Warum erhalten wir negative Bewertungen bei Google?

Leider ist es so, dass wir uns oft mit unberechtigten negativen Bewertungen bei Google herumschlagen müssen. Die häufigsten Gründe sind aus unserer Sicht:

  1. Rachebewertungen von Gegnern, die nach verlorenem Streit versuchen auf diesem Weg noch einen “zu drücken”;
  2. Abfällige Bewertungen von ehemaligen Mandanten, nachdem man unsere Rechnung nicht bezahlt hat und jetzt versucht hier zu ärgern;
  3. Es kam auch schon vor, dass wir negativ bewertet wurden, weil man meint, es sei unverschämt dass wir nicht kostenlos helfen.

In allen Fällen unberechtigter Bewertung gehen wir ausnahmslos rechtlich vor, insbesondere mit Abmahnungen und Strafanzeigen, bisher erreichten wir regelmäßig Löschungen, allerdings kostet dies Zeit. Als Nutzer im Internet sollten Sie vorsichtig mit Bewertungen umgehen, es gibt keine Kontrolle ob diese Echt sind oder überhaupt von Mandanten stammen oder unter welchen Umständen diese geschehen. Insbesondere Bewertungen ohne Text oder wenn es gleich die geringste Wertung sein muss sollten bei jeder Bewertung zu kritischer Prüfung anhalten.

Warum rufen wir bei Erstkontakt nicht zurück nach einer Mail?

Es ist für uns sehr verständlich, dass Interessenten nicht Verstehen, warum wir auf Rückrufbitten in Erstkontakt-Mails nicht reagieren – tatsächlich würden wir gerne zurück rufen, wir sehen hier aber erhebliche Probleme. Das Kernproblem ist, dass wir zwar eine Mail erhalten haben, aber nicht nachprüfen können, ob derjenige der uns die Mail gesendet hat, auch derjenige ist, dem die genannte Rufnummer zuzuordnen ist. Dies kann zum einen zu datenschutzrechtlichen Problemen führen.

Wichtiger ist aber etwas, was nicht auf Anhieb zugänglich ist: Wir waren in wettbewerbsrechtlichen Verfahren tätig, wo es zu Abmahnungen kam, weil nach einer Email ein telefonischer Kontakt zu Stande kam, wobei in der Mail unberechtigt eine fremde Rufnummer genannt wurde. Um das zu umgehen bitten wir darum, dass Sie immer in der Kanzlei von sich aus anrufen. Wir nutzen Telefonnummern nur, wenn uns diese persönlich vor Ort in der Kanzlei bei der Mandantsaufnahme genannt wurden.

Ab wann lohnt sich ein Anwalt?

Wir sind nur ausnahmsweise bei Streitwerten unter 750 Euro tätig und vorzugsweise wenn, dann nur für Mandanten die uns schon vorher in anderer Sache beauftragt haben oder wenn eine Rechtsschutzversicherung mit Deckungszusage für diesen Streitfall existiert. Auch dies führt oft zu Missverständnissen, gerade weil manche Mandanten glauben, es geht darum, dies sei nicht “lukrativ” genug – was aber für uns keine Rolle spielt, zumal dies aus unserer Sicht bei zeitbasierten Honoraren ohnehin egal wäre. Dabei ist diese Grenze von uns nicht willkürlich gewählt sondern dient dem Interesse unserer Mandanten.

Anders formuliert steht dahinter die Überlegung: Wann lohnt sich – jedenfalls wirtschaftlich unter Zugrundelegung gesetzlicher Gebühren nach RVG – die Beauftragung eines Anwalts?

Mindestkosten eines Anwalts bei bis zu 500 Euro Streitwert

Wenn Sie sich für einen Betrag bis 500 Euro streiten steht ein Prozesskostenrisiko (bei vorheriger aussergerichtlicher Tätigkeit und Anwälten für jede Partei) von etwa 469 Euro im Raum. Egal ob 1 Euro, 10 Euro, 100 oder 499 – der Gebührenrahmen ist hier der gleiche!

Wenn Sie sich dann vergleichen entstehen Kosten insgesamt in Höhe von 506 Euro im Raum. Je nach Kostenquote die am Ende im Raum steht machen die Kosten dabei einen Grossteil dessen aus, was da eigentlich im Streit steht. Bereits hier sollten erhebliche wirtschaftliche Zweifel aufkommen, wie sinnvoll jedenfalls bis 500 Euro (dies ist der Mindeststreitwert der anzusetzen ist) überhaupt ist.

