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Namensrecht: Unterschiedliche Vornamensgebung

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf: 02404 92100

Die Vornamensgebung für ein in Deutschland geborenes Kind türkischer Eltern ist abgeschlossen und rechtlich bindend, wenn der von den Eltern bestimmte Name in das deutsche Geburtenbuch eingetragen wird.

Diese Klarstellung traf das Oberlandesgericht (OLG) Hamm. Entsprechend bleibe nach Ansicht der Richter die Beurkundung eines anderen Vornamens in der später erfolgten Eintragung in das türkische Personenstandsregister für die Beurteilung der Richtigkeit der Namensführung ohne Bedeutung. Eine Berichtigung der Eintragung im Geburtenbuch könne auch im Lichte des verfassungsrechtlichen Schutzes des Persönlichkeitsrechts nicht erfolgen, wenn ein abweichender Vorname über lange Jahre hinweg geführt wurde. Dies gelte zumindest solange, wie der Betroffene nicht die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft habe, nach türkischem Recht eine Berichtigung der Eintragung des dortigen Personenstandsregisters und eine anschließende behördliche Änderung des Vornamens zu erwirken (OLG Hamm, 15 W 183/05).

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Von Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner ist Strafverteidiger und Fachanwalt für IT-Recht. Spezialgebiete von RA JF: Cybercrime, IT-Sicherheit, Softwarerecht, BTM-Strafrecht, Jugendstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht. Er ist Autor und hält Fach-Vorträge als Dozent zu den Themen Cybercrime, Strafprozessrecht, DSGVO, Cybersecurity und digitale Beweismittel inkl. Darknet- und Encrochat.

Unsere Rechtsanwälte sind spezialisiert auf Strafverteidigung im gesamten Strafrecht und IT-Recht, speziell bei Softwarerecht, DSGVO & IT-Vertragsrecht - mit ergänzender Tätigkeit im Arbeitsrecht sowie im digitalen gewerblichen Rechtsschutz.

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