Götting: Gewerblicher Rechtsschutz

Vorab eine Warnung: Das Buch ist ein Fake, denn es gaukelt etwas vor – man nimmt es in die Hand und glaubt, ein kurzes/dünnes Buch zu halten. Tatsächlich aber umfasst es 400 Seiten. Da ich schon an meinem Gesprü gezweifelt habe, habe ich es neben andere Bücher der gleichen Reihe mit ähnlicher Seitenzahl gelegt: In der Tat ist es dünner als vergleichbare Werke, gefühlt hat es etwa den Umfang von 350 Seiten, was ich mir letztlich mit einem dünneren Papier erkläre (was mir aber ansonsten nicht aufgefallen ist).

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Roxin/Schünemann – Strafverfahrensrecht

Zur Zeit ändert sich langsam die Welt der juristischen Literatur, viele große Namen verschwinden, manche plötzlich, andere langsam. Wir haben letztes Jahr erlebt, wie Brox, Jescheck und Rudolphi verstorben sind. Und Roxin macht sich langsam auf den Weg, seine Werke zu übergeben.

Sein Buch zum Strafverfahrensrecht ist in der letzten 25. Auflage mit Stand 1998 (!) ziemlich in die Jahre gekommen – umso größer ist die Auszeichnung, die dieses Buch dadurch erfahren hat, dass es selbst 2009 noch in Aufsätzen und aktueller Literatur zitiert wurde. Entsprechend auch mein Eindruck aus Lehre und Praxis: Das Buch habe ich sowohl (hoch geschätzt) bei Studenten, Referendaren und Strafverteidigern gefunden.

Eine Besprechung dieses Buches ist eher Formalie: Das Urteil, dass es sich um ein herausragendes Werk handelt, steht längst fest.

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Rehbinder: Rechtssoziologie

Jetzt sind wir mal alle ehrlich: Wer weiß, was Rechtssoziologie ist? Jedenfalls mir ist dieses Thema – und ich habe über viele Semester hinweg nur in (zahlreichen) Grundlagen-Vorlesungen rumgelungert – nie begegnet. Vielleicht mal als Randbemerkung, ich wusste natürlich, dass es sowas gibt, aber eben nicht als eigenständiger Inhalt. Um es kurz zu machen und den Klick zu Wikipedia zu ersparen: Es geht darum, wie sich Recht und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen bzw. voneinander abhängig sind.

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Vorstellung: Grundgesetz und Völkerrecht

Der Beck-Verlag hat mir ein wirklich interessantes Buch geschickt, das ich in den letzten Wochen immer wieder zwischendurch gelesen habe und sich insgesamt sehr gelohnt hat. Ich denke, mit Blick auf die einzelne Klausur ist dieses Buch nur bedingt nützlich, aber insgesamt ist es äusserst gewinnbringend – und wichtig. Wenigstens als Nachschlagewerk, gerade aber wer schon fortgeschritten ist, sollte vielleicht die Chance nutzen, sich hier einen Überblick zu erarbeiten.

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Geis: Kommunalrecht

Das Schreiben von Büchern im Bereich des Verwaltungsrecht BT muss eine undankbare Aufgabe sein: In jedem Bundesland gibt es andere Normen, die mitunter zwar inhaltsgleich sind, aber dennoch verschiedene Nummern oder Bezeichnungen haben. Verständlich, wenn ein Autor nicht für jedes Bundesland die passende Norm heraussuchen möchte. Der Student hat – ebenfalls verständlich – keine Lust, sich da selbst durchzuwühlen und erwartet, gleich in welchem Bundesland er lebt, eine Darstellung mit der er ohne Umwege lernen kann.

Geis hat in seinem Kurz-Lehrbuch einen Kompromiss versucht. Die Idee ist schön, ich hier in NRW profitiere von dem Kompromiss, aber ich glaube, die anderen wird es dennoch stören.

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Vorstellung: US-Amerikanisches Recht

Ein beeindruckendes Buch, dessen grösste Stärke zugleich seine grösste Schwäche ist: Das Buch zum US-amerikanischen Strafrecht von Peter Hay.

Gerade seitdem ein Schein in einer ausländischen Rechtsterminologie zwingende Voraussetzung zur Zulassung zu den staatlichen Prüfungen ist – interessanterweise aber immer noch nicht der Nachweis über Schlüsselqualifikationen wie Rhetorik, Verhandlungsgeschick etc. – sind Bücher zum Thema zunehmend auf dem Markt zu bemerken und verdienen eine besondere Aufmerksamkeit.

Der Autor versucht, den Leser umfassend in das Thema einzuführen – ein Unterfangen, das ihm zweifelsohne gelingt. Doch der Preis, den der Leser dafür zahlen muss, ist sehr hoch.

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Medicus/Lorenz: Schuldrecht AT

Etwas verunsichernd, wenn man den Titel des Buches nur überfliegt: „Schuldrecht I“. Keinesfalls ist damit gemeint, dass es ein zweibändiges Werk zum Schuldrecht AT ist, sondern im ersten Band sind Ausführungen zum Schuldrecht AT zu finden, im zweiten zum Schuldrecht BT.

Ich selbst „schulde“ den Lesern hier ja nun schon länger eine Empfehlung zum Schuldrecht AT. Das liegt vor allem daran, dass ich eine Fülle von Büchern zum Thema vorliegen habe (einige dank ebay etwas älter), letztlich empfehle ich hier nun das Buch, mit dem ich selbst arbeite.

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Frister: Strafrecht AT

Mir liegt schon etwas länger der Frister zur Rezension vor – ich habe die Gelegenheit genutzt, nochmal ein Buch zum Strafrecht AT ausführlich und ganz zu lesen. Das Ergebnis: Schön geschrieben – aber es gibt einige Kritik.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugestellt

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Rezension: Deutsches Staatsrecht

Ich habe es getan: Trotz Seminararbeit und Klausurphase, obwohl ich Degenhart, Pieroth/Schlink und die Werke von Ipsen (vollständig) gelesen habe, habe ich mir das Werk „Deutsches Staatsrecht“ von Zippelius/Würtenberger ebenfalls vollständig zu Gemüte geführt. Dass ich für die insgesamt über 600 Seiten einige Zeit brauchen würde war klar.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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