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Architektenvertrag: Fristlose Kündigung nur bei vorheriger Aufforderung zur Nachbesserung

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Es liegt kein wichtiger Grund zur Kündigung des Architektenvertrags vor, wenn der Bauherr zögerliche und unvollständige Bearbeitung kritisiert, ohne den Architekten zuvor zur Nachbesserung aufgefordert zu haben.

Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Celle im Fall eines Architekten, dem vom Bauherren fristlos gekündigt wurde und der daraufhin sein Honorar einklagte. Das OLG machte deutlich, dass der Architekt auch einen Honoraranspruch für teilweise noch nicht erbrachte Leistungen geltend machen kann. Diese Leistungen waren nämlich nur infolge der fristlosen Kündigung des Bauherren unterblieben. Gründe für eine fristlose Kündigung lagen hier aber nicht vor. Auch wenn der Bauherr mit den Arbeiten bzw. der „Bearbeitungsgeschwindigkeit“ des Architekten nicht zufrieden war, hätte er den Architekten vor der fristlosen Kündigung auffordern müssen, seine Leistung nachzubessern. Hierzu hätte beispielsweise die Aufforderung gehört, fehlende Unterlagen innerhalb einer angemessenen Frist zu erstellen und nachzureichen (OLG Celle, 14 U 19/02).

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