Cybercrime verändert sich zunehmend, nicht nur im Hinblick auf die zunehmend monetarisierte und professionalisierte Vorgehensweise, sondern auch in der Herangehensweise der Ermittler: Wo früher Täter und auch abgrenzbare Täterstrukturen im Fokus standen, sind es heute aus meiner Sicht zunehmend Infrastrukturen, die im Fokus stehen.WeiterlesenBulletproof Hosting im Visier internationaler Ermittler
Schlagwort: Ripple
Ripple (XRP): Ripple (XRP) ist eine Kryptowährung und ein digitales Zahlungsprotokoll, das 2012 von Ripple Labs entwickelt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Kryptowährungen zielt Ripple darauf ab, schnelle und kostengünstige internationale Transaktionen zu ermöglichen, indem es Banken und Finanzinstituten eine Infrastruktur bietet, um grenzüberschreitende Zahlungen effizienter abzuwickeln. Diese Effizienz und die schnelle Abwicklungszeit haben Ripple zu einer attraktiven Option im Finanzsektor gemacht.
Im Kontext der Cyberkriminalität hat Ripple jedoch eine weniger prominente Rolle im Vergleich zu anderen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Monero. Die zentralisierte Natur von Ripple, bei der Ripple Labs einen großen Teil der XRP-Token kontrolliert, sowie die enge Zusammenarbeit mit traditionellen Finanzinstitutionen machen es weniger attraktiv für kriminelle Aktivitäten. Diese Zentralisierung ermöglicht eine bessere Überwachung und potenzielle Interventionen bei verdächtigen Transaktionen.
Dennoch kann Ripple nicht vollständig von kriminellen Aktivitäten freigesprochen werden. Es gibt Fälle, in denen XRP für Geldwäsche oder illegale Finanztransaktionen genutzt wurde, insbesondere weil die schnellen Transaktionszeiten und niedrigen Gebühren eine schnelle Verschiebung von Geldern ermöglichen. Strafverfolgungsbehörden müssen daher wachsam bleiben und sicherstellen, dass Transaktionen, die XRP verwenden, effektiv überwacht werden.
Für Juristen bedeutet dies, dass sie sich sowohl mit den technischen Besonderheiten als auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen von Ripple vertraut machen müssen. Es ist wichtig, die regulatorischen Anforderungen zu verstehen, die für Finanzinstitute gelten, die Ripple nutzen, sowie die Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und die Anforderungen zur Identitätsprüfung (KYC). Die enge Zusammenarbeit mit Banken und Finanzinstituten, die Ripple integrieren, ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Nutzung von XRP im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften steht und gleichzeitig das Risiko krimineller Nutzung minimiert wird.
Ripple stellt somit eine interessante Schnittstelle zwischen traditionellem Finanzwesen und moderner Kryptowährungstechnologie dar, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die juristische Praxis bietet.
Im Gefälligkeitsverhältnis zwischen Freunden haftet ein beklagter Freund nicht für den entgangenen Gewinn bei Investitionen in Krypto-Währungen, wie das OLG Frankfurt entschieden und in einer Pressemitteilung mitgeteilt hat. Die Leitsätze der Entscheidung:WeiterlesenGefälligkeitsverhältnis bei Investitionen in Krypto-Währungen
In einer Welt, die zunehmend von digitalen Währungen durchdrungen wird, stellt das Arbeitspapier Nr. 38 des Basel Institute on Governance eine umfassende Analyse dar, wie ausgewählte Länder in Asien und weltweit mit den rechtlichen, regulatorischen und Vollstreckungsfragen rund um Kryptowährungen und andere virtuelle Vermögenswerte umgehen. Das Papier zeigt ein breites Spektrum an Ansätzen – von…WeiterlesenKryptowährungen in Asien und darüber hinaus – Gesetzgebung, Regulierung und Durchsetzung
