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Verwaltungsrecht

Artikel 38 Grundgesetz

Die aktuelle Ausgabe der JuS (3/2010) ist erschienen und ich gehe einmal davon aus, dass die gewissenhaften Studenten natürlich sofort den Aufsatz von Mayer am Anfang gelesen haben (S. 189-195): „Der Vertrag von Lissabon im Überblick“. Und diejenigen, die diesen Aufsatz gewissenhaft studiert haben, sind bei dieser Randbemerkung von Mayer sicherlich gleich in Panik verfallen:

[…] bestätigte […] das BVerfG […] seine Konstruktion eines Grundrechts aus Art. 38 I GG auf einen Bundestag, dessen Entscheidungsbefugnisse […] nicht völlig entleert werden dürfen.

Da ich nun davon ausgehen muss, dass die gewissenaften Studenten das sofort nachgearbeitet und aufbereitet haben, hier die erklärenden Worte für all die anderen Jura-Studenten, die angesichts dieser Worte und der tatsächlichen Leere in den Lehrbüchern zum Thema ahnungslos da sitzen. Sofern ihnen überhaupt diese Randbemerkung aufgefallen ist.

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Kurz vorgestellt: Fundus 2008

Ich habe mir den „Fundus 2008“ bestellt – wobei ich eine teilweise falsche Erwartungs hatte, was aber mein Fehler war. Insgesamt ist es eine, speziell für die Examenszeit, interessante Idee, die ich hier kurz vorstellen möchte.

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Zivilrecht

Hinweis: JuS-Online mit Jauernig inklusive? (Update)

Ich habe JuS-Direkt ja damals bei der Einführung besprochen, hoch gelobt und kann das bis heute uneingeschränkt aufrecht erhalten. Es gibt aber eine Neuerung (?) und ich glaube, die ist bisher sehr unbeachtet geblieben.

Hinweis: Achtung, der Artikel hat sich im Laufe des Tages überholt. Ich habe jedenfalls jetzt keinen Zugriff mehr.

Wenn man die Produktbeschreibung liest, bleibt folgendes Fazit hängen: Man erhält

„JuS-Archiv, examensrelevante Gesetze und Rechtsprechung“.

Das ist auch richtig, aber man bekommt noch mehr: Bestandteil des Angebotes ist offensichtlich der volle Zugriff auf den Jauernig-Online-Kommentar zum BGB. Ich hatte das auch irgendwo mal gelesen (oder bin drüber gestolpert), habe es aber zwischenzeitlich wieder vergessen. Eben bei einem Gespräch war es dann wieder Thema und ich habe nochmals gesucht: Man findet den Kommentar weder im Portfolio von JuS-Direkt, noch in der Produktbeschreibung. Selbst nachdem ich wusste, das es verfügbar ist, konnte ich keinen Link finden.

Der Trick zum Zugriff ist aber einfach: Oben in die Suchleiste „Jauernig“ eintippen und schon ist man im Volltext-Kommentar, von dem sicherlich viele Studenten profitieren können. Daher hier der explizite Hinweis auf diese Möglichkeit für alle JuS-Direkt Nutzer.

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Lesetipp: Kleine Schule des juristischen Denkens

In der aktuellen JuS 12/2008 findet man unter dem Titel „Die juristischen Ausbildungsbücher des Jahres 2008 – Eine Leseempfehlung von JuS-Autoren für JuS-Leser“ findet man auf Seite 1136 diesen Absatz:

Darum gilt sie [Puppe] manchem im Studium als schwer verständlich. Mit diesem Klischee sollte jetzt Schluss sein. Denn die kleine Denkschule ist beides: theoretisch ansprechend und doch verständlich (manchmal gar unterhaltsam) geschrieben.

Also ich stimme den Autoren in der JuS in zwei Punkten zu:

  1. Puppe gilt als schwer verständlich
  2. Dieses Buch gehört definitiv auf jede Empfehlungsliste für juristische Literatur – es dürfte eine der Neuerscheinungen dieses Jahres sein.

Aber: Bzgl. Puppe ist der schwierige Zugang zu „ihrer Welt“ kein Klischee sondern Fakt. Und auch wenn die kleine Schule juristischen Denkens in der Tat verständlich ist, so ist es keinesfalls einfach, wie es in dem Artikel ein wenig suggeriert wird.

