Sorgfaltspflicht: Auftraggeber muss vor Weiterverarbeitung Arbeit des Subunternehmers prüfen

Ein Bauunternehmer, der einen Subunternehmer mit der Herstellung eines Gewerks beauftragt, verletzt seine Sorgfaltspflicht, wenn er auf diesem Gewerk aufbaut, ohne es vorher zu prüfen. Hätte er bei der gebotenen Prüfung einen Fehler des Vorgewerks feststellen können, würde ihn ein Mitverschulden an dem durch den Fehler des Vorgewerks entstandenen Schaden treffen.

Hierauf wies der Bundesgerichtshof (BGH) im Rechtsstreit eines Bauunternehmers hin, der in einem Haus eine Fußbodenbeschichtung aufbringen sollte. Da der Untergrund eine Altbeschichtung und Filzreste aufwies, beauftragte dieser einen Subunternehmer mit dem Abfräsen des Bodens. Nach anschließender Reinigung brachte er seine Bodenbeschichtung auf. Wenige Monate später löste sich diese an mehreren Stellen ab.

Im vorliegenden Fall hatte sich der Bauunternehmer aber richtig verhalten und entging daher einer Haftung: Er hatte den Boden geprüft und die Arbeiten für ordnungsgemäß erachtet. Selbst ein Vertreter der Herstellerfirma des Beschichtungsmaterials hielt den Boden zur weiteren Bearbeitung für geeignet (BGH, VII ZR 205/02).

Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner - Fachanwalt für Informationstechnologierecht: Ich biete eine fokussierte Tätigkeit auf den Bereich Strafrecht, IT & Medien. Ergänzend dazu bin ich im Arbeitsrecht & Vertragsrecht sowie für Verbraucher vor Ort im Familienrecht & Erbrecht tätig. Eine umfassende Betreuung von Handwerkern, Agenturen & Unternehmen wird geboten. Kern meiner Tätigkeit ist das Prozessrecht, ganz besonders im Bereich IT-Prozess sowie Klageabwehr im Zivilprozess. Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100. Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail oder Telefon anbieten - es gibt in unserer Kanzlei auch keinerlei kostenlose Tätigkeit!