptojacking wird ausgeführt:

    Cryptojacking is an emerging cybercrime trend, referring to the exploitation of internet users’ bandwidth and processing power to mine cryptocurrencies. While it is not illegal in some cases, it nonetheless creates additional revenue streams and therefore motivation for attackers to hack legitimate websites to exploit their visitor’s systems. Actual cryptomining malware works to the same effect, but can cripple a victims system by monopolising their processing power.

    IOCTA 2018 Report, Seite 8

    Soweit auf eine nur teilweise Illegalität verwiesen wird ist festzuhalten, dass hier regelmässig nach deutschem Recht eine Strafbarkeit vorliegen wird.

  • Cybercrime Report der ENISA für das Jahr 2018

    Die Europäische Sicherheitsagentur „ENISA“ („European Union Agency for Network and Information Security“) hat ihren Report zur Cybersicherheit für das Jahr 2018 veröffentlicht und kommt zu wichtigen wenn auch nicht ganz überraschenden Ergebnissen:

    • Mail- und Phishing-Nachrichten sind wichtigster Gegenstand von Malware-Angriffen
    • Das Krypto-Mining ist wesentlicher Bestandteil der Finanzierung für Cyber-Kriminelle
    • Staatlich gesponserte Agenten zielen zunehmend auf Banken ab, indem sie Angriffsvektoren verwenden, die bei Cyberkriminalität eingesetzt werden.
    • Kritisch sieht man das zunehmende Aufkommen von IoT-Umgebungen, da es aufgrund fehlender Schutzmechanismen in IoT-Geräten und -Diensten mit geringem Aufwand weiterhin leichte Angriffsziele sind.
    • Cyber Threat Intelligence muss auf zunehmend automatisierte Angriffe mit neuen Ansätzen für den Einsatz automatisierter Tools und Fertigkeiten reagieren.
    • Die öffentliche Hand muss sich attraktiver gestalten: Öffentliche Organisationen haben mit der Bindung von Mitarbeitern zu kämpfen, da sie stark mit der Industrie um die Gewinnung von Cybersecurity-Talenten konkurrieren.

    Die Einschätzungen spiegeln sich auch in den Statistiken wider, wo sich der allgemeine aktuelle Trend weg von der Ransomware zeigt:

    Der in englisch verfasste Report bietet einige gute Einblicke, ist allerdings auch sehr umfangreich. Es zeigt sich, dass Staaten auf nationaler Ebene dringend in Hinsicht auf aktive Maßnahmen reagieren müssen und dass die ersten Schritte in Deutschland (Kommando Cyber- und Informationsraum, Cyberagentur und Cybercrime-Zentren) weiter betrieben werden sollten.

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  • CEO-Fraud und Schadensersatz

    CEO-Fraud und Schadensersatz

    Ein Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 26. Oktober 2018 (Az. 6 O 72/17) beleuchtet zentrale Fragestellungen rund um den sogenannten CEO-Fraud. Dieses Phänomen, bei dem sich Täter als hochrangige Unternehmensmitglieder ausgeben, um finanzielle Transaktionen zu manipulieren, hat erhebliche rechtliche Implikationen. Die Entscheidung wirft insbesondere Licht auf die Verantwortung von Zahlungsdienstleistern und Unternehmen im Kontext nicht autorisierter Überweisungen.

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  • Rechnungsbetrug

    Beim Rechnungsbetrug geht es darum, dass auf irgendeinem Weg eine Rechnung am Ende im Raum steht, die seriös aussieht, die aber betrügerisch ist. Im einfachsten Fall geht es um eine nur scheinbar bestellte Dienstleistung und einen Dritten, der eine Geschäftsbeziehung schlicht vorgaukelt.

    Wesentlich komplexer ist der Rechnungsbetrug im eigentlichen Sinne: Hier wird – etwa durch Social Engineering oder CEO-Fraud – ermittelt, welche Geschäftsbeziehungen bestehen. Dann wird, etwa per Mail oder durch gefälschte Rechnungen, der Eindruck erweckt, die Bankverbindung des Geschäftspartners hat sich verändert und es wird zur Zahlung auf ein neues Konto aufgefordert.

    Hinweis: Erschreckend oft funktioniert diese Masche, auch bei ganz erheblichen Summen! In diesem Bereich habe ich Fälle vertreten, wo sich ein erschreckend naiver Umgang zeigte, etwa in dem kurzerhand per Mail mitgeteilte Bankverbindungen schlicht übernommen wurden.

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