Verkehrsunfall weil Warndreieck vergessen: 50-prozentige Mithaftung

Anwalt für Verkehrsrecht und Strafrecht in Alsdorf: Rechtsanwalt Dieter Ferner, Fachanwalt für Strafrecht, ist Ihr Ansprechpartner zum Strafrecht und Verkehrsrecht in der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf. Er steht Ihnen im gesamten Strafrecht und Verkehrsrecht, auch bei einem Verkehrsunfall, zur Verfügung.

Besprechungstermin in vereinbaren: 02404-92100 | Anwalt für Strafrecht | Anwalt für Verkehrsrecht

Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail anbieten und dass wir nicht tätig sind, wenn sich Gerichtsstand oder Auftraggeber ausserhalb der Regionen Aachen, Heinsberg, Düren, Düsseldorf oder Köln befinden.

Das Oberlandesgericht Hamm (26 O 12/13) hatte sich mit einem Nothalt auf der Autobahn zu beschäftigen. Ein Autofahrer musste sich wohl während der Fahrt übergeben und hat dann notgedrungen angehalten. Er hatte allerdings nicht sofort als erstes nach dem Halt ein Warndreieck aufgestellt, sondern vielmehr sich selbst gesäubert und einen Eimer entleert. Es kam dann zu einem Unfall – und es wurde um seinen Haftungsanteil gestritten. Letztlich wurde er zu 50% heran gezogen.

So sehr der Vorfall menschlich auch verständlich ist, man muss sehen, dass gleichwohl hierdurch die Gefahr auf der Autobahn spürbar erhöht wurde. Hintergrund ist unter anderem, dass der Verkehr auf einer Autobahn wegen des entsprechenden Verbots grundsätzlich nicht mit haltenden Fahrzeugen rechnen muss. Ein Anhalten ist insofern nur in zwingenden Fällen erlaubt, wobei die Straßenverkehrsordnung dann notwendige Sicherungsmaßnahmen, insbesondere das sofortige Aufstellen eines Warndreiecks, vorsieht.

Das Anhalten selbst begegnet dabei zu Recht auch bei Gericht keinerlei Bedenken, dieses war in jedem Fall gerechtfertigt. Das Gericht macht dem Fahrer dabei auch keine Vorwürfe dahingehend, dass er sich erst selbst gesäubert hat. Vielmehr kann dies letztendlich dahinstehen bleiben, da sich objektiv nun einmal die Gefahr erhöht hat und sich damit dann letztlich die vom Fahrzeug ausgehende Betriebsgefahr erhöhte. Das Oberlandesgericht ging letztendlich davon aus, dass die Betriebsgefahr des Fahrzeugs in diesem Fall mit mindestens 50 % anzusetzen ist.