Beiträge zum Thema "klausuren"


Vorgestellt: Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten

Das Buch “Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten” von Thomas M.J. Möllers ist im Verlag Vahlen erschienen (also aus dem Hause Beck) und bietet wichtiges Basis-Wissen für das juristische Studium. Dennoch muss ich nach eingehender Lektüre feststellen: Für echte Anfänger ist das erst mal nichts. Alle anderen dagegen werden sich mit diesem Buch sehr wohl fühlen.

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Vorstellung: Klausurenkurs im Sachenrecht

Ich habe, wohl anders als viele andere, das Sachenrecht nie als besonders kompliziert empfunden – selbst die “Angstthemen” im Bereich des Immobiliarsachenrechts waren nicht so haarsträubend für mich, wie manch einer es wohl empfindet – mag daran liegen, dass ich mit diesem Themenbereich (neben dem Strafrecht) schlichtweg grossgeworden bin. Die Ängste vieler kann ich aber nachvollziehen, wenn ich mir die schlechte Auswahl von Fallbüchern zum Thema ansehe, die ein praktisches Begreifen der Probleme nicht gerade fördert. Einige habe ich schon durch und stelle sie hier auch nicht vor, eines aber habe ich in der Tat gerne durchgearbeitet und möchte es auch empfehlen: Den Klausurenkurs von Gursky.

Vielleicht ist auch vieles einfacher, wenn man einfach in der Praxis gesehen hat, wie eine “Vormerkung” abläuft, das abstrakte Schreckgespenst ist wahrscheinlich deswegen so “furcherregend”, weil man einfach aus einem Buch heraus die dahinter stehende Lebenswirklichkeit nicht begreifen kann.

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An die Jura-Erstsemester: Kauft vorsichtig (Buchtipp)

Ich war neulich in Bonn in meiner Stammbuchhandlung und hatte ein gutes Dutzend Erstsemester um mich herum, die krampfhaft versuchten, sich anhand der Literaturliste des Profs Bücher zu kaufen. Und überfordert waren.

Hinweis: Deswegen wird auch hier eine Liste mit ausdrücklichen Empfehlungen von mir aufgebaut, die neben den laufenden Besprechungen auf dieser Webseite ausdrückliche Kauftipps gibt. Eine Sammlung meiner Artikel mit warnenden Worten zum Kauf älterer Literatur gibt es hier.

Liebe Erstsemester, hier kurz meine ersten (streitbaren) Hilfen:

  1. Ihr müsst nicht alles kaufen, ein gutes Buch pro Vorlesung reicht völlig
  2. Inhaltlich sind die Bücher der Literaturlisten alle gut, im Krey steht nichts anderes als im Wessels. Es geht letztlich (bei euch) nicht um Inhalte, sondern um die Form, das “wie”.
  3. Jeder von euch lernt auf seine Art, der eine mag den Wessels lieber, der andere den Krey – wieder andere mögen Brox lieber als Medicus. Stresst euch nicht. Geht ins Seminar, nehmt 2-3 Bücher zu einem Thema und lest mal die Einführung. Das Buch, dass euch beim lesen Spass gemacht hat, ist das was ihr kaufen solltet. Und wenn euer Vorlesungsnachbar ein anderes liest heisst das gar nichts.
  4. Lasst im ersten Semester die Finger von Büchern die mit “Light” oder “besonders schnell” werben. Auch wer die “Schmemen” als Plural von “Schema” anbietet sollte nicht gelesen werden. Natürlich sind die ersten Bücher schwierig zu lesen, deswegen studiert ihr ja jetzt auch und seid nicht mehr in der Schule.
  5. Wenn ihr ein Kapitel zwei mal lesen müsst (und das auch tut) ist das ein gutes und kein schlechtes Zeichen.
  6. Es ist eine typische Krankheit von Juristen, möglichst viele Bücher zu kaufen und dann nicht zu lesen. Die stehen aber dafür immer schön im Regal – das beruhigt das Gewissen. Ist bei jedem so, würden die Bücher nicht so teuer sein, wäre es auch nicht schlimm. Hinzu kommt, dass viele Bücher letztlich verwirren und verzetteln, man konzentriert sich dann selten auf eines.
  7. Am Ende gilt: Es ist ein schwieriges Thema. Es gibt nicht “das Buch”, das euch im Flug und ohne Anstrengung alles in kürzester Zeit vermittelt. Das liegt alleine an euch und eurem Arbeitseinsatz.

