Was bitte ist ein „Kennzeichenirrtum“?

Man lernt ja nie aus: Für eines unserer Fahrzeuge kam eine „Knolle“. Zu einem Datum und einer Uhrzeit, zu welcher der Fahrer & Halter des Fahrzeugs nachweislich im Gerichtssaal saß (Gerichtsprotokoll sowie Ein- und Ausfahrprotokoll der Parkgarage lassen keinen Raum für Zweifel), soll das Fahrzeug an einem seltsamen Ort der Aachener Innenstadt abgestellt worden sein. Auch wenn die „Knolle“ nur 5 Euro betrug, wurde die Ordnungsbehörde angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Es erfolgte eine einzeilige Antwort: „Auf Grund ihres Schreibens vom … habe ich bemerkt, dass ein Kennzeichenirrtum vorlag und das Verfahren eingestellt“.

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Bussgeldrecht

Es verbleibt die einsame Frage, was genau ein „Kennzeichenirrtum“ sein soll – und wie oft der wohl (unentdeckt) vorkommt.