Bearbeitungsgebühren: Santander erklärt Anerkenntnis bei Klage wegen Anwaltsgebühren

Ich hatte bereits das Vorgehen der Santander Consumer Bank beklagt: Obwohl die Sachlage aus meiner Sicht eindeutig ist und man sich im Verzug befunden hat, weigerte sich die Santander, die Anwaltskosten zu zahlen. Auch Zinsen auf die zwischenzeitlich zurückgezahlte Bearbeitungsgebühr wurden nicht gezahlt. Ich hatte sodann Klage eingereicht und war gespannt, wie sich die Santander Bank verteidigen wird.

Nunmehr liegt die Entscheidung des Amtsgerichts Mönchengladbach vor: Die Santander Bank hat kurzerhand ein Anerkenntnis erklärt, dies in der Angelegenheit insgesamt, also sowohl bezüglich der Zinsen als auch bezüglich der Kosten meiner Tätigkeit.

So erfreulich es auch ist, dass hier nun endlich meine Mandantschaft das ihr zustehende Geld erhalten wird – es kostet gleichwohl massiv Zeit und ist schlicht unnötig gewesen. Nachdem ich hier auf einer Mehrzahl derartiger Antworten der Santander Consumer Bank “sitze”, in denen erklärt wurde dass meine Kosten nicht zu übernehmen sind, werden weitere derartige Klagen nun wohl folgen müssen.

Hinweis: Prüfen Sie genau, ob die gegnerische Bank sich bei Beauftragung Ihres Anwalts im Verzug befunden hat. In diesem Fall wird man immer gut überlegen müssen, ob man die Kosten des eigenen Anwalts wirklich nicht geltend macht (manche Mandanten haben hier tatsächlich Hemmungen). Dabei bedenken Sie, dass ein eventuell bestehender Anspruch auf Rückzahlung anwaltlicher Gebühren nach 3 Jahren verjährt – ab dem Zeitpunkt des Entstehens! Das bedeutet, es ist regelmässig davon auszugehen, dass hier geleistete Zahlungen eben nicht zum 31.12.2014 verjährt sein werden; Beispiel: Wurde ihr Anwalt von Ihnen im Jahr 2014 beauftragt, werden die Ansprüche zum 31.12.2017 verjähren.

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