Vorladung zur Polizei: Was tun?

Anwalt im Strafrecht: Rechtsanwalt Dieter Ferner, Fachanwalt für Strafrecht, und Rechtsanwalt Jens Ferner helfen Ihnen im Raum Aachen, Düren & Heinsberg im gesamten Strafrecht mit der Erfahrung aus hunderten Strafverteidigungen bei hiesigen Gerichten. Ihr Anwalt für Strafrecht in Alsdorf - Termin vereinbaren unter 02404-92100.

Wenn Sie eine Vorladung der erhalten haben: Seien Sie Vorsichtig! Der Vorladung können Sie entnehmen, ob Sie als „Beschuldigter“ oder „“ vorgeladen wurden. Die Konsequenz ist in beiden Fällen schon unterschiedlich: Auch wenn es „Vorladung“ heisst, ist es für den Beschuldigten dennoch nur eine „Einladung“! Sie müssen dem als Beschuldigter – anders als – nicht Folge leisten.

Hinweis: Wundern Sie sich nicht! Es war bis zum September 2017 über Jahrzehnte hinweg so, dass man auch als nicht bei der erscheinen musste. Das hat der Gesetzgeber aber bewusst geändert, Sie müssen daher als (nicht Beschuldigter!) zur , sonst riskieren Sie ein Zwangsgeld.

Auch bei uns:

Vorladung zur : Seien Sie nicht naiv

Gleichwohl sollten Sie sich von naiven Gedanken lösen, dass Sie nichts gemacht haben und Ihnen somit nichts droht: Das böse Erwachen kommt regelmäßig mitten in der Vernehmung, wenn plötzlich nach eigenen Tatbeiträgen gefragt wird, während man nur berichten wollte, was andere getan hatten.

Empfehlungen für Betroffene bei einer Vorladung zur

Nach meiner Erfahrung als kann es gerade für Unschuldige, die in beschuldigt werden, nur zwei Regeln geben:

  1. Sagen Sie nichts!
  2. Nehmen Sie sich einen Anwalt.

Dies nicht obwohl, sondern gerade weil Sie Unschuldig sind – unser System hat eine enorme Belastungstendenz, die von Laien immer wieder unterschätzt wird.

Vorladung als

Auch wenn man „nur“ als vorgeladen ist: Auf den ersten Blick ergeben sich keine Gründe, hier nicht zur zu gehen, die ohnehin zur wirkungsvollen Arbeit auf n angewiesen ist. Gleichwohl ist es keine Seltenheit, dass man erst und dann später – auf Grund der eigenen Aussage – Beschuldigter wird.

Informationsdefizit

Das Problem ist dabei immer das Gleiche: Sie wissen nicht worum es geht. Zwar wird Ihnen in der Vorladung normalerweise geschildert, worum es geht (Ort, Datum und ggfs. Tatvorwurf) – Sie wissen aber nicht, was bereits ermittelt wurde und andere ausgesagt hatten. Und in welchem Licht Ihre Aussage am Ende da steht. Wenn Sie Beschuldigter sind, erhält Ihr Anwalt – und kann diese Frage beantworten, bevor etwas schief läuft. Bei n besteht diese Möglichkeit zwar nicht grundsätzlich, doch auch hier kann eine Beratung helfen. Bevor etwa darüber nachgedacht wird, ob Sie den Täter angestiftet haben – oder dem Opfer strafrechtlich relevant nicht geholfen haben. Die Bewertung im Gerichtssaal weicht hier mitunter von der laienhaften rechtlichen Empfindung der Betroffenen erheblich ab.

Richtig reagieren bei der

Selbst wenn Sie auf diese Ratschläge nicht hören (wollen) und mitten in der Vernehmung merken, dass da „etwas in die falsche Richtung läuft“: Sie können die Vernehmung jederzeit abbrechen und darum bitten mit einem Anwalt zu sprechen. Nutzen Sie diese Möglichkeit.

Kritisch wird es, wenn Sie als vorgeladen wurden und während der Vernehmung plötzlich  förmlich belehrt werden, dass Sie nun als Beschuldigter in Betracht kommen. Hier haben Sie durch Ihre Aussage dafür selbst Sorge getragen, dass die ganze Nummer zu Ihren Lasten geht – brechen Sie jetzt ab! Sie können es ab sofort nur noch schlimmer machen. Suchen Sie einen , der Ihnen dann erklärt was geschehen ist und mit dem Sie dann eine geeignete Taktik für die Zukunft suchen.

Muss man bei der die Wahrheit sagen?

Bei der Frage, ob Sie die Wahrheit sagen müssen, ist zu Unterscheiden: Als werden Sie grundsätzlich die Wahrheit sagen müssen. Als Beschuldigter dagegen müssen Sie sich nicht selbst belasten und dürfen sogar zu Ihren Gunsten lügen, sei es bei der oder gar vor Gericht. Aber Sie dürfen dennoch keinen anderen fälschlich belasten oder n vortäuschen die nicht stattgefunden haben (dazu mehr hier bei uns). Da Sie durch Lügen in jedem Fall Widersprüche ern, wird es ratsamer sein, sich der beratenden Hilfe eines Profis zu bedienen, statt selber im Nebel zu stochern.

Auch müssen Sie sehen, dass in rechtlicher Hinsicht zu unterscheiden ist – wenn Sie etwa gegenüber der Polizei zwar ohne Belehrung aber auch ohne Aufforderung (spontan) etwas äußern, darf dies später in einem Prozess gegen Sie verwendet werden. Man nennt dies „Spontanäußerung“ und es ist leider ein typisches Problem, dass Betroffene in einer stressigen Situation gegenüber Polizisten „losplappern“. Versuchen Sie trotz der beunruhigenden stressigen Situation erst einmal ruhig zu bleiben und den Mund zu halten.

Fazit: Vorladung zur

Im Ergebnis merken Sie, dass Sie nicht wirklich viel tun können. Wohl aber können Sie eines tun: Viele Fehler begehen. Finden Sie sich damit ab, dass Sie einerseits keine Erfahrung haben im Umgang mit Ermittlungsbehörden und somit ahnungslos sind. Das bedeutet, dass jedes „herumprobieren“ an Ihrer Stelle zu Problemen führen kann und wird. Jedenfalls als Beschuldigter suchen Sie sich einen Anwalt, auch wenn der Geld kostet.

Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner - Fachanwalt für Informationstechnologierecht: Ich biete eine fokussierte Tätigkeit auf den Bereich Strafrecht, IT-Recht & Medienrecht, Arbeitsrecht sowie den Zivilprozess. Ergänzend dazu bin ich im Arbeitsrecht & Vertragsrecht tätig. Eine umfassende Betreuung von Handwerkern, Agenturen & Unternehmen wird geboten. Kern meiner Tätigkeit ist das Prozessrecht, ganz besonders im Bereich IT-Prozess sowie Klageabwehr im Zivilprozess. Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100. Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail oder Telefon anbieten - es gibt in unserer Kanzlei auch keinerlei kostenlose Tätigkeit!