Ruthig/Storr: Öffentliches Wirtschaftsrecht

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Der Bereich „Öffentliche Wirtschaftsrecht“ rückt zunehmend in den Fokus der Ausbildung – ich war ganz überrascht, als ich zum ersten Mal ein Buch dazu in der Hand gehalten habe und habe es damals auch gleich verschlungen (obwohl mein Schwerpunkt ja das Strafrecht ist).

Das mir nun vorliegende Buch habe ich gerne auch gelesen, dafür aber sehr lange gebraucht, denn: Es ist hervorragend detailliert. Und damit wohl nicht für alle Jura-Studenten geeignet. Die einzige Kritik ist also, dass es insgesamt zu gut ist.

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Sodan/Ziekow: Grundkurs öffentliches Recht

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Und noch ein Sammelband, der sich das hoch gesteckte Ziel gesetzt hat, das Öffentliche Recht als Basiskurs in einem Buch unter zu bringen. Und schon im Vorwort merkt man, wie weit das geht:

Verfassungsrecht einschließlich Verfassungsprozessrecht, Verwaltungsrecht einschließlich Verwaltungsrecht BT und Verwaltungsprozessrecht – jeweils mit Bezügen zum Europarecht.

Die Verfasser werben damit, dass in diesem Buch die Lektüre aus gut 1500 Seiten zusammengefasst wurde. Wenn man das Buch erstmals in der Hand hat, ist man da skeptisch.

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Juristische Ausbildungs-Literatur zum Staatsorganisationsrecht (Empfehlung)

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Im Staatsorganisationsrecht fällt es mir sehr schwer, Empfehlungen auszusprechen. Von beiden Büchern bin ich begeistert: Sowohl der Degenhart als auch der Gröpl überzeugen auf der ganzen Linie. Als Einschätzung von mir nur so viel:

Ich finde den Gröpl doch zugänglicher, auf jeden Fall im Schriftbild freundlicher zu lesen als den Degenhart. Der Degenhart bietet dagegen mehr Fundstellen und mit der CD ein sehr gutes Werkzeug zum häuslichen Nacharbeiten.

Wer also erstmal „schnell“ in das Thema einsteigen möchte und ein gutes vorlesungsbegleitendes Buch sucht, der ist mit dem Gröpl ausgezeichnet bedient – wer direkt Themen vertiefen möchte, Meinungsstreits im Detail sucht und Urteile nachlesen möchte, greift zum Degenhart mit CDROM.

Gefragt ist da einfach eine ordentliche Portion Ehrlichkeit beim Studenten, ich kann das nicht weiter gewichten.

Mit dem Ipsen hingegen war ich (beide Bücher, Staatsorganisation und Grundrechte) eher unglücklich: Der Schreibstil war mir zu „kantig“, das Lesen zu mühselig. Von ihm rate ich daher ab.

Zur ersten Hausarbeit und zur Klausur in der Zwischenprüfung rate ich dann aber dringend zu diesen beiden Büchern von Degenhart und Pieroth. Dies wieder ohne Abwägung, ich meine beide.

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Gröpl: Staatsrecht I

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Wieder ein Buch aus der Reihe „Lernbücher Jura“ und wer hier die anderen Rezensionen von mir zu dieser Reihe gelesen hat, weiß was jetzt kommt: Eine Empfehlung ohne kritische Anmerkungen. Zu gut ist die Darstellung, zu freundlich das Schriftbild – jeder Student wird dankbar sein.

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Rezension: Deutsches Staatsrecht

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Ich habe es getan: Trotz Seminararbeit und Klausurphase, obwohl ich Degenhart, Pieroth/Schlink und die Werke von Ipsen (vollständig) gelesen habe, habe ich mir das Werk „Deutsches Staatsrecht“ von Zippelius/Würtenberger ebenfalls vollständig zu Gemüte geführt. Dass ich für die insgesamt über 600 Seiten einige Zeit brauchen würde war klar.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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Vorstellung: Pieroth/Schlink mit CDROM

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Vor kurzem habe ich den „Degenhart reloaded“ vorgestellt und ausdrücklich empfohlen. Nun habe ich das „Schwesterwerk“ zum Thema Grundrecht von Pieroth/Schlink durchgearbeitet, ebenfalls mit CDROM. Und ich kann es wieder nur empfehlen – auch wenn man bei der Software eine echte Chance vertan hat.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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An die Jura-Erstsemester: Kauft vorsichtig (Buchtipp)

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Ich war neulich in Bonn in meiner Stammbuchhandlung und hatte ein gutes Dutzend Erstsemester um mich herum, die krampfhaft versuchten, sich anhand der Literaturliste des Profs Bücher zu kaufen. Und überfordert waren.

