Noch mehr Kritik an Nomos

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf > News von Rechtsanwalt Ferner > Strafrecht > Noch mehr Kritik an Nomos

Ich habe mich ja schon kritisch geäussert, was die Preispolitik von Nomos angeht – doch es geht noch dreister was Nomos angeht. In der nach meinem Empfinden äußerst teuren Gesetzesausgabe „Strafrecht der europäischen Union“ gibt es nämlich auch inhaltlich Probleme. Dass z.B. die EMRK nur auszugsweise abgedruckt ist und ohne eines der wichtige und ausbildungsrelevanten Zusatzprotokolle ist schon ohne weitere Aussage schlimm genug. Dass aber beispielsweise der Art.2 EMRK vollständig fehlt und der Auszug erst mit Artikel 3 beginnt ist derart schlimm, dass ich momentan nachdenke, das Ganze als Sachmangel gegenüber Nomos geltend zu machen.

Nicht nur das der Artikel 2 EMRK wichtig ist, selbst das Nomos-Lehrbuch zum gleichen Thema schreibt dazu ein eigenes Unterkapitel, das man dann aber mit der entsprechenden Gesetzessammlung gar nicht lernen kann. Aber was solls, der Artikel 15 fehlt ja auch, so wie die Artikel 12 bis 16 insgesamt und alle ab Artikel 18. Was ich damit anfangen soll ist mir immer noch ein Rätsel, zumal die Aufsplittung des 1. Abschnitts der EMRK auf mich schlichtweg willkürlich wirkt. Momentan kann ich vom Kauf dieses Werkes nur abraten, in dieser Form ist es meines Erachtens für Klausuren nicht geeignet. Im Laufe der Woche schreibe ich an Nomos und berichte über die Reaktion.

Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner

Fachanwalt für IT-Recht bei Anwaltskanzlei Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht, berät Sie im gesamten Strafrecht, Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, gewerblichem Rechtsschutz und IT-Recht.

Kontakt zur Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf aufnehmen
Rechtsanwalt Jens Ferner

Letzte Artikel von Rechtsanwalt Jens Ferner (Alle anzeigen)

3 Antworten auf „Noch mehr Kritik an Nomos“

  1. Naja, was kam wohl: „Der Hinweis wird weitergegeben“. Ich muss anerkennen, dass innerhalb von 24h reagiert wurde und man sich auch mit meiner Mail auseinandergesetzt hat. Eine Form von Entgegenkommen gab es aber in keiner Weise, was insofern schlecht ist, weil das Buch als solches für einen Studenten m.E. nicht geeignet ist und ich nun 25 Euro zum Fenster rausgeworfen habe.

    Das merkt man daran, dass ich mit diesem Buch nicht in eine Klausur zu gehen wage (die ja bald bei mir ansteht), stattdessen habe ich mir den Sartorius II gekauft. Der Ärger wurde nur noch grösser, weil der Sartorius II ganze 2 Euro teurer ist – wer den dann mal neben das Werk von Nomos legt, kann sich nur noch an den Kopf fassen und sich fragen, welche Preispolitik dahinter steht.

    Nach meinen Klausuren folgt dazu ein Artikel mit mehreren Hinweisen zur Literatur im bereich EU-Strafrecht, bis dahin sei jeder Student schon vorab gewarnt, sich dieses Buch *nicht* anzuschaffen.

Kommentare sind geschlossen.