Reiserecht

Wir sind im Reiserecht für Vermieter, Reiseagenturen und Reisebüros tätig. Durch die jahrelange Erfahrung im Wirtschaftsrecht, Wettbewerbsrecht und Reiserecht bieten wir Ihnen als Teil der Touristikbranche umfassende Unterstützung im Umgang mit den alltäglichen Problemen des Reiserechts: Von der Abwicklung streitiger Sachverhalte über Forderungseinzug bis hin zur Vertragserstellung.


Für Verbraucher sind wir im Reiserecht nicht tätig, bieten Verbrauchern auf dieser Seite aber gerne einen Überblick über das Reiserecht, mit weiterführenden Informationen und aktuellen Beiträgen. Wenn Sie vor Ort bei Ihrer Pauschalreise einen Mangel feststellen sollten Sie sofort reagieren. Sie übliche Checkliste sieht dabei so aus, wenn Sie einen Reisemangel geltend machen möchten:

  • Melden Sie den Reisemangel sofort der Reiseleitung vor Ort und bestehen Sie auf einer schriftlichen Bestätigung (dazu §651o BGB)
  • Dokumentieren Sie Reisemängel, machen Sie Fotos und Notizen als Gedächtnisstütze, insbesondere ein Lärmprotokoll bei Lärm
  • Wenn man vor Ort keine Abhilfe leisten konnte, prüfen Sie an Hand der bei uns verfügbaren Frankfurter Tabelle in welcher Höhe eine Minderung realistisch wäre und fordern Sie den Reiseanbieter zur Zahlung auf. Sie können auch einen Anwalt beauftragen, aber nur, wenn dies wirtschaftlich ist – sonst droht, dass Sie auf den Kosten sitzen bleiben.

Zivilrecht - Reiserecht (7)

Der BGH hat sich zur Bemessung des Entschädigungsanspruchs im Reiserecht geäußert – eine hilfreiche Orientierung. Dabei ist grundsätzlich die Frankfurter Tabelle heran zu ziehen. Sie denken daran: Es ist zu unterscheiden zwischen schlichten Unannehmlichkeiten und einem Reisemangel!

Zu den klassischen Versicherungsprodukten in der Touristik gehören die Reiserücktrittskosten- und die Reiseabbruchversicherung, auf die Reiseveranstalter und Reisemittler bei Abschluss des Reisevertrags hinweisen und über die sie die Kunden auch sachkundig informieren sollten.

Beitrag bei uns zur Reiserücktrittsversicherung

Mehrmals jährlich fahren – gerade, aber nicht nur, aus NRW – sehr viele Menschen von Deutschland in die Niederlande um dort Urlaub zu machen. Beim Besuch im Supermarkt vor Ort entdeckt man dann irgendwann das Regal mit den Medikamenten und staunt vor allem über den Preis: Ibuprofen, Diclofenac und Paracetamol (gerne kombiniert mit Koffein) für im Schnitt 1-2 Euro pro Packung (was heute nicht mehr zwingend viel günstiger ist als in deutschen Apotheken!). Nicht fern die Überlegung, sich vor Ort einen kleinen Vorrat anzuschaffen und damit nach Hause zu fahren. Darf man das?

Frankfurter Tabelle: Mitte der 1980er hat die 24. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt a.M. eine Tabelle entwickelt, der sich bei typischen Reisemängeln eine typische Minderungsquote für den Reisepreis entnehmen lässt. Diese Tabelle mag inzwischen fast 30 Jahre alt sein (sie wurde 1994 im Bereich der “Erläuterungen” aktualisiert), gleichwohl ist sie zeitlos, da sich unabhängig vom Reisepreis die Prozentzahlen auswirken können. Wir bieten die Frankfurter Tabelle ungekürzt und für Sie zum Nachlesen.

