Architekt: Honorar kann nicht von höherer als der vereinbarten Bausumme verlangt werden

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Vereinbart ein Bauherr mit seinem Architekten eine Bausumme als festen Kostenrahmen, dann bildet dieser Betrag die Obergrenze der berechenbaren Kosten für die Honorarrechnung des Architekten.

Mit dieser Begründung wies der Bundesgerichtshof (BGH) die Honorarklage eines Architekten zurück. Dieser war zuvor vom Bauherrn fristlos gekündigt worden, da er den vereinbarten Kostenrahmen erheblich überschritten hatte. Die Schlussrechnung basierte auf den in seiner Planung zu Grunde gelegten Kosten, die den Kostenrahmen um fast die Hälfte überstiegen.

Der BGH wies darauf hin, dass das vereinbarte Honorar die Gegenleistung für das vertragsgerecht erstellte Werk ist. Überschreitet die Planung des Architekten die vereinbarten Kosten, ist sie mangelhaft. Der Architekt kann dann die Differenz, um die die tatsächlichen die vereinbarten Kosten übersteigen, bei der Berechnung seines Honorars nicht zusätzlich zu Grunde legen. Die Berücksichtigung dieser Differenz würde dazu führen, dass der Architekt wegen der Mangelhaftigkeit seines Werks eine höhere Vergütung erhalten würde, als sie ihm für eine vertragsgerechte Leistung zustehen würde (BGH, VII ZR 362/01).