§64 StGB: Symptomatischer Zusammenhang zwischen Hang und Tat

Die Anordnung einer Unterbringung nach §64 StGB benötigt einen Zusammenhang zwischen Hang und Tat – der aber muss nur mutursächlich sein, eine auch nur überwiegende Kausalität ist nicht notwendig:

Für die Bejahung eines symptomatischen Zusammenhangs zwischen Hang und Tat im Sinne des § 64 StGB ist es ausreichend, dass der Hang – gegebenenfalls neben anderen Umständen – mit dazu beigetragen hat, dass der Täter die Tat begangen hat. Ein solcher Zusammenhang ist typischerweise gegeben, wenn die Straftat unmittelbar oder mittelbar über den Erlös aus der Verwertung der Beute auch der Beschaffung von Drogen für den Eigenkonsum dient (vgl. BGH, Beschlüsse vom 3. März 2016 – 4 StR 586/15 Rn. 3, NStZ-RR 2016, 173 mwN und vom 25. November 2015 – 1 StR 379/15 Rn. 8, NStZ-RR 2016, 113).

BGH, 1 StR 132/18