Fahren ohne Fahrerlaubnis: Auto weg?

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Rechtsanwalt Jens Ferner

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Strafverteidiger & Fachanwalt für IT-Recht bei Anwaltskanzlei Ferner
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Manchmal kann man nur staunen, zugleich sei es eine dringende Mahnung an die, die einen Strafbefehl erhalten: Wenn Post „im gelben Umschlag“ kommt, sofort öffnen, den Umschlag nicht wegwerfen, lesen und (versuchen zu) verstehen. Auf keinen Fall zögern, es laufen regelmäßig wichtige Fristen. Bei einem Strafbefehl ist der Zug regelmäßig gar ganz abgefahren, wenn man die 2-Wochen Frist nicht einhält.

In einem vorliegenden Fall geht es um einen Vorwurf, der zwar unschön, aber keineswegs ein Weltuntergang ist – Fahren ohne Fahrerlaubnis. Interessanterweise wird im Strafbefehl aber nicht nur eine recht hohe Strafe verhängt, sondern darüber hinaus auch noch die Einziehung des KFZ (als „Tatwerkzeug“) angeordnet. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm, die Maßnahme letztlich vollkommen unangemessen, nicht zuletzt weil es um das einzige Fahrzeug der Familie geht. Das Problem aber: Man muss sich innerhalb der 2 Wochen wehren. Und wer das nicht tut, der läuft Gefahr, auch vollkommen unangemessene Maßnahmen hinnehmen zu müssen.

Update: Die Sache wurde zwischenzeitlich vor dem Amtsgericht Aachen verhandelt. Der von mir vertretene Betroffene konnte erreichen, dass das Fahrzeug nicht eingezogen wird und die Familie weiterhin darüber verfügt.

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