Wird ein Passagier nicht befördert, weil der Flug überbucht ist oder annulliert wird oder wenn der Flug verspätet ist, hat er Ansprüche hinsichtlich Entschädigung und Unterstützung gegenüber der Fluggesellschaft auf Ausgleichs-, Unterstützungs- und Betreuungsleistungen. Für den Bereich der EU-Mitgliedsstaaten ist dies in der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 geregelt. Lesen Sie in meinem Beitrag, wann der Passgier welche Ansprüche geltend machen kann.

Pauschalurlauber sind nicht schlecht gestellt, wenn auf einer Reise etwas schiefläuft. Das Gesetz gewährt ihnen insbesondere in den §§ 651a bis 651m Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) eine ganze Reihe von Rechten und Ansprüchen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Reisende diese fristgerecht geltend macht. In unserem Beitrag erhalten Sie eine Übersicht, wobei Sie bitte auch die zugehörigen Artikel zum Reiserecht beachten.

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Probleme im Urlaub

Reiserücktrittversicherung

Ein bei uns stetes Ärgernis ist die Auseinandersetzung mit der Reiserücktrittversicherung. Hier kann nur davon abgeraten werden, vorschnell zu agieren, ebenso wie ein zu langes Warten problematisch sein kann, kann auch eine Stornierung ohne hinreichenden Nachweis des Stornierungsgrundes zu Problemen führen. Wir bieten ausgewählte Rechtsprechung zum Thema Reiserücktrittversicherung.

Hohe Telefonkosten

Obwohl die EU viel reguliert hat drohen immer noch hohe Roaming-Kosten im Ausland – etwa im Nicht-EU-Ausland wie Türkei oder Schweiz; aber auch auf Kreuzfahrten mehren sich die Probleme. Allerdings können Sie sich bei zu hohen Roaming-Rechnungen wehren, denn Provider dürfen nicht einfach “blind” Kosten auflaufen lassen!

Sonstiger Ärger rund um den Urlaub

Bitte seien Sie nicht zu arglos mit Technik im Urlaub – ein freies WLAN könnte ein Angriffspunkt sein, ein gestohlener laptop kann zu erheblichem Ärger führen. Informieren Sie sich hier bei uns, wie Sie im Urlaub sicher mit Technik umgehen können!

Und wenn es Probleme auf der Arbeit mit dem Urlaub gibt, etwa mit einer Urlaubssperre, informieren Sie sich erst, bevor Sie Ihren Urlaub absagen – als Arbeitnehmer gibt es Schutz, Sie müssen Urlaub nehmen können.

Abschläge bei Reisemängeln

In der Rechtsprechung hat sich mit der Frankfurter Tabelle eine Orientierung etabliert, um festzumachen, mit welchen Abschlägen man kalkulieren sollte – wir bieten die vollständige Frankfurter Tabelle auf unserer Seite. Häufige Ärgernisse dabei sind:

  1. Abweichung von dem gebuchten Objekt: 10-25% (je nach Entfernung)
  2. Abweichende örtliche Lage (Strandentfernung): 5-15%
  3. Abweichende Art der Unterbringung im gebuchten Hotel (Hotel statt Bungalow, abweichendes Stockwerk): 5-10%
  4. Abweichende Art der Zimmer
    a) DZ statt EZ: 20%
    b) DreibettZ statt EZ: 25%
    c) DreibettZ statt DZ: 20-25%
    d) VierbettZ stattDZ: 20-30% (zu c und d: Entscheidend, ob Personen der gleichen Buchung oder unbekannte Reisende zusammen gelegt werden)
  5. Service
    a) vollkommener Ausfall: 25%
    b) schlechte Reinigung: 10-20%
    c) ungenügender Wäschewechsel (Bettwäsche, Handtücher): 5-10%
  6. Beeinträchtigungen
    a) Lärm am Tage: 5-25%
    b) Lärm in der Nacht: 10-40%
    c) Gerüche: 5-15%
  7. Fehlender oder verschmutzter Swimmingpool: 10-20% (bei Zusage)
  8. Fehlendes Hallenbad
    a) bei vorhandenem Swimmingpool: 10% (soweit nach Jahreszeit benutzbar)
    b) bei nicht vorhandenem Swimmingpool: 20%
Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Foto  von Düne an Nordsee

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