Vereinfachtes Verfahren bei bis zu 600 Euro Streitwert

Was viele Laien dann nicht wissen: Bei einem Streit bis 600 Euro kann entsprechend §495a ZPO das vereinfachte Verfahren angeordnet werden, das auch der Regelfall sein dürfte. Dieses Verfahren ist teilweise gerade was die Überzeugungsbildung des Richter angeht recht undankbar und – was noch gravierender sein dürfte – entsprechend §511 Abs.2 Nr.1 ZPO wird bei einem Streitwert bis zu 600 Euro keine Berufung im Raum stehen. Das heisst, das Verfahren läuft mitunter äusserst unbefriedigend und kann nicht einmal durch eine höhere Instanz überprüft werden. Dabei liegt dass Prozesskostenrisiko bei 600 Euro Streitwert sogar bei ca. 768 Euro (bei Vergleich liegt es bei ca. 850 Euro), das Kostenrisiko ist also deutlich höher als der Streitwert! Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein Anwalt vor allem Sinn macht, wenn man über dieser Schwelle liegt.

Prozesskostenrisiko wiegt Streitwert auf bei ca. 750 Euro

Am Ende kommen wir bei einfacher Berechnung zu dem Ergebnis, dass jedenfalls bei 750 Euro wenigstens das Prozesskostenrisiko in etwa dem Streitwert entspricht und zusätzlich eine nächstinstanzliche Überprüfung im Raum steht. Tatsächlich haben wir den Betrag bereits abgerundet, erst ab 800 Euro dürfte ein wirkliches Übersteigen der Prozesskostenrisiken im Raum stehen.

Gleichwohl war es unser Ziel, eine ausgewogene Überlegung zu präsentieren zu der häufigen Frage, ab wann sich zumindest wirtschaftlich aus unserer Sicht ein Anwalt “lohnt”. Häufig kommen andere Fragen hinzu, wie persönlicher Ärger oder im Raum stehende nachfolgende Streitigkeiten – hier ist am Ende die Einzelfallbetrachtung geboten.

Warum sind wir regional orientiert und für Verbraucher nicht bundesweit tätig?

Tatsächlich waren wir viele Jahre bundesweit tätig und haben auf diesem Weg viele Erfahrungen mit der bundesweiten Tätigkeit gesammelt. Das Wichtigste für uns dabei ist: Wir möchten vor Ort tätig sein, die Mandanten kennen, persönlich sprechen und die Ansprechpartner in den Gerichten kennen. Bei uns gilt: Bitte sehen Sie als Verbraucher ausserhalb der Region Aachen/Heinsberg/Düren von Anfragen generell ab!

Aus unserer Sicht überwiegen – mit Ausnahmen, siehe unten – letztlich aber auch grundsätzlich die Nachteile bei der Beauftragung eines auswärtigen (gemeint ist “weit entfernten”) Anwalts, so ist insbesondere aus unserer Sicht zu sehen:

  • Die Kommunikation leidet – man kann sich nur mit erhöhtem Aufwand zusammen setzen, am Ende läuft es auf Telefonate und Mails hinaus. Wir bevorzugen aber den persönlichen Kontakt, das gemeinsam zusammen sitzen, sich in die Augen sehen und besprechen. Gerade in unerfreulichen Situationen, also insbesondere wenn ein Prozess nicht wie erwünscht verläuft, ist diese Besprechung aber für uns zu bevorzugen.
  • Die Kosten können erheblich sein – auch wenn man gewinnt! Beispiel: Jemand aus Hannover wird in Hamburg verklagt und beauftragt in Aachen einen Anwalt. Auch wenn man dann gewinnt sind nur die Kosten eines Anwalts vor Ort am Gerichtssitz oder bei sich selber vor Ort vom Gegner zu erstatten. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Reisekosten kann am Ende offen bleiben, obwohl man gewonnen hat. Gerade bei Verbrauchern ist dies ein Aspekt, der unbedingt beachtet werden sollte.
  • Man kennt die Gerichte – wir betrachten es als erheblichen Vorteil, dass wir in unserer Region die für uns wichtigen Gerichte kennen. Wir kennen Richter, Geschäftsstellen und Ansprechpartner samt Gepflogenheiten. Das ist bei auswärtigen Gerichten nicht so, dabei ist dies ein Vorteil, der aus unserer Sicht nicht zu verachten ist und auf den wir Wert legen.
  • Es gibt Ausnahmen für Unternehmen, wenn man in einem wirklichen Spezialbereich einen Anwalt mit sehr spezifischer Kenntnis benötigt und hierbei nur eine begrenzte Zahl von Anwälten zur Verfügung steht. Aus unserer Sicht ist dies im IT-Recht und insbesondere Softwarerecht der Fall, weswegen Rechtsanwalt Jens Ferner im IT-Recht ausnahmsweise für Unternehmen bundesweit zur Verfügung steht.

Warum bevorzugen wir Telefonate & persönliche Besprechungen – keine Mails?

Wenn Sie eine Email senden beachten Sie bitte, dass im Zweifel eine Antwort auf eine Mail bei uns immer länger dauert als ein Telefonat. E-Mails werden bei uns an Feiertagen sowie Freitags bis Sonntags grundsätzlich nicht bearbeitet und im Übrigen benötigen Antworten auf Mails bei uns 2-3 Werktage. Wir bieten keine Beratung per Mail, auch keine Terminsvergabe per Mail. Wenn es wichtig oder dringend ist rufen Sie bitte immer an!

Wir mögen keine Mails: Die Kommunikationskultur ist häufig grausam, das Verfahren ist unsicher – und was noch schlimmer ist: Mails sind erheblich Fehleranfällig. Aus dem Grund melden Sie sich immer persönlich, insbesondere wenn Fristen laufen oder wichtige Mitteilungen zu machen sind. Niemals beschränken Sie sich auf eine reine Mail!

Das Wesentliche dazu aus unserer Sicht:

  1. Mails sind fehleranfällig. Mailserver der grossen Anbieter sind mitunter so konfiguriert, dass kleinere Anbieter Probleme haben (dazu Heise.de im Dezember 2018), teilweise merkt man nicht einmal ob eine Mail zugestellt wurde oder nicht. Das Risiko, das eine wichtige Mitteilung nicht zugestellt wurde sollte allen Beteiligten zu hoch sein – nutzen Sie die Möglichkeit, uns persönlich zu erreichen und unmittelbar wichtige Mitteilungen zu übergeben.
  2. Mails sind unsicher. Es gibt die Möglichkeit Mails zu verschlüsseln, dies tut aber faktisch niemand (obwohl wir es gerne Anbieten). Mangels Signatur weiss man nie, ob die versendete Mail wirklich von dem stammt der angeblich dahinter steht – bedenken Sie bitte auch, dass wir schon erlebt haben, dass etwa Ex-Liebhaber auf Mail-Accounts unerwünscht Zugriff genommen haben, dies ist bei uns kein nur theoretisches Szenario. Wir bieten allerdings GPG-Schlüssel für verschlüsselte Kommunikation.
  3. Mails verleiten zu unsauberer Kommunikation. Mails Sonntags um 3 Uhr morgens versprechen schon selten Gutes. Allzu oft merkt man, dass Absender einfach “nur mal schnell” etwas erledigt haben wollten, da kommen dann halbgare Mails bei rum, zu denen es Rückfragen gibt (also weitere Anschlussmails) oder die so unüberlegt sind, dass man selber nach 30 Minuten eine weitere Mail hinterher schreibt mit Klarstellungen, um dann nach 60 Minuten zu schreiben, man soll die voran gegangenen Mails gleich ganz ignorieren. Dies ist alles kein zwingendes Argument gegen Mails und stark situationsabhängig – derart ärgerlicher Mehraufwand kann aber gleich vermieden werden, wenn man sich vertraulich zusammen setzt.

Hinweis: Gerade im Hinblick auf die Empfehlungen der Landesdatenschutzbeauftragten NRW empfehlen wir grundsätzlich, im Mandatsverhältnis möglichst viel unter vier Augen im persönlichen Gespräch zu kommunizieren und vom Versand sensibler Informationen per Mail abzusehen!

Warum empfehlen wir keine Kollegen?

Weil es ständig zu Problemen führte: Wir wissen nicht, ob der Kollege die konkrete Sache wirklich bearbeitet, ob er Zeit hat, ob er krank ist. Wenn dann irgendwo Unzufriedenheit herrscht, sind wir es am Ende auch noch “schuld”. Aus dem Grund nutzen Sie Webseiten wie Anwalt.de um nach Anwälten zu suchen, wir mögen keine Empfehlung mehr aussprechen und tun es auch nicht.

Warum vergeben wir keine Termine per Mail?

Weil es nicht funktioniert und unnützer Mehraufwand ist. Per Mail einen auf beiden Seiten freien Termin abzustimmen ist nervig und kostet erheblich mehr Zeit, als kurzerhand anzurufen. Unsere Mitarbeiter in unserem Büro sind telefonisch erreichbar, blicken einmal in den Kalender und können in Echtzeit den Termin mit Ihnen abstimmen. Darum: Rufen Sie für einen Termin an unter 02404-92100.