Fahren ohne Fahrerlaubnis – Strafmaß

Anwalt im Strafrecht: Rechtsanwalt Dieter Ferner, Fachanwalt für Strafrecht, und Rechtsanwalt Jens Ferner helfen Ihnen im Raum Aachen, Düren & Heinsberg im gesamten Strafrecht mit der Erfahrung aus hunderten Strafverteidigungen bei hiesigen Gerichten. Ihr Anwalt für Strafrecht in Alsdorf - Termin vereinbaren unter 02404-92100.

: Überraschend häufig sieht sich in meinem strafrechtlichen Alltag ein Mandant dem Vorwurf des Fahrens ohne ausgesetzt. Selbstverständlich kommt dann als erstes immer gleich die Frage, „mit welcher Strafe denn zu rechnen sei“. Dabei ist dies pauschal keineswegs zwingend zu beantworten, vielmehr hängt es immer am konkreten Einzelfall. Beispiele aus meiner Praxis.

: Die Details machen es aus!

Wer nur nach dem Tatvorwurf und dem Ergebnis fragt, der sieht am Ende nicht, worauf es ankommt. Drei willkürliche Beispiele:

  • Der Mandant fährt seit fast 15 Jahren ohne , er bekam im Zuge eines Strafbefehls eine Geldstrafe und keine Sperre zur Erteilung eines neuen Führerscheins.
  • Ein weiterer Mandant fuhr ein einziges Mal ohne Führerschein, er bekam eine Sperre von 6 Monaten und eine überschaubare Freiheitsstrafe (zur ).
  • Wiederum ein weiterer Mandant hat „nur“ seinen PKW von der Strasse auf seine Auffahrt gefahren: 4 Monate ohne und eine Sperre von einem Jahr.

Das wirkt alles sehr ungleich verteilt, der Blick auf die Details macht es dann aber deutlich.

: Beispielhafte Kriterien bei der

Der Regelfall – es gibt natürlich Ausnahmen! – ist so gestaltet, dass der Tatvorwurf faktisch erwiesen ist, es geht also häufig um eine sverteidigung. Die obigen Beispiele habe ich dabei bewusst verzerrt dargestellt, um zu zeigen, dass die pauschale Frage an sich immer wertlos ist.

Wenn etwa ein nicht vorbestrafter Mandant zumindest mal einen Führerschein hatte, fast 15 Jahre vollkommen Unfallfrei fährt und dann nur zufällig auffällt, um sich reuig und ehrlich einzulassen, kommt da mit guter Verhandlungstaktik letztlich eine Geldstrafe ohne Sperre heraus.

Anders ist es, wenn man „erwischt“ wird, weil man einen Unfall verursacht hat und von der Unfallstelle dann auch noch flüchtet. Hier konnte dann noch etwas gerettet werden, wenn darauf verwiesen werden konnte, dass man zumindest vorher den Verletzten „gesichtet“ und einen Krankenwagen gerufen hatte; dass hier aber das Strafmaß höher ausfallen muss liegt auf der Hand.

Richtig heftig ist es aber, wenn man gleich mehrfach einschlägig vorbestraft ist – und einfach weiter fährt. Wenn man dann unter dem Eindruck zwei laufender en gleichwohl erneut sein Auto umsetzt, und sei es nur von der Strasse auf die Auffahrt, dann droht das volle . Und dies immer mit Blick darauf, dass der Widerruf der laufenden en auch noch zu erwarten ist.

Fazit zur Strafe beim 

Es gibt nicht „das Strafmaß“, sondern es kommt auf die Details an. Wer vollkommen unbescholten ist, bei dem droht „weniger“, wer dagegen offensichtlich unbelehrbar ist, der bekommt „mehr“. Tatsächlich bieten sich für Betroffene Möglichkeiten, wie man selber aktiv Pluspunkte bei der sammeln kann. Dabei ist es insbesondere bei notorischen Fahrern ohne keinesfalls ausgeschlossen, dass diese ihre (erneut) erhalten.

Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner - Fachanwalt für Informationstechnologierecht: Ich biete eine fokussierte Tätigkeit auf den Bereich Strafrecht, IT-Recht & Medienrecht, Arbeitsrecht sowie den Zivilprozess. Ergänzend dazu bin ich im Arbeitsrecht & Vertragsrecht tätig. Eine umfassende Betreuung von Handwerkern, Agenturen & Unternehmen wird geboten. Kern meiner Tätigkeit ist das Prozessrecht, ganz besonders im Bereich IT-Prozess sowie Klageabwehr im Zivilprozess. Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100. Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail oder Telefon anbieten - es gibt in unserer Kanzlei auch keinerlei kostenlose Tätigkeit!