Testamentsvollstrecker-Bestellung: Kein Beschwerderecht des Nachlassgläubigers

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Dem gewöhnlichen Nachlassgläubiger steht kein Beschwerderecht gegen die ablehnende Entscheidung des Nachlassgerichts zu, einen Testamentsvollstrecker zu ernennen.

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Erbrecht

Mit dieser Entscheidung wies das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf die Beschwerde eines Gläubigers des Verstorbenen zurück. Dieser wollte einen Testamentsvollstrecker eingesetzt haben, um seine Forderung besser realisieren zu können. Als das Nachlassgericht die Ernennung eines Testamentsvollstreckers ablehnte, legte er hiergegen Beschwerde ein.

Das OLG begründete die Zurückweisung der Beschwerde wie folgt: Das Gesetz sehe vor, dass das Nachlassgericht die Beteiligten vor der Ernennung hört. Ein gewöhnlicher Nachlassgläubiger sei aber kein solcher “Beteiligter”. Dazu zählten nur diejenigen, die kraft ihrer erbrechtlichen Stellung ein berechtigtes Interesse an der Ernennung hätten. Es könne nicht Aufgabe des Nachlassgerichts sein, vor der Ernennung eines Testamentsvollstreckers jeden einzelnen gewöhnlichen Nachlassgläubiger anzuhören (OLG Düsseldorf, I-3 Wx 266/03).

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