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Cybercrime & IT-Strafrecht

SIM-Swapping

Das so genannte SIM-Swapping ist eine perfide Betrugsmasche, die vor allem auf Social-Engineering basiert: Man erschleicht so viele Informationen von potentiellen Zielen, bis man sich als diese ausgeben kann um sodann die Freischaltung von Ersatz-SIM-Karten zu erreichen. Damit erbeutet man quasi die SIM-Karte des Opfers und kann über dessen Nummer agieren; besonders beliebt natürlich bei eSIM.

EUROPOL wies im Februar 2021 darauf hin, dass eine entsprechende Masche gegen Prominente besonders erfolgreich war. Dabei weist EUROPOL zu Recht darauf hin, dass es nicht nur Prominente sind, die angegriffen werden. Jeder und jede mit einem Mobiltelefon kann Opfer von Sim-Swapping werden. EUROPOL gibt Tipps, die helfen können, den Kriminellen, die es auf Ihre persönlichen Daten abgesehen haben, einen Schritt voraus zu sein:

  • Halten Sie die Software Ihrer Geräte auf dem neuesten Stand
  • Beantworten Sie keine verdächtigen E-Mails und telefonieren Sie nicht mit Anrufern, die nach Ihren persönlichen Daten fragen
  • Begrenzen Sie die Menge an persönlichen Daten, die Sie online freigeben
  • Versuchen Sie, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihre Online-Dienste zu verwenden, anstatt sich einen Authentifizierungscode per SMS schicken zu lassen
  • Verknüpfen Sie, wenn möglich, Ihre Telefonnummer nicht mit sensiblen Online-Konten

Seien Sie Vorsichtig: Auch Heise berichtet von den immensen Schäden, die durch diese Masche verursacht werden können. Dabei bietet eine gekaperte SIM mitunter auch Zugriff auf weitere Accounts, da viele ihre Handynummer zum Login nutzen.

Rechtsanwalt Jens Ferner: Strafverteidiger & Fachanwalt für IT-Recht | Tel: 02404-92100
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