Die EU hat einen wesentlichen Schritt getan zur Regulierung von Kryptowährungen. Entgegen vorschnellen Berichten geht es dabei gerade nicht um das Verbot anonymer Zahlungen, sondern um die Etablierung eines seriösen Kryptomarktes. Auch wenn kurzfristig die Kryptowerte im Schnitt danach wiedermal eingesackt sind, dürfte mittelfristig eine Stabilisierung zu erhoffen sein.WeiterlesenEU regelt Kryptomarkt: MiCA & Transfer von Kryptowährungen
In einem aktuellen Hinweis warnt das FBI, dass Cyberkriminelle Werbedienste von Suchmaschinen nutzen, um sich als Marken auszugeben und Nutzer auf bösartige Websites zu leiten, auf denen Ransomware gehostet wird und Anmeldedaten und andere finanzielle Informationen gestohlen werden. Verbraucher sollen Werbeblocker verwenden Die Warnung an sich ist wohl nicht so Aufsehen erregend, wie die empfohlenen…WeiterlesenFBI: Nutzen Sie Suchmaschinen mit Werbeblocker
Der Betrug mit dem Verkauf von Kryptowährungen ist ein Millionengeschäft – und viele kennen inzwischen die Anrufe, bei denen ein Fremder am Telefon ist und versucht, einem entweder schmackhaft zu machen, seine Zahlungsdaten herauszugeben – oder versucht einem beharrlich einzureden, man hätte sich längst registriert und müsse nun noch ein paar Daten bestätigen. Eurojust berichtet…WeiterlesenAnlagebetrug: Call-Center stillgelegt
Die europäische Cybersicherheits-Agentur ENISA stellt jährlich den Threat Landscape Report (kurz: “ETL”) vor. Im Jahr 2021 warnt die ENISA davor, dass “Auftragshacker” ´ die Entwicklung der Bedrohungslandschaft voran treiben. Hier sieht die ENISA einen Hauptgrund für den Anstieg derjenigen Cyberkriminalität, die durch Ransomware oder Cryptojacking Geld verdienen will.WeiterlesenENISA: Threat Landscape Report 2021
EUROPOL hat den IOCTA Report 2021 vorgestellt. IOCTA steht für “INTERNET ORGANISED CRIME THREAT ASSESSMENT” und versucht einen Überblick über die Bedrohungen durch organisierte Cyberkriminalität zu geben. Er ist ein ganz erheblicher Baustein, wenn man die Entwicklungen und den Aufbau von Cybercrime im aktuellen (internationalen) Kontext verstehen möchte.WeiterlesenIOCTA Report 2021: Cybercrime-Bedrohungen
Europol berichtet von der gerade durchgefühten Operation Dark HunTOR: Es handelt sich um eine europaweit, ja gar weltweit, koordinierte Aktion von Ermittlungsbehörden, die auf die Zerschlagung von “DarkMarket“, dem damals weltweit größten illegalen Marktplatz im Dark Web, Anfang des Jahres zurückgeht. Ich hatte schon gemutmaßt, dass so etwas geschehen würde.WeiterlesenOperation Dark HunTOR
ANOM wird alles ändern im Cybercrime, denn das, was heute geschehen ist, war ein weltweiter herber Schlag gegen das organisierte Verbrechen: Mit ANOM wurde eine weitere zentrale Plattform für verschlüsselte Kommunikation von den Behörden ausgehoben. Und das Schlimme für die kriminellen Strukturen ist dabei, dass man auf eine Plattform hereingefallen ist, die von den Behörden…WeiterlesenANOM war ein Fake: Schlag gegen organisierte Kriminalität
IOCTA 2018 Report
Der IOACTA Repost 2018 von Europol (“INTERNET ORGANISED CRIME THREAT ASSESSMENT” – IOCTA) gibt einen Ausblick auf die Entwicklungen im Cybercrime wie sie von Europol für das Jahr 2019 erwartet werden und prognostiziert: Ransomware retains its dominance Production of CSEM (“Child Sexual Exploitation Material”) continues DDoS continues to plague public and private organisations Card-not-present fraud…WeiterlesenIOCTA 2018 Report
Dashcam-Kameras erlaubt: Die Frage taucht immer häufiger auf: Sind eingebaute Kameras und damit erzeugte Aufnahmen in PKWs – so genannte Dashcams – zulässig? Oder darf man das vielleicht gar nicht? Erste Datenschützer haben schnell verkünden lassen, dass derartige Technik datenschutzrechtlich unzulässig ist. Nun mag man in der Tat fragen, wie sinnvoll oder auch anspruchsvoll es…WeiterlesenDashcams: Zu Zulässigkeit und Beweisverwertungsverbot bei Dashcam-Aufnahmen










