Rehbinder: Rechtssoziologie

Jetzt sind wir mal alle ehrlich: Wer weiß, was Rechtssoziologie ist? Jedenfalls mir ist dieses Thema – und ich habe über viele Semester hinweg nur in (zahlreichen) Grundlagen-Vorlesungen rumgelungert – nie begegnet. Vielleicht mal als Randbemerkung, ich wusste natürlich, dass es sowas gibt, aber eben nicht als eigenständiger Inhalt. Um es kurz zu machen und den Klick zu Wikipedia zu ersparen: Es geht darum, wie sich Recht und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen bzw. voneinander abhängig sind.

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Intermezzo: Was ein Lehrbuch lehrt…

Ich bin endlich dazu gekommen, eine Schrift zu lesen, die schon lange auf meinem Stapel lag: „Was ein Lehrbuch lehrt…“ von Dirk Fabricius. Seine Idee: Er untersucht ein Strafrechts-Lehrbuch (vorliegend Strafrecht AT von Jakobs). Dabei untersucht er das Buch an sich: Welche Aussagen werden getroffen, welche nicht.

Wo gibt es Selbstreflexion, wo nicht. Auf 113 Seiten sucht er systematisch nach (denk)fehlern, Darstellungsfehlern und versucht es auch so zu handhaben, dass man es auf andere Literatur übertragen kann, was nicht ganz gelingt: Auch wenn Jakobs AT von ihm nur „exemplarisch“ herangezogen wird, so finde ich das Ergebnis zwar überzeugend, aber zu speziell – die Sichtweisen von Jakobs sind zu besonders, die aufgezeigten Probleme stichhaltig und treffend, aber wer jetzt den Roxin nimmt, wird erstmal vor Probleme gestellt.

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