Pflichtverteidigung: Widerruf der Beiordnung bei Sacheinlassung ohne Mandantengespräch

Beitrag wurde zuletzt aktualisiert:

Die Zwangsehe aus Pflichtverteidiger und Angeklagtem lässt sich bekanntlich nur unter erschwerten Umständen wieder auflösen. Hierzu findet sich ein besonders krasser Fall beim OLG München in Form einer Verfügung (7 St 7/14, zu finden in StV 3/2015, S. 155): Ein Strafverteidiger hatte mit dem Mandanten nicht gesprochen, gleichwohl eine Einlassung zur Sache abgegeben. Dies begründet mit dem OLG – zu Recht – eine nachhaltige und endgültige Erschütterung des Vertrauensverhältnisses, die zur Entpflichtung führt (und auch führen muss).

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Strafrecht

War der Beitrag hilfreich?

Klicken Sie zur Bewertung: