Speziell zum Jahresende: Vorsicht vor gefälschten Rechnungen! (Update)

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Wir haben nun Ende Oktober und nähern uns ganz langsam dem Jahresende 2010 – das bedeutet: Es kommen nun zunehmend erste “Abschluss-Rechnungen”. Bei Verbrauchern sicherlich nicht ganz so gehäuft, wie bei Unternehmen. Erfahrungsgemäß versuchen Betrüger diese Zeit auszunutzen, um gefälschte Rechnungen zu versenden, in der Hoffnung, diese werden gerade jetzt nicht bemerkt. (Ebenso ist speziell die Weihnachtszeit eine Zeit, in der die Gutmütigkeit der Menschen versucht wird, auszunutzen – dazu aber ein andermal mehr).

Update: Die Verbraucherzenrale Sachsen warnt vor einer vermeintlichen Kreditkartenrechnung über 107,60 € (manchmal auch 49,95€), ausgestellt von der “Quadriga & Mar GmbH”. Hier wird für eine angeblich bestellte (Pre-Paid-)Kreditkarte abgerechnet, mit dem vollen Programm: Rechnungen, Mahnungen, Inkassoschreiben. Es gilt das übliche Verhaltensprinzip: Ruhig bleiben, ggfs. ein Mal widersprechen und bei einem (unwahrscheinlichen) gerichtlichen Mahnbescheid sofort einen Rechtsanwalt aufsuchen.

Aktuell warnt der Verband kommunaler Unternehmen vor gefälschten Stromrechnungen, die aussehen, wie die übliche Aufforderung zur Nachzahlung. Sind sie aber nicht, sondern schlicht ein Betrugsversuch. Der VKU verweist zu Recht darauf, dass man im Regelfall schon daran Betrugsversuche erkennt, dass die Kundennummer falsch ist bzw. ganz fehlt. Im Zweifelsfall: Das Servciecenter anrufen und die Sache kontrollieren lassen.

Wie weit das Ganze gehen kann, habe ich vor einiger Zeit erfahren: Ein falscher Schornsteinfeger gastierte in meiner Heimatgemeinde, ging von Tür zu Tür, fegte auch – und legte eine Rechnung vor, die treu gezahlt wurde. Untermalt wurde das mit einem Hinweis auf die EU-weite Öffnung des Schornsteinfegermarktes samt dem Hinweis darauf, dass er nun die Arbeiten ausführen würde. Das böse Erwachen kam, als der “echte” Schornsteinfeger kam, fegte und abrechnete. Bei dem einen war nicht mehr ans Geld zu kommen, bei dem anderen musste noch gezahlt werden.
Negativ anzumerken ist, dass der “echte” Schornsteinfeger nach meinem Eindruck wohl schon einige Zeit von den Vorfällen wusste und seine “Kunden” nicht informierte. Wie so oft bei Zwangsdienstleistungen fehlt hier wahrscheinlich das Bedürfnis, sich um seine Kundschaft auch zu sorgen – wer sich an so etwas stört, sollte sich nach wirklicher Öffnung des Marktes umgehend mit einem Anbieterwechsel bedanken.