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Strafprozessrecht

Juristische Ausbildungs-Literatur zum Strafprozessrecht (Empfehlung)

Ich unterscheide, je nachdem ob man Strafrecht als Schwerpunkt belegt hat oder nicht:

  • Wer Strafrecht als Schwerpunkt belegt hat, sollte sich die StPO – gerade mit Blick auf die Klausur – mit dem Beulke im Detail erarbeiten. Mit dem Murmann können die für die Klausur wichtigen Aspekte (im Schwerpunkt und im Examen) wiederholt und vertieft werden. Ggfs. kann auch mit dem Murmann alleine gelernt werden, hier fehlt aber die für den Schwerpunktbereich übliche Tiefe.
  • Diejenigen dagegen, für die die StPO nur „Pflichtprogramm“ ist – vielleicht sogar unangenehmes Pflichtprogramm – werden mit dem Beulke/Murmann erst einmal nicht viel anfangen können. Hier empfehle ich entweder den Putzke/Scheinfeld oder das Werk von Niederle. Wofür man sich entscheidet, sollte man in erster Linie davon abhängig machen, mit welchen Schreibstil und Schriftbild man individuell am besten klar kommt, reinsehen und testen ist also angesagt. Preislich liegen beide im unter 10 Euro Bereich, so dass dies keine Entscheidungshilfe ist.

Tipp: Gleich für wen – vor dem Examen unbedingt die Beilage „Die strafprozessuale Zusatzfrage“ von Uwe Murmann zur JuS mindestens zwei Mal durcharbeiten, eine Woche sollte man hierzu ansetzen. Murmann bereitet hier alle examenswichtigen Probleme strukturiert und konzentriert auf. Die beilage gibt es für JuS-Online Nutzer auch bei Beck-Online einzusehen.

Das Werk „Strafverfahrensrecht“ von Roxin/Schünemann ist ein herausragendes Buch, das nur aus einem Grund nicht oben in der Empfehlung für Studenten steht: Es ist zu umfangreich und tiefgehend, um es mit Blick auf eine Schwerpunktsklausur oder die Zusatzfrage im Examen zu empfehlen. Es ist vollkommen zu Recht der unangefochtene Klassiker und läuft außer Konkurrenz – zum Lernen der notwendigen Probleme wird es aber fast allen „zu viel“ sein.

Der Studienkommentar zur StPO ist ein gutes Buch, das aber wohl nur Schwerpunkt-Studenten brauchen werden. In einem Seminar zum Thema wird er unerlässlich sein, zum lernen ist er ein gutes Beiwerk – alleine für sich ist er aber zu riskant, da die Lern-Struktur ein wenig fehlt. Im Referendariat ist der Kommentar neben dem obligatorischen Meyer-Großner auf jeden Fall eine sehr zugängliche Lesehilfe.

Hinweis: Beeindruckt war ich von dem Lehrbuch von Kühne, weil dieses einen internationalen Einblick in das Thema gibt, mit dem Fokus auf viele europäische Nachbarländer.

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Strafprozessrecht

Tipp: Prüfungswissen Strafprozessrecht

Ein kurzer Tipp: Das Buch von Murmann „Prüfungswissen Strafprozessrecht“ lohnt sich wirklich: Für alle. Ich hatte es mir in erster Linie geholt, weil es sehr dünn und günstig war. Das sind sicherlich zwei echte Stärken, es darauf zu reduzieren wird dem Buch aber nicht gerecht.

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Strafrecht

Arzt: Die Strafrechtsklausur (Update)

Was für die meisten der Schwerdtfeger für das Öffentliche Recht, ist bei mir Gunther Arzt für das Strafrecht. „Die Strafrechtsklausur“ ist ein Klassiker, speziell für Fortgeschrittene, um zwingende Basics und Strukturen zu festigen.

Das Buch ist Ideal, enthält nicht nur das Grundlagenwissen, sondern auch wesentliche Tipps für den Ernstfall: Die Klausur als solche. Insbesondere im Bereich Strafrecht BT ist die Konzentration auf wesentliche Probleme -wie die Unterscheidung in Rand- und Kernprobleme- ein hilfreicher Faktor beim Arbeiten.

