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Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren: Schwierige Abwicklung mit der Santander Bank

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Bei der Rückforderung von gezahlten Bearbeitungsgebühren erweist sich vor allem die Santander Consumer Bank in der hiesigen Erfahrung als besonders nervig. Dabei gibt es kein für mich erkennbares Muster, wie man dort entsprechende Anfragen bearbeitet. Teilweise wird es derart grotesk, dass ich davon ausgehen muss, dass man selbst einfachste Sachverhalte gar nicht mehr aufarbeitet, sondern blindlings Serienbriefe verschickt – wohl in der vagen Hoffnung, dass trotz eindeutiger Sach- und Rechtslage nicht geklagt wird. Eben dies ist auch der Grund, warum ich nun endlich gleich mehrere Klagen vorbereitet habe, die in diesen Tagen gegen die Santander Bank eingereicht werden.

Santander Bank: Mischstrategie?

Insgesamt habe ich hier inzwischen zwei Linien feststellen können: Entweder es wird direkt gezahlt, dann auch die Kosten des jeweiligen Anwalts, oder es wird anteilig gezahlt, jedenfalls nicht die Kosten des eigenen Anwalts. Warum was wann geschieht kann ich nicht einordnen, ein Muster ist für mich nicht zu erkennen. Vollständige Zahlungsverweigerungen gab es dagegen hier nie.

Variante 1: Santander zahlt alles

Die angenehmste Variante ist die Ankündigung dass alles gezahlt wird, hier findet sich dann ein Schreiben ein mit dem eine Zahlung in Aussicht gestellt wird. Tatsächlich fand die Verbuchung der Zahlung in hiesigen Fällen dann auch zeitgleich mit dem Eingang der Mitteilung statt. Langes Diskutieren ist nicht notwendig, die Sache ist in weniger als einem Monat nach meine Tätigkeit erledigt – während Betroffene vorher teilweise wochenlang diskutieren mussten.

Variante 2: Santander zahlt den Betrag und keine Anwaltskosten

In einer anderen Variante kommt ein inhaltlich ebenso wenig nachvollziehbares wie ernst zu nehmendes Schreiben: Hier wird erklärt, dass irgendwann irgendeine Summe gezahlt wird, was für sich genommen schon herzlich wenig hilfreich ist. Tatsächlich wurde in sämtlichen Fällen dann aber doch tatsächlich die geforderte Summe angewiesen – ohne die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit. Diese seien nicht zu erstatten, da der Betroffene sich selber bei der Santander Bank hätte melden können. Das ist rechtlich sogar vollkommen korrekt – aber eben Unsinn, weil ich nur solche Fälle annehme, in denen die Bank zur Zahlung durch den Mandanten erfolglos unter Fristsetzung aufgefordert wurde. Oder kurzum: Ein Mandat nehme ich erst an, wenn die Bank bereits in Verzug ist. Und in diesem Fall sind die anwaltlichen Kosten problemlos zu zahlen. Wenn ich dann die Santander Consumer Bank darauf hinweise, dass teilweise bereits 2mal vor meiner Beauftragung nachweislich erfolglos (etwa per Einschreiben oder Fax) zur Rückzahlung aufgefordert wurde, kommt dann der Brief, mit dem nochmals darauf hingewiesen wird, dass man nicht sofort einen Rechtsanwalt beauftragen darf, sondern sich erst selbst um eine Abwicklung kümmern muss.

Übersetzt heisst das dann wohl, dass man dort nicht in der Lage ist, die selbst so derart einfache tatsächliche Frage zu prüfen, ob man bereits zur Zahlung aufgefordert wurde. Das Ergebnis: Es werden zahlreiche unnötige Klagen veranlasst, die von hier aus nun auch eingereicht werden.

Fazit: Rückzahlung mit und ohne Hürden

Betroffene sollten auf einer Rückzahlung bestehen. Die Aufforderung sollte nachweisbar per Einschreiben oder Fax oder klarer Fristsetzung erfolgen. Sobald das dann gescheitert ist: Ab zum Anwalt. Inzwischen sollte man auch darauf achten, dass allmählich das Jahresende nicht mehr in allzu weiter Ferner liegt – und am 31.12.2014 verjähren die Ansprüche aus 2011.

Achtung: Beachten Sie unsere weiteren Artikel zum Thema – insbesondere dazu, dass ggfs. Bearbeitungsgebühren bis zum Jahr 2011 und eventuell auch davor zurückgefordert werden können.

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