Ich möchte auf Jurakopf.de eine Liste mit Empfehlungen für Bücher erarbeiten, die ist hier zu finden. Bis das steht, wird noch etwas Zeit vergehen, für die Erstsemester daher hier meine persönlichen Buchtipps als Kaufempfehlung für euch:

  1. Strafrecht AT: Den Wessels mit CDROM. Lest mal hin und wieder ein Urteil nach – wenn ihr es nicht versteht: Nochmal lesen. Ihr wollt Juristen werden, was ihr jetzt nicht übt kommt auch nicht von alleine.
  2. BGB AT: Heute empfehle ich den Köhler zum BGB AT (besprochen hier)
  3. Staatsorganisationsrecht: Der Degenhart mit CD (Besprochen hier) ist einfach nur gut, den Ipsen fand ich zu anstrengend zu lesen.

Kauft die Bücher, hört in den Vorlesungen zu und etwa in der Mitte des Semesters holt ihr euch dann Fallbücher um mal mit Klausuren zu üben und zu vestehen, warum die älteren Semester (fast) alle so einen schwarzen Ordner unter dem Arm haben, auf dem “Schemata” steht. Bis dahin gilt: Täglich mit einem Buch arbeiten und versuchen der Vorlesung zu folgen.

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Kurz-Lehrbuch: Gesellschaftsrecht

Das Gesellschaftsrecht war bisher nicht wirklich meine Stärke. Genaugenommen habe ich (zur Erinnerung, mein Schwerpunktbereich ist das Strafrecht) immer noch die wichtigsten Sachen aus dem Gesellschaftsrecht gelernt um mich durch Klausuren mogeln zu können – und begegnet ist es mir dann bis heute nie. Ein Buch, das dann zu diesem Thema daher kommt, hat es schwer mich zu fesseln, auch wenn ich es Rezensieren soll. Dennoch war es eine sehr interessante Lektüre.

Hinweis: Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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Klausurtipp Zivilrecht: Verbrauchsgüterkauf im Kopf haben

Selbst in einem (sehr einfachen) Fälle-Buch ist mir dieser Fehler vor kurzem begegnet: Da hat ein Unternehmer in seinen AGB die Gewährleistung auf 1 Jahr begrenzt. In der Musterlösung wird dann lang und breit ausgeführt, dass hier die §§305ff. BGB zum Tragen kommen, wobei der §309 BGB ja gerade festhält, dass es erlaubt ist, die Verjährung auf 1 Jahr zu kürzen. Ich fürchte nur, in einer Klausur führt das zu Punktabzügen.

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Kleine Tipps zum Lernen: Baurecht

Ich gestehe: Während mir sogar das Veraltungsrecht liegt, ist das Baurecht für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Obwohl das nun überholt ist – das war es mal. Bis ich eine Kleinigkeit begriffen habe die ich Leidgeplagten hier mitteilen möchte: Vielleicht liegt es nicht an euch, sondern vielmehr an der schlechten Literatur die ihr habt?

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Öffentliches Recht in der Fallbearbeitung

“Der Schwerdtfeger” – das an sich sollte schon ein Begriff sein. Dieses Buch schafft es tatsächlich alle wesentlichen Fragen des öffentlichen Rechts kompakt zu erfassen und zu vermitteln.
Dabei wird das Buch seinem Titel gerecht: Es geht um das öffentliche Recht in der Fallbearbeitung, nicht um abstrakte Probleme. Es werden konkrete Anleitungen und Hinweise für Klausuren gegeben, der Autor lenkt den leser bewusst auf typische Probleme in Klausuren des öffentlichen Rechts

Es ist ein ideales Buch für diejenigen, die gerade die kleine Übung hinter sich lassen und mit der grossen Übung beginnen. Speziell wenn man “einfach lesen” möchte ist dieses Buch sehr gut, hier liegt gerade für mich der Reiz: Ich habe gerne Bücher, die man lesen kann, ohne mit Stift und Papier mitschreiben zu müssen. Mit dem Werk von Schwerdtfeger ist dies problemlos möglich – und macht Spaß.

Was im Schwerdtfeger fehlt, und das macht es schwierig für die meisten, sind Schemata. Das Buch versucht das Arbeiten am Stoff mit Fachwissen zu vermitteln. Es gibt einige Schemata, aber nicht in der Form und Fülle, wie man es kennt und gewohnt ist. Das aber schadet dem Buch nicht, sondern nutzt nur – wenn man sich darauf einlassen kann.

Man lernt ohnehin nie mit “dem einen Buch”. Das gibt es nicht, jeder muss Fallbücher haben, in denen heute die nötigen Schemata ebenfalls vermittelt werden. Die Kombination macht es nunmal.

Die Jurakopf-Einschätzung
Den Schwerdtfeger auf jeden Fall zulegen (und lesen), ausserdem 2-3 gute Fallbücher (die ich auch noch vorstellen werde) und dann einfach lesen und Fälle lösen.