Dabei ist es kein Strafrecht-AT oder BT Buch in dem Sinne, dass es umfänglich in die jeweiligen Themen einführt: Vielmehr setzt es Basis-Wissen voraus, strukturiert dieses und hilft, es in einer Klausur anzuwenden. Arzt weist auf Fallen in Klausuren hin und versucht Techniken zu vermitteln, um selbst Schwerpunkte in Strafrechts-Klausuren zu erkennen und richtig zu setzen.

Das Buch ist mit gut 230 Seiten schnell und ordentlich durchzuarbeiten – man merkt, dass Arzt nicht dem Fehler anderer Autoren von guten Büchern verfallen ist, mit jeder Auflage das Werk anschwellen zu lassen. Somit ist es über die Auslagen hinweg ein stets aktuelles, schlankes und zielgerichtetes Buch geblieben.

Die Jurakopf-Einschätzung

Insgesamt ein Werk, das man schon zur großen Übung durchgearbeitet haben sollten. Für mich war es Pflicht – und eine gute Basis zum Erwerb von Grundlagenwissen von der großen Übung an, über den Schwerpunktbereich bis hin zum Examen. Ich war derart überzeugt, dass ich mir zum Examen noch mal die aktuelle Auflage zugelegt habe.

Daten zum Buch

Gunther Arzt
Die Strafrechtsklausur
7. Auflage
JuS-Schriftenreihe
Verlag C.H.Beck
ISBN 3406548970
Preis: 19,90 Euro

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Einführung in das US-amerikanische Strafrecht

Neben meiner Examensvorbereitung habe ich nochmal ein paar Stunden investiert um mir ein paar Literatur-Kenntnisse zum Thema ausländisches Recht anzueignen. Gerade weil ich den Schwerpunktbereich „Strafrecht“ gewählt habe, lag mir viel daran, ein Buch zum US-amerikanischen Strafrecht zu finden. Die sonstige Literatur zum Thema ausländisches Recht streift ja gerademal das Strafrecht – wenn überhaupt.

Ich war also erfreut, als ich das Buch zum Thema von Dubber gefunden habe, habe es sofort gekauft und auch verschlungen. Mein Fazit: Gelungen, lesenswert und eine Gelegenheit, die man nicht verstreichen lassen sollte als angehender Strafrechtler.

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Juristische Ausbildungs-Literatur zum Strafrecht AT (Empfehlung)

Ich treffe eine ausdrückliche Empfehlung, aber mit Einschränkung (bitte den Text unter der Liste lesen!):

  1. Wessels AT
  2. Kühl
  3. Bernd Heinrich
  4. Frister

Der Wessels AT ist meine erste Wahl wegen der beiliegenden CDROM: Von der Aufbereitung her sind Kühl und Wessels gleich auf, bei Kühl finde ich zudem die „Übungs-Literatur“ herausragend. Es kann sein, dass die Positionen hier sich mittelfristig sogar ändern.
Ebenfalls sehr gut ist das zweibändige Werk von Bernd Heinrich zum Strafrecht AT, das einfach sehr schön geschrieben ist. Die Zusammenfassung der Problemschwerpunkte im zweiten Band sollte man sich auf jeden Fall kopieren – in jeder Hausarbeit ist die Gold wert, ebenso zum Wiederholen.
Der Frister war gut geschrieben, es fehlt aber einfach etwas Herausragendes um mit den anderen dreien mitzuhalten.

Nicht besprochen wurde bisher von mir das Buch zum StGB AT von Haft aus der JuS-Schriftenreihe. Wer einen möglichst schnellen Einstieg sucht, ohne dogmatischen Hintergrund mit vielen Schaubildern, der sei hierauf verwiesen. Als Einstieg ist es auch sehr gut geeignet, ich rate aber dringend (dann parallel) zum Wessels oder Kühl zur Nachbereitung.
Ebenfalls nicht besprochen ist hier das Werk von Volker Krey, das mir durchweg nicht gefallen hat.

Mit Blick auf die Prüfungen kann ich zwei weitere Bücher nahelegen: Einmal „Die Anfängerübung im Strafrecht“ von Tiedemann (für die kleine Übung), danach das sehr anspruchsvolle Buch zur Strafrechtsklausur von Gunther Arzt (zur großen Übung und zum Examen). Beide Bücher werden später noch ausführlich besprochen. Ebenfalls für die Zeit vor dem Examen ist „Prüfe dein Wissen – Strafrecht AT“ zu empfehlen.

Bei den Klausurenkursen zum Strafrecht ist der mehrteilige Klausurenkurs von Beulke zu Recht in der Literatur hoch gelobt. Ich verweise hier einfach darauf.

Wer das Strafrecht AT anspruchsvoll vertiefen möchte und dabei vor komplizierten Gedankengängen nicht zurückschreckt, dem sei Strafrecht AT von Puppe dringend ans Herz gelegt. Selbiges gilt für Strafrecht AT von Jakobs, das aber faktisch nicht mehr zu kaufen ist und zu umfangreich, um es im Seminar zu lesen. Diese beiden Tipps sind aber nur für diejenigen, die sich auf das Strafrecht AT festlegen, dies ist keine Empfehlung für Pflichtfachler.

Kurz zu den richtigen Lehrbüchern: Diese sind nur zum Erarbeiten dogmatischer Fragen im Detail nötig. Zugänglich ist auf jeden Fall die zweibändige Ausgabe von Roxin, die aber auch recht teuer ist. Gebraucht ist der Jescheck (5. Auflage, 1996) mitunter sehr günstig zu bekommen, der sich für zu Hause durchaus eignet und mit ausreichendem Tiefgang alle dogmatisch wichtigen Fragen beleuchtet. Der Maurach/Gössel/Zipf ist die wohl umfassendste Darstellung, leider aber inzwischen zu alt;Den Baumann/Weber/Mitsch mochte ich nie wirklich.

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Juristische Ausbildungs-Literatur zum Sachenrecht (Empfehlung)

Im Sachenrecht gewichte ich wie folgt:

  1. Prütting
  2. Klausurenkurs von Gursky
  3. Wolff

Der Prütting ist sehr verständlich geschrieben und meine erste Wahl zum Sachenrecht. Nicht vom Umfang erschrecken lassen: Das relativiert sich beim Lesen. Der bisher nicht besprochene Kurs von Wolff (Reihe Grundrisse des Rechts) sieht z.B. kürzer aus, man braucht aber länger (dazu in der Besprechung zum Prütting lesen). Der Klausurenkurs von Gursky ist auch zum Lernen geeignet – als Klausurenkurs Spitzenklasse und schon zur Zwischenprüfung zu Empfehlen. Da es aber kein primäres Lernbuch ist, ist das gegenüber dem Prütting ein kleiner Nachteil.

Bei den Klausurenkursen ist es dann klar:

  1. Der Kurs von Gursky
  2. Die Fälle aus der JuS-Schriftenreihe

Die Fälle zum Sachenrecht aus der JuS-Schriftenreihe waren zwar ganz gut, aber können zum primären Lernen nicht genutzt werden, daher tauchen sie in der oberen Liste nicht auf. Wer neben dem Klausurenkurs noch weitere Fälle sucht sollte hier aber reinsehen.

In der Examensvorbereitung ist das Beck’sche Examinatorium meine uneingeschränkte Wahl.

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Verwaltungsrecht von Peine

Es gibt zwei aktuelle Bücher von Peine zum Verwaltungsrecht – einmal das Lernbuch zum Allgemeinen Verwaltungsrecht, weiterhin der Klausurenkurs im Verwaltungsrecht. Ich bespreche hier beides zusammen.

Hinweis: Die Bücherwurden mir als Rezensionsexemplare zugestellt

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Zivilrecht

Handelsrecht von Peter Jung

Wieder ein Buch aus der Reihe „Lernbücher Jura“, wieder bin ich begeistert. Nachdem ich nun mehrere Bücher aus dieser Reihe gelesen habe, glaube ich zu bemerken, was mir hier besonders gut gefällt und kann es langsam in Worte fassen.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugestellt

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Vorstellung: Mustertexte zum Zivilprozeß (Band I)

Das Buch von Theimer/Theimer aus der JuS-Schriftenreihe wendet sich laut Programm an Referendare und angehende Richter. Anders als der Titel vermuten lässt, ist es aber kein reines Formularhandbuch, was es dann letztlich auch zu einem ausgezeichneten Hilfsmittel macht.

Auch wenn die Autoren den letzten Schliff noch nicht gewagt haben.