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Urheberrecht: Rechtsprechung zur Werkqualität von Lichtbildwerken

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Immer wieder wird bei so genannten Situationsfotos darum gestritten, ob diesen überhaupt die vermeintlich nötige „Schöpfungshöfe“ zu kommt. Tatsächlich kann man sich bei derartigen Werken, die als Lichtbildwerk zu qualifizieren sind, fragen ob ihnen die notwendige Werkqualität zukommt. Aber: Wie etwa das LG München I (7 O 8506/07) klar gestellt hat, sind die Anforderungen hier nicht allzu hoch:

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Urheberrecht & Abmahnung: Vorsicht bei „kostenlosen“ Stock Fotos

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Freie Bilddatenbanken mit so genannten „Stock Fotos“ die vermeintlich Lizenzfrei sind, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Datenbanken wie Pixelio.de, Aboutpixel.de oder auch Fotolia.de kennt inzwischen fast jeder und kann damit seine Webseite aufhübschen. Die Beliebtheit gibt es auch aus gutem Grund: Wer gerne Fotos erstellt, kann hier schnell und problemlos einen Markt finden, um sich einen Namen zu schaffen. Und wer kostengünstig bis kostenlos Bilder für seine Projekte sucht, kann sich „bedienen“ – muss aber (und das wird leider schnell vergessen) die Lizenzen beachten, unter denen die Bilder angeboten werden.

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Abmahnung wegen nicht lizenzgerechter Nutzung von Pixelio-Bildern

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Ich hatte vor kurzem bereits über Abmahnungen wegen der nicht lizenz-gerechten Verwendung von Bildern aus Bilddatenbanken berichtet, seinerzeit ging es um eine Abmahnung im Zusammenhang mit aboutpixel.de (hier nachzulesen). In den letzten Wochen mehren sich die Berichte im Netz zu Abmahnungen zu dem Thema, auch hier liegen weiterhin Abmahnungen dazu zur Bearbeitung vor, aktuell speziell wegen der Nutzung von Bildern von Pixelio.de.

Hinweis: Bitte den Sachverhalt sauber erfassen! Mitnichten wird von den Betreibern von Pixelio.de oder Aboutpixel.de abgemahnt, sondern diejenigen, die dort Bilder hinterlegt haben, sprechen Abmahnungen aus, wenn die Bilder nicht entsprechend den Lizenzen genutzt werden.

Bei den Abmahnungen zeigt sich mitunter viel Licht und auch viel Schatten: Von vollkommen übersetzten Streitwerten bis hin zu durchaus angemessenen Streitwerten ist quasi alles dabei. Die beigefügten Unterlassungserklärungen sind im Regelfall so abgefasst, dass alleine deswegen rechtlicher Rat zwingend in Anspruch genommen werden sollte – in der Summe kommt man wohl selten unter 1.000 Euro geforderter Summe davon.

Auf Grund der Vielfalt der mir bekannten Abmahnungsschreiben, möchte ich daher nicht pauschalieren und neben dem ohnehin grundsätzlichen Rat, zwingend anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, einen weiteren Hinweis platzieren:

Noch immer zeigen sich speziell Webdesigner und Agenturen überrascht, wenn Kunden abgemahnt werden, weil auf den Webseiten ein Bild aus einer „freien“ Datenbank zum Einsatz kommt. Auch bei diesen Bildern gibt es Lizenzbestimmungen, dabei ist im Regelfall der Urheber des Bildes namentlich zu benennen. Weiterhin wird es im Regelfall so sein, dass es auch nicht ausreicht, den Urheber „irgendwo“ in einem Quellenverzeichnis (etwa im Impressum) zu benennen. Die Richtlinien etwa von Pixelio sind insoweit unmissverständlich: Die Bezeichnung des Urhebers ist „am Bild selbst oder am Seitenende“ vorzunehmen. Agenturen sind gut beraten, sich sofort um das Thema zu kümmern und auch (oder eher insbesondere) bei älteren umgesetzten Aufträgen zu prüfen, inwiefern hier Bilder ohne Lizenzrechte genutzt wurden. Auf dem Weg können Designer und Agenturen nicht nur einem Schadensersatzanspruch vorbeugen, sondern beim Kunden vielleicht auch positiv in Erscheinung treten – bevor das Ansehen wegen einer Abmahnung ruiniert wird. Dabei sollten sich Webdesigner und Agenturen immer wieder auf die Pflicht besinnen, bei Nutzung von (fremden) Inhalten die gesamte Rechtekette nachweisen zu können.

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