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Verbraucherrecht

Vorsicht Betrug: Die Deutsche Bundesinkasso GmbH schreibt für Deutsche Glücksspiele Zentrale

Betrügerische Abzocke von Verbrauchern geschieht normalerweise per Telefon oder E-Mail – dass per Post plötzliche Schreiben eintrudeln ist, auf Grund der – wenn auch überschaubaren – Portokosten immer noch eher selten. Wenn dann was kommt, muss es schon Eindruck schinden, und das versucht die nicht existierende „Deutsche Bundesinkasso GmbH“ in ihrem Schreiben gleich an mehreren Stellen:

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Man beachte die vielzähligen Qualitätsmerkmale:

  • Offizielles Wappen
  • Zertifizierungssiegel
  • Beeindruckendes hochseriös wirkendes Logo
  • Eine GmbH, gleich mit „r im Kreis“, also als angeblich eingetragene Marke
  • Keine ladefähige Anschrift, wohl aber eine professionelle GMail-Adresse

Angesichts dieser Fülle einschüchternder Merkmale werden wohl die wenigsten dazu kommen, auf die Details zu achten, wie etwa dass sich hinter der langen IBAN eine bulgarische Bankverbindung versteckt, während die Vorwahl 0041 in Richtung Schweiz zeigt. Mal abgesehen davon, dass es die „umseitige Forderungsaufstellung“ schon gar nicht mehr gibt. Da mag man die orthografischen Unsicherheiten dann auch gerne nachsehen, etwa wenn Vollmacht „versiechert“ wird. Die Lösung für Verbraucher: Papierkorb.

Rechtsanwalt Jens Ferner

Von Rechtsanwalt Jens Ferner

Ich habe mich als Strafverteidiger & Fachanwalt für IT-Recht spezialisiert auf Rechtsfragen rund um Strafrecht, Technik & Arbeitsrecht: IT-Recht, IT-Vertragsrecht, Softwarerecht, künstliche Intelligenz, Datenschutzrecht, Medienrecht ebenso wie IT-Arbeitsrecht, IT-Strafrecht, digitales Werberecht & Urheberrecht. Ergänzend bin ich bei Ordnungswidrigkeiten und im Unternehmensstrafrecht tätig.

Meine juristische Expertise ergänze ich mit umfangreicher technischer Erfahrung als Programmierer & Linux-Systemadministrator inkl. Netzwerksicherheit, IT-Forensik & IT-Risikomanagement.