Haushaltsführungsschaden: Zum Anspruch auf Ersatz von Haushaltsführungsschaden

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Haushaltsführungsschaden: Der Haushaltsführungsschaden ist – gerade nach Verkehrsunfällen – für viele Betroffene ein immer wieder überraschend Schadensposten. Bei dem “Haushaltsführungsschaden” handelt es sich um den Schaden, den jemand dadurch erfährt, dass er durch ein Verhalten eines Dritten z.B. verletzt wurde und nun seinen Haushalt nicht mehr führen kann, sprich: Sich jemanden “einkaufen” muss, der die notwendigen Arbeiten verrichtet. Dabei ist es doch durchaus zu erwarten, dass der Ausfall der den Haushalt betreuenden Person irgendwie kompensiert werden muss.

Der Haushaltsführungsschaden ist dabei nicht umstritten, wohl aber immer wieder die Frage, wie viel man erhält – dabei muss Differenziert werden, welche Stundenzahl angemessen ist und von welchem Stundenlohn auszugehen ist.

Hinweis: Der “Haushaltsführungsschaden” ist vielen bis heute leider unbekannt. Dabei ist gerade bei denjenigen, die sich um den Haushalt kümmern und die einen, durch einen Dritten verursachten (Verkehrs-)Unfall erleiden, festzustellen, dass die glauben, auch keine Schadensersatzansprüche in diesem Bereich zu haben.

„Haushaltsführungsschaden: Zum Anspruch auf Ersatz von Haushaltsführungsschaden“ weiterlesen

Schmerzensgeld bei Verletzung – Bemessung der Höhe

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Wie hoch ist ein Schmerzensgeld nach einer Verletzung anzusetzen: Das LG Amberg (24 O 17/15) konnte hierzu kurz und bündig festhalten:

Diese bemisst das Gericht gem. § 287 Abs. 1 ZPO unter umfassender Berücksichtigung aller für die Bemessung maßgebender Umstände, insbesondere der Art und Dauer der Verletzung, nach freier Überzeugung (…) Hierbei hat das Gericht insbesondere Größe, Heftigkeit und Dauer der Schmerzen und Leiden berücksichtigt. Im Sinne einer Objektivierung der Leiden wurden vorliegend insbesondere die Art der Verletzung, die Zahl der Operationen, die Dauer und Art der Behandlung, die Dauer der Arbeitsunfähigkeit und das Ausmaß des Dauerschadens berücksichtigt (hierzu Slizyk, IMM-DAT-Kommentierung, 10. Aufl., 2014, Rn. 20).

LG Amberg (24 O 17/15)

Mehr zum Schmerzensgeld bei uns.

Verkehrsunfall: Fahrradfahrerin haftet für Verkehrsunfall mit einem Pkw

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg (1 U 19/14) hat eine Fahrradfahrerin zur Zahlung von Schadensersatz und eines Schmerzensgeldes an einen Autofahrer verurteilt und damit eine Entscheidung des Landgerichts Oldenburg bestätigt.
„Verkehrsunfall: Fahrradfahrerin haftet für Verkehrsunfall mit einem Pkw“ weiterlesen

Sturz des Fahrgastes in der Strassenbahn beim Abbremsen – Schmerzensgeld?

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Wie sieht es mit Schmerzensgeld aus, wenn ein Fahrgast auf Grund abrupten Abbremsen in der Strassenbahn stürzt? Das Oberlandesgericht Dresden (7 U 1506/13) hat die bisherige Rechtssprechung zu dem Thema auf den Punkt gebracht: Ausgeschlossen ist es nicht. Aber ausgesprochen schwierig. Aus der Entscheidung:
„Sturz des Fahrgastes in der Strassenbahn beim Abbremsen – Schmerzensgeld?“ weiterlesen

Persönlichkeitsrechtsverletzung: Schmerzensgeld wegen Unfallvideo im Internet

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Unfallvideo im Internet zugänglich gemacht – Schmerzensgeld: Das AG Kerpen (102 C 108/10) hat sich mit dem Persönlichkeitsrecht befasst. Und was man da so lesen kann, macht das Urteil durchaus zu einer Art Unikat. Dabei geht es im Kern um eine interessante Frage: Wie geht man mit so genannten “Unfallvideos” um

