Für die Ermittler geht es nun von einem Erfolg in den nächsten: Das nach Encrochat beliebte „Sky ECC“ wurde nun hochgenommen und wohl seit Februar 2021 las man dort Nachrichten mit. Es dürfte davon auszugehen sein, dass entsprechend wie man es von Encrochat kennt, über Monate hinweg Aktionen von Ermittlern gegen Nutzer des Dienstes folgen werden.
Hinweis: Zum Thema Kryptomessaging und Beweisverwertungsverbot findet sich von RA JF in der Literatur eine Darstellung bei §174 TKG Rn. 4, 35 im BeckOK-StPO (Beweisverwertungsverbot und EUGH-Rechtsprechung) sowie in jurisPR-StrafR 11/2023 Anm. 4 (LG Darmstadt)!
Beachten Sie auch die zahlreichen Beiträge in unserem Blog zum Schlagwort „Kryptomessenger“!
So überraschend es ist, dass Kriminelle offensichtlich so dumm sind, zentrale Kommunikationsinfrastrukturen zu nutzen, so praktisch ist es für Ermittler, die nach einem Angriff auf diese Infrastruktur dann erst einmal mitlesen und auswerten können. Die aktuellen Vorgänge verdeutlichen dabei immens, warum Strafverteidiger dringend eine Spezialisierung vorweisen müssen, um bei Cybercrime-Taten mithalten zu können.
Digitale Beweismittel

Bei uns im Blog finden Sie eine Vielzahl von Beiträgen zu digitalen Beweismitteln, Rechtsanwalt Jens Ferner ist auf das Thema spezialisiert:
- Zugriffe der Polizei: WhatsApp-Nachrichten, Mails, TOR-Netzwerk, File-Carving, Predictive Policing und Kryptowährungen
- Zugriff auf Smartphones: Warum sind PINs gefährlich, wie arbeiten Ermittler und biometrische Merkmale dürfen erzwungen werden
- Digitale Beweismittel im deutschen Strafprozess
- Strafbarkeit wenn man sein Passwort nicht verrät?
- Foto von Fingerabdruck führt zu Encrochat-Nutzer
- Beiträge zu Encrochat
- Blackbox im PKW
- IT-Forensik: Welche Software nutzen Ermittler?
- Nachweis von Software-Urheberrechtsverletzung
- Wann ist eine Mail zugegangen?
- SIRIUS Report: Statistiken zur Verwendung digitaler Beweismittel in der EU
- EGMR zu digitalen Beweismitteln
- EUGH: Beweisverwertungsverbot bei mangelnder Verteidigung
- e-Evidence-Verordnung: Grenzüberschreitender Zugriff auf digitale Beweise in der EU ab 2026
- FernUSG-BGH-Urteil zu Online-Coaching: Aktueller Stand - 6. Februar 2026
- Hausdurchsuchung: Anonyme Anzeigen und vage Verdachtsmomente nicht ausreichend - 6. Februar 2026
- Softwareupdates im Vertragsrecht - 6. Februar 2026
