Namensrecht: „Anderson“ ist kein zulässiger deutscher Vorname

Nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist es nicht zulässig, einem Jungen den Vornamen „Anderson“ zu geben. Dieser Name ist in Deutschland nur als Nachname gebräuchlich.

Das OLG hat darauf hingewiesen, dass es keine gesetzliche Regelungen über die Wahl des Vornamens gibt. Vornamen können daher grundsätzlich frei gewählt werden. Die Gerichte haben jedoch Regeln entwickelt, die die Freiheit der Namenswahl beschränken. So darf der Name das Kind nicht der Lächerlichkeit preisgeben. Er muss auch erkennen lassen, ob das Kind ein Junge oder ein Mädchen ist. Im vorliegenden Fall kam ein weiterer Grundsatz zur Anwendung: Namen, die als Familienname verwendet werden, dürfen nicht als Vorname gewählt werden. Zwar gibt es hiervon Ausnahmen: Namen, die traditionell sowohl als Vor- als auch als Nachname gebräuchlich sind (z.B. „Martin“ oder „Werner“), dürfen als Vorname gewählt werden. Für „Anderson“ trifft das aber nicht zu. Dieser Name ist in Deutschland bislang nur als Familienname gebräuchlich, nicht aber als Vorname (OLG Karlsruhe, 11 Wx 101/02).

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Von Rechtsanwalt Jens Ferner (Fachanwalt für Strafrecht & Fachanwalt für IT-Recht)

Unsere Kanzlei ist spezialisiert auf Strafverteidigung, Wirtschaftsstrafrecht und IT-Recht. Rechtsanwalt Jens Ferner ist Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für IT-Recht. RA JF ist Kommentator in einem StPO-Kommentar sowie Autor in zwei Fachzeitschriften im IT-Recht + Strafrecht, zudem Softwareentwickler. Seine Spezialität ist die Schnittmenge aus Strafrecht und IT, speziell bei Fragen digitaler Beweismittel & IT-Forensik.

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