Der Sachverhalt in Kürze: Ein “Quad”-Fahrer verunglückt mit seinem Fahrzeug und überschlägt sich. Ursache war ein Tier auf der Fahrbahn, dem ausgewichen wurde. Unfallstelle samt Bergung des Verunglückten wurde von einem unbekannten Dritten gefilmt, das Video später auf einer Plattform im Internet für die Allgemeinheit veröffentlicht. Der Gefilmte klagte nun gegen den Plattformbetreiber auf Zahlung von Schmerzensgeld wegen einer Persönlichkeitsrechtsverletzung – und hat verloren.

Hinweis: Beachten Sie unseren Beitrag zum Thema “Schmerzensgeld bei Persönlichkeitsrechtsverletzung”

„Persönlichkeitsrechtsverletzung: Schmerzensgeld wegen Unfallvideo im Internet“ weiterlesen

Schmerzensgeld nach Verkehrsunfall: Auf (brauchbare) Nachweise achten

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Eine aktuelle Entscheidung des Landgerichts Coburg (13 O 184/09) macht noch einmal deutlich, dass man sich auch als Opfer darauf besinnen muss, bei Geltendmachung von Schmerzensgeld brauchbare Nachweise einzuholen. Hintergrund: Ein Fahrradfahrer wurde bei einem Verkehrsunfall mit einem Pkw verletzt. Die Pkw-Fahrerin war alleine schuld. Zwischen dem Fahrradfahrer und der Haftpflichtversicherung der Pkw-Fahrerin bestanden sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Höhe des Schmerzensgeldes. Durch ein jetzt veröffentlichtes Urteil des Landgerichts Coburg wurde die Frage des angemessenen Schmerzensgeldes entschieden.

„Schmerzensgeld nach Verkehrsunfall: Auf (brauchbare) Nachweise achten“ weiterlesen

Schadenersatz bei Busunfall

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Der bei einem Busunfall verletzte 15-jährige Kläger wollte von der Haftpflichtversicherung des auf schneeglatter Fahrbahn verunglückten Omnibusses insgesamt 10.000 € Schmerzensgeld. Der Fahrer des verunglückten Busses war der Vater des Klägers. Die beklagte Haftpflichtversicherung hat sich ohne Erfolg damit verteidigt, dass der Kläger ein „Schwarzfahrer“ gewesen sei. Daneben meinte die Versicherung, sich auf die beschränkte Haftung von Eltern gegenüber ihren Kindern berufen zu können.

„Schadenersatz bei Busunfall“ weiterlesen

Nicht angeschnallt bei Verkehrsunfall: Trotz Nichtanschnallens keine Mithaftung

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Wer entgegen den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung den Sicherheitsgurt nicht anlegt, den trifft grundsätzlich ein Mitverschulden. Bei schweren Frontalkollisionen mit hohen Geschwindigkeiten ist die Ursächlichkeit der erlittenen Unfallverletzungen jedoch nicht zu vermuten, wenn der Verletzte den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte, sondern in den Airbag geprallt ist. In einem solchen Fall muss der Schädiger beweisen, dass dieselben Verletzungen bei Anlegen des Sicherheitsgurts nicht eingetreten wären.

„Nicht angeschnallt bei Verkehrsunfall: Trotz Nichtanschnallens keine Mithaftung“ weiterlesen

Schmerzensgeldklage: Geschädigter muss Arztfehler nachweisen

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm wies eine Schmerzensgeldklage gegen eine Ärztin zurück, da der Kläger ein Verschulden der Ärztin nicht nachweisen konnte. Dieser hatte nach einem schweren Verkehrsunfall mit Kopfverletzungen die Praxis der beklagten Augenärztin aufgesucht. Laut des klagenden Mannes habe die Augenärztin ihn nicht fachgerecht untersucht und behandelt. Dies solle zum Verlust des Augenlichts geführt haben. Der Mann verlangte nun ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro von der Augenärztin.
„Schmerzensgeldklage: Geschädigter muss Arztfehler nachweisen“ weiterlesen