Insolvenzstrafrecht - Ferner: Rechtsanwalt für Strafrecht, Verkehrsrecht, IT-Recht Aachen

Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht

Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht gesucht? Das Insolvenzstrafrecht betrifft die strafrechtliche Verantwortung von Geschäftsführern und Vorständen – hier drohen empfindliche Strafen und erhebliche finanzielle Einbußen. Im Wirtschaftsstrafrecht betrifft das Insolvenzstrafrecht einen wesentlichen Teil unserer Tätigkeit. Wenn Sie einen Rechtsanwalt für Bankrott oder Insolvenzverschleppung suchen, stehen wir umgehend zur Verfügung.

Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht in Aachen
Strafverteidiger Jens Ferner | 02404 92100

Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht

Insolvenzstrafrecht: Unter Insolvenzstraftaten (§ 297 InsO), Insolvenzdelikte oder Bankrottstraftaten (§ 283 StGB) fallen die strafbaren Handlungen, bei denen es um die Eröffnung oder Durchführung eines Insolvenzverfahrens geht. In unserer Kanzlei für moderne Strafverteidigung finden Sie Ihren Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht. Zu den Insolvenzstraftaten gehören:

Wichtigster Tatbestand im Insolvenzstrafrecht ist sicherlich die sogenannte „Insolvenzverschleppung“ nach § 15a InsO, mit dem die Verletzung der insolvenzrechtlichen Antragspflicht strafbewehrt ist. Wichtig sind aber auch die Bankrottstraftaten, die in der Situation der wirtschaftlichen Krise des Unternehmens angesiedelt sind: Hier wird ein Verhalten unter Strafe gestellt, mit dem Verantwortliche gegen die Pflichten der ordentlichen Wirtschaftsführung verstoßen, etwa um Vermögenswerte beiseitezuschaffen oder Dritte zu bevorzugen.

Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht: Rechtsanwalt Ferner Aachen, Rechtsanwalt für Insolvenzstrafrecht bei Bankrott und Insolvenzverschleppung im Raum Aachen

Das Insolvenzstrafrecht ist ein komplexer rechtlicher Bereich, der eine hinreichende strafrechtliche Erfahrung ebenso verlangt, wie Kenntnis der fortlaufenden aktuellen Rechtsprechung!


Überschuldung

Dreh und Angelpunkt für insolvenzstrafrechtliche Delikte ist die Überschuldung – die etwa in § 19 Abs.2 InsO definiert ist als eine Situation, in der das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht decken kann. Aber: Zusätzlich ist eine Fortführungsprognose anzustellen. Hier bieten sich viele Verteidigungsansätze, etwa bei der Frage, auf welcher (zeitlichen) Basis eine solche Prognose angestellt werden muss oder wie sich Aktiva und Passiva konkret zu bestimmen haben. Staatsanwaltschaften gehen hier gerne zu lebensfremd vor, ein guter Wirtschaftsstrafrechtler hilft, das Verteidigungspotential auszuschöpfen.

Insolvenzverschleppung

Unter Umständen muss seitens eines Unternehmens ein Insolvenzantrag gestellt werden. Wer das nicht tut, obwohl er es muss, riskiert eine Strafbarkeit wegen sogenannter „Insolvenzverschleppung“ nach § 15a InsO. Immer wieder gibt es hierzu in den Medien falsche Berichte oder auch Ängste von Betroffenen wegen falscher Vorstellungen. Hier finden Sie mehr bei uns zur Insolvenzverschleppung – eine frühzeitige Verteidigung kann hier Weichen stellen!


News zum Insolvenzstrafrecht

Fortbestehensprognose bei Start-Up

In einer spannenden Entscheidung hat das Oberlandesgericht Düsseldorf, 12 W 7/21, hervorgehoben, dass die Grundsätze, die der Bundesgerichtshof für eine positive Fortbestehensprognose im Rahmen der Überschuldungsprüfung aufgestellt hat, nicht uneingeschränkt anwendbar sind! Erforderlich ist, dass das Unternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Lage ist, seine im Prognosezeitraum fälligen Zahlungsverpflichtungen zu decken, wobei die dafür erforderlichen…

Continue Reading Fortbestehensprognose bei Start-Up

Zum Persönlichkeitsrecht von Unternehmen – Unternehmenspersönlichkeitsrecht

Das OLG Koblenz (4 W 183/10) hatte sich kürzlich mit der Reichweite des „Persönlichkeitsrechts“ von Unternehmen zu beschäftigen. Im Sachverhalt sah es wie folgt aus: Am 16. März 2010 berichtete das „…-Magazin“ mittels einer Rund-E-Mail in einer „Exklusiv-Information“ unter der Überschrift „Chef von M… vor Gericht – Staatsanwaltschaft wirft R… S… betrügerischen Bankrott, Untreue und…

Continue Reading Zum Persönlichkeitsrecht von Unternehmen – Unternehmenspersönlichkeitsrecht

Vereinsrecht: Vorstand muss trotz Rücktritt Offenbarungseid ablegen

Mit dem Rücktritt vom Amt kann sich der Vorstand nicht aller Pflichten entledigen. Insbesondere befreit es ihn nicht von der Verpflichtung, für den Verein eine eidesstattliche Versicherung abzugeben, wenn der Verein die Zahlung eines Grundstücks schuldig bleibt, das er ersteigert hat. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Nach Ansicht des BGH liege ein Rechtsmissbrauch vor,…

Continue Reading Vereinsrecht: Vorstand muss trotz Rücktritt Offenbarungseid ablegen

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ist beendet

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ist beendet – mit weitreichenden Folgen: Seit dem 1.5.2021 besteht wieder eine Insolvenzantragspflicht und somit das „reguläre“ Insolvenzrecht aus der Zeit vor der Coronapandemie. Insofern gelten nun wieder strenge Insolvenzantragspflichten bei Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eines Unternehmens, die in der Insolvenzordnung (§ 15a InsO) geregelt sind. Die Geschäftsleitung des Unternehmens ist dafür verantwortlich,…

Continue Reading Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ist beendet

Insolvenzverschleppung: Fälligkeit von Forderungen im insolvenzrechtlichen Sinn

Der Bundesgerichtshof konnte im Insolvenzstrafrecht klar stellen, dass die Fälligkeit von Forderungen im insolvenzrechtlichen Sinn nicht voraussetzt, dass die geschuldete Leistung „ernsthaft eingefordert“