Verkehrsunfall: Bis zu 10.000 Euro Regress bei doppelter Obliegenheitsverletzung

Das AG Montabaur (10 C 276/11) erinnert an frühere BGH-Rechtsprechung (BGH, IV ZR 216/04), wobei der BGH seinerzeit entschieden hat:

Verletzt der Versicherungsnehmer eine Obliegenheit vor (hier: Trunkenheitsfahrt) und eine weitere nach Eintritt des Versicherungsfalles (hier: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort), können die Beträge, bis zu denen der Versicherer Leistungsfreiheit in Anspruch nehmen kann, addiert werden.

Sprich: Wer zuerst den Unfall verursacht hat weil er betrunken fuhr und dann auch noch flüchtet, der muss damit rechnen, dass der Regressanspruch des Versicherers ihm gegenüber verdoppelt wird. Es werden aus 5000 Euro also 10000 Euro, die der Versicherer von dem Fahrer zurückfordern kann. Dass das AG Montabaur in einem gleich gelagerten Fall nun ebenso entschieden hat dürfte nicht überraschen, eben dies sollte jedem Versicherungsnehmer klar sein – es droht ein saftiger Regress, wenn man es nur immer noch schlimmer macht.

Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
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Rechtsanwalt & Fachanwalt für Informationstechnologierecht Jens Ferner: Ihr Anwalt in Alsdorf für die Region Aachen & Heinsberg. RA Jens Ferner bietet eine ausgewogene Mischung aus Beratung in Lebenslagen für Verbraucher und fokussierter Tätigkeit im Bereich IT, Strafrecht & Medien für Unternehmen. Dabei wird eine umfassende Betreuung von Handwerkern & Unternehmen geboten. Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100 Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail anbieten und dass wir nicht tätig sind, wenn sich Gerichtsstand oder Auftraggeber ausserhalb der Regionen Aachen, Heinsberg, Düren, Düsseldorf oder Köln befinden.