Hinweis: Deswegen wird auch hier eine Liste mit ausdrücklichen Empfehlungen von mir aufgebaut, die neben den laufenden Besprechungen auf dieser Webseite ausdrückliche Kauftipps gibt. Eine Sammlung meiner Artikel mit warnenden Worten zum Kauf älterer Literatur gibt es hier.

Liebe Erstsemester, hier kurz meine ersten (streitbaren) Hilfen:

  1. Ihr müsst nicht alles kaufen, ein gutes Buch pro Vorlesung reicht völlig
  2. Inhaltlich sind die Bücher der Literaturlisten alle gut, im Krey steht nichts anderes als im Wessels. Es geht letztlich (bei euch) nicht um Inhalte, sondern um die Form, das „wie“.
  3. Jeder von euch lernt auf seine Art, der eine mag den Wessels lieber, der andere den Krey – wieder andere mögen Brox lieber als Medicus. Stresst euch nicht. Geht ins Seminar, nehmt 2-3 Bücher zu einem Thema und lest mal die Einführung. Das Buch, dass euch beim lesen Spass gemacht hat, ist das was ihr kaufen solltet. Und wenn euer Vorlesungsnachbar ein anderes liest heisst das gar nichts.
  4. Lasst im ersten Semester die Finger von Büchern die mit „Light“ oder „besonders schnell“ werben. Auch wer die „Schmemen“ als Plural von „Schema“ anbietet sollte nicht gelesen werden. Natürlich sind die ersten Bücher schwierig zu lesen, deswegen studiert ihr ja jetzt auch und seid nicht mehr in der Schule.
  5. Wenn ihr ein Kapitel zwei mal lesen müsst (und das auch tut) ist das ein gutes und kein schlechtes Zeichen.
  6. Es ist eine typische Krankheit von Juristen, möglichst viele Bücher zu kaufen und dann nicht zu lesen. Die stehen aber dafür immer schön im Regal – das beruhigt das Gewissen. Ist bei jedem so, würden die Bücher nicht so teuer sein, wäre es auch nicht schlimm. Hinzu kommt, dass viele Bücher letztlich verwirren und verzetteln, man konzentriert sich dann selten auf eines.
  7. Am Ende gilt: Es ist ein schwieriges Thema. Es gibt nicht „das Buch“, das euch im Flug und ohne Anstrengung alles in kürzester Zeit vermittelt. Das liegt alleine an euch und eurem Arbeitseinsatz.

Ich möchte auf Jurakopf.de eine Liste mit Empfehlungen für Bücher erarbeiten, die ist hier zu finden. Bis das steht, wird noch etwas Zeit vergehen, für die Erstsemester daher hier meine persönlichen Buchtipps als Kaufempfehlung für euch:

  1. Strafrecht AT: Den Wessels mit CDROM. Lest mal hin und wieder ein Urteil nach – wenn ihr es nicht versteht: Nochmal lesen. Ihr wollt Juristen werden, was ihr jetzt nicht übt kommt auch nicht von alleine.
  2. BGB AT: Heute empfehle ich den Köhler zum BGB AT (besprochen hier)
  3. Staatsorganisationsrecht: Der Degenhart mit CD (Besprochen hier) ist einfach nur gut, den Ipsen fand ich zu anstrengend zu lesen.

Kauft die Bücher, hört in den Vorlesungen zu und etwa in der Mitte des Semesters holt ihr euch dann Fallbücher um mal mit Klausuren zu üben und zu vestehen, warum die älteren Semester (fast) alle so einen schwarzen Ordner unter dem Arm haben, auf dem „Schemata“ steht. Bis dahin gilt: Täglich mit einem Buch arbeiten und versuchen der Vorlesung zu folgen.

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Degenhart reloaded: Staatsrecht I mit CD-ROM

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Das Buch zum Staatsorganisationsrecht von Christoph Degenhart ist heute ein faktisches Standardwerk, ich schätze, dass so gut wie jeder Erstsemester dieses Buch kennt und der Grossteil auch damit lernt. Auch ich habe mit dem Degenhart gelernt und kann ihn ohne weitere Worte empfehlen. Doch der C.F. Müller Verlag geht zur Zeit weiter und legt seine Bücher der Reihe „Schwerpunkte“ nicht nur neu auf, sondern verpasst denen auch gleich eine CD-ROM mit zugehöriger Rechtsprechung zum nachschlagen. Grund genug, das Gesamtpaket zu sichten.

Hinweis: Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom C.F. Müller Verlag zur Verfügung gestellt.

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