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Emmerich: Das Recht der Leistungsstörungen

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Ein Buch, das mich wirklich begeistert hat, war „Das Recht der Leistungsstörungen“ von Volker Emmerich, erschienen in der Reihe „JuS Schriftenreihe“ beim Beck Verlag. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, denn was hier steht, ist in der Tat Pflichtstoff.

Die Leistungsstörungen sind im Schuldrecht immer der Schwerpunkt, doch wer mit bisherigen Büchern gelernt hat, der muss sich automatisch die Frage stellen, wie es denn sein kann, dass man bisher die Leistungsstörungen immer als Teil in einem Buch gelesen hat, während man hier gleich mehr als 450 Seiten zum Thema erhält. Die Antwort ist schmerzlich, aber passend: Es wurde bisher nunmal nirgendwo im Detail ausgeführt. Emmerich holt das nach – und er macht es gut.

Der Schreibstil ist nicht abgehoben, das Schriftbild flüssig – man kann es in Ruhe lesen und verstehen. Dabei orientiert sich das Buch an den 4 Strukturpunkten:

  1. Anfängliche Leistungsstörungen
  2. Nachträgliche Unmöglichkeit
  3. Leistungsverzögerung und Schuldnerverzug
  4. Sonstige Pflichtverletzung

Kritik muss ich dennoch erstmal anbringen, denn es nervt: Ich bin vielleicht ein „älteres Semester“, aber ich werde hoffentlich einer der letzten sein, der noch das so genannte „alte Schuldrecht“ von vor 2002 zu nutzen gelernt hat. In aktuelle lehrbücher gehört es vielleicht noch rein, da man immer noch die Möglichkeit von Langzeitverträgen berücksichtigen muss, doch sollte es in ein eigenes Kapitel ausgelagert werden. Dass man gleich zu Beginn von §3 damit genervt wird erkläre ich mir persönlich nur damit, dass der Autor hier früher das (damals aktuelle) Schuldrecht stehen hatte und beim Überarbeiten einfach ein „alte Fassung“ daraus machte. Schöner währe es, die Arbeit zu investieren, alles auszulagern in ein eigenes Kapitel „Altes Schuldrecht“, in dem man dann auch nochmal deutlich erklärt, warum das alte Schuldrecht durchaus von Interesse sein kann. Wenn auch sicherlich seltener im Uni-Alltag als später in der Praxis.

Abgesehen von der (kleinen) kritischen Anmerkung gibt es aber nur eine Empfehlung von mir: Das Buch vermittelt detailreich genau das, was man wirklich wissen muss um alle Fälle mit Leistungsstörungen zu lösen. Es mag zuerst ungewohnt sein, wenn man sonst um die 100-200 Seiten zum Thema durchgearbeitet hat, nun das gleiche auf doppelter Seitenzahl zu machen, doch ich prognostiziere schon nach 100 Seiten Einblicke, die man vorher nicht hatte. Und, ein wesentlicher Aspekt für diejenigen, die nur das nötigste Lernen: In diesem thematischen Gebiet gibt es kein „Lernen auf Lücke“, es gibt kein „minimum“ – hier gilt es details zu kennen. In diesem Buch steht nichts, was man im Examen nicht brauchen wird oder guten Gewissens nicht wissen dürfte.

Die Jurakopf-Einschätzung

Das Werk sollte Pflichtlektüre sein, für jeden Ausnahmslos. Selbst wer meint das Thema rundum zu behrrschen, sollte durchaus mal die Zeit investieren um hier hinein zu blicken. Das Buch ist mit 22,50 Euro nicht gerade günstig, aber auch nicht zu teuer und inhaltlich den Preis allemal wert. Ich kann beim besten Willen keine Einschränkung machen: Kauft es, lest es, behaltet und versteht es.

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