Vorsicht: Formular vom „Expo Guide“ Ausstellerverzeichnis

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Neuer Brief, alte Masche: Unternehmen, die in der Vergangenheit Messen besucht haben und in diesen Tagen Post von einem Ausstellerverzeichnis „Expo-Guide.com“ erhalten, sollten genau hinsehen, was da unterschrieben werden soll. In dem beiliegenden Formular der wohl in Mexiko ansässigen Firma findet sich am Ende im Kleingedruckten unter „Auftrag“ der Hinweis, dass man einen dreijährigen Vertrag zum Preis von 1271 Euro jährlich abschließt. Im Übrigen läuft es wie gehabt: Auf der ersten Seite steht etwas von Daten, die man kontrollieren soll und von der Gefahr, dass die Daten ohne Rückmeldung beim nächsten „Kontrolllauf“ gestrichen werden könnten.

Daher: Messeaussteller sollten Sorge tragen, dass das Schreiben im Büroalltag nicht nur flüchtig gelesen und abgeschickt wird. Wer bei einer Kontrolle im Nachhinein feststellt, dass man das schon getan hat, kann darüber nachdenken, zumindest vorsichtshalber und ohne Anerkennung den „Auftrag“ zu widerrufen (laut AGB sind 12 Tage Frist gesetzt). Im Übrigen sollten die weiteren Maßnahmen abgesteckt werden, wobei die internationale Spielwiese nicht überbewertet werden sollte (zum Thema „internationales Recht“ siehe auch diesen Beitrag, allerdings nur bezogen auf die EU).

Beachten Sie auch die weiteren Artikel rund um das Thema Branchenbuch-Masche sowie den Heise-Artikel

Hinweis: Betroffene finden bei Rechtsanwalt Ferner Hilfe bei der Zurückweisung von Forderungen – zahlen Sie nicht einfach, aber schreiben Sie auch nicht einfach „irgendwas“ an die Gegenseite. Wir haben in der hiesigen Kanzlei Erfahrung im Umgang mit den Streitigkeiten um „Branchenbücher“ und helfen weiter: Fragen Sie hier an, Kosten entstehen natürlich erst, wenn ein Mandat zu Stande kommt.

Kurz-URL:

Juristische Ausbildungs-Literatur zu ausländischen Rechtsterminologien (Empfehlung)

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Ich kann nicht die Entscheidung abnehmen, welche Terminologie man belegt: Für viele gibt es gute Gründe. Wirkliche Konkurrenz gibt es dabei anscheinend auch nicht, so dass man hier einfach je nach Rechtsgebiet das von mir besprochene Buch zur Hand nehmen sollte.

Jedenfalls im US-amerikanischen Recht, das wohl die meisten belegen werden, empfehle ich das Buch von Peter Hay. Strafrechts-Schwerpunkt-Studenten sollten in jedem Fall einen Teil ihrer Freizeit opfern, um das Werk von Dubber zu lesen – es lohnt sich zur persönlichen Weiterbildung.

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