Das FBI soll die Freigabe eines Entschlüsselungsschlüssels fast drei Wochen lang zurückgehalten haben, der Gruppen, die durch den massiven Ransomware-Angriff auf den IT-Konzern Kaseya Anfang des Jahres lahmgelegt wurden, dabei hätte helfen können, ihre Netzwerke zu entsperren.
Zuerst hatte die Washington Post berichtet – inzwischen auch Heise – dass das FBI und andere Bundesbehörden die Entscheidung getroffen hatten, Kaseya den Schlüssel nicht zu geben, während sie eine Operation durchführten, um die Cyberkriminellen hinter dem Angriff anzugehen.
Spannend ist die Frage, ob dies auch in Deutschland möglich wäre oder ob Behörden den Schlüssel nicht direkt herausgeben müssen, um weiteren Schaden abzuwenden. Tatsächlich dürfte mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts anzunehmen sein, dass zumindest ein zeitweiliges Zurückhalten zulässig sein wird.
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