Windenergie-Anlagen: Lärm muss auch im Außenbereich hingenommen werden

Bei der Bewertung der Zumutbarkeit der von einer Windenergieanlage ausgehenden Lärmimmission sind nur objektive Umstände von Bedeutung. Die persönlichen Verhältnisse und besonderen Empfindlichkeiten einzelner Betroffener sind unbeachtlich.Mit dieser Entscheidung hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster die Klage eines Anwohners abgewiesen. Der Anwohner wandte sich mit seiner Klage gegen die Genehmigung einer über 300 Meter von seinem Wohnhaus entfernten Windenergieanlage mit einer Nennleistung von 500 kW und einer Gesamthöhe von über 80 Metern. Die zuständige Baubehörde hatte den Bau der Windenergieanlage im ländlichen Bereich (Außenbereich) einer Stadt genehmigt.

Das OVG begründete die Klageabweisung damit, dass sich die Zumutbarkeit der von der Windenergieanlage ausgehenden Lärmimmission nach der technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) richtet. Der vorgegebene Grenzwert war hier nicht überschritten. Den im Außenbereich wohnenden Anwohnern war der Lärmpegel zuzumuten, auch wenn die Umgebung ihres Hauses im Übrigen besonders ruhig war (OVG Münster, 7 A 2127/00).