Arzt: Die Strafrechtsklausur (Update)

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Was für die meisten der Schwerdtfeger für das Öffentliche Recht, ist bei mir Gunther Arzt für das Strafrecht. „Die Strafrechtsklausur“ ist ein Klassiker, speziell für Fortgeschrittene, um zwingende Basics und Strukturen zu festigen.

Das Buch ist Ideal, enthält nicht nur das Grundlagenwissen, sondern auch wesentliche Tipps für den Ernstfall: Die Klausur als solche. Insbesondere im Bereich Strafrecht BT ist die Konzentration auf wesentliche Probleme -wie die Unterscheidung in Rand- und Kernprobleme- ein hilfreicher Faktor beim Arbeiten.

Dabei ist es kein Strafrecht-AT oder BT Buch in dem Sinne, dass es umfänglich in die jeweiligen Themen einführt: Vielmehr setzt es Basis-Wissen voraus, strukturiert dieses und hilft, es in einer Klausur anzuwenden. Arzt weist auf Fallen in Klausuren hin und versucht Techniken zu vermitteln, um selbst Schwerpunkte in Strafrechts-Klausuren zu erkennen und richtig zu setzen.

Das Buch ist mit gut 230 Seiten schnell und ordentlich durchzuarbeiten – man merkt, dass Arzt nicht dem Fehler anderer Autoren von guten Büchern verfallen ist, mit jeder Auflage das Werk anschwellen zu lassen. Somit ist es über die Auslagen hinweg ein stets aktuelles, schlankes und zielgerichtetes Buch geblieben.

Die Jurakopf-Einschätzung

Insgesamt ein Werk, das man schon zur großen Übung durchgearbeitet haben sollten. Für mich war es Pflicht – und eine gute Basis zum Erwerb von Grundlagenwissen von der großen Übung an, über den Schwerpunktbereich bis hin zum Examen. Ich war derart überzeugt, dass ich mir zum Examen noch mal die aktuelle Auflage zugelegt habe.

Daten zum Buch

Gunther Arzt
Die Strafrechtsklausur
7. Auflage
JuS-Schriftenreihe
Verlag C.H.Beck
ISBN 3406548970
Preis: 19,90 Euro

Kurz-URL:

Juristische Ausbildungs-Literatur zum Strafrecht AT (Empfehlung)

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Ich treffe eine ausdrückliche Empfehlung, aber mit Einschränkung (bitte den Text unter der Liste lesen!):

  1. Wessels AT
  2. Kühl
  3. Bernd Heinrich
  4. Frister

Der Wessels AT ist meine erste Wahl wegen der beiliegenden CDROM: Von der Aufbereitung her sind Kühl und Wessels gleich auf, bei Kühl finde ich zudem die „Übungs-Literatur“ herausragend. Es kann sein, dass die Positionen hier sich mittelfristig sogar ändern.
Ebenfalls sehr gut ist das zweibändige Werk von Bernd Heinrich zum Strafrecht AT, das einfach sehr schön geschrieben ist. Die Zusammenfassung der Problemschwerpunkte im zweiten Band sollte man sich auf jeden Fall kopieren – in jeder Hausarbeit ist die Gold wert, ebenso zum Wiederholen.
Der Frister war gut geschrieben, es fehlt aber einfach etwas Herausragendes um mit den anderen dreien mitzuhalten.

Nicht besprochen wurde bisher von mir das Buch zum StGB AT von Haft aus der JuS-Schriftenreihe. Wer einen möglichst schnellen Einstieg sucht, ohne dogmatischen Hintergrund mit vielen Schaubildern, der sei hierauf verwiesen. Als Einstieg ist es auch sehr gut geeignet, ich rate aber dringend (dann parallel) zum Wessels oder Kühl zur Nachbereitung.
Ebenfalls nicht besprochen ist hier das Werk von Volker Krey, das mir durchweg nicht gefallen hat.

Mit Blick auf die Prüfungen kann ich zwei weitere Bücher nahelegen: Einmal „Die Anfängerübung im Strafrecht“ von Tiedemann (für die kleine Übung), danach das sehr anspruchsvolle Buch zur Strafrechtsklausur von Gunther Arzt (zur großen Übung und zum Examen). Beide Bücher werden später noch ausführlich besprochen. Ebenfalls für die Zeit vor dem Examen ist „Prüfe dein Wissen – Strafrecht AT“ zu empfehlen.

Bei den Klausurenkursen zum Strafrecht ist der mehrteilige Klausurenkurs von Beulke zu Recht in der Literatur hoch gelobt. Ich verweise hier einfach darauf.

Wer das Strafrecht AT anspruchsvoll vertiefen möchte und dabei vor komplizierten Gedankengängen nicht zurückschreckt, dem sei Strafrecht AT von Puppe dringend ans Herz gelegt. Selbiges gilt für Strafrecht AT von Jakobs, das aber faktisch nicht mehr zu kaufen ist und zu umfangreich, um es im Seminar zu lesen. Diese beiden Tipps sind aber nur für diejenigen, die sich auf das Strafrecht AT festlegen, dies ist keine Empfehlung für Pflichtfachler.

Kurz zu den richtigen Lehrbüchern: Diese sind nur zum Erarbeiten dogmatischer Fragen im Detail nötig. Zugänglich ist auf jeden Fall die zweibändige Ausgabe von Roxin, die aber auch recht teuer ist. Gebraucht ist der Jescheck (5. Auflage, 1996) mitunter sehr günstig zu bekommen, der sich für zu Hause durchaus eignet und mit ausreichendem Tiefgang alle dogmatisch wichtigen Fragen beleuchtet. Der Maurach/Gössel/Zipf ist die wohl umfassendste Darstellung, leider aber inzwischen zu alt;Den Baumann/Weber/Mitsch mochte ich nie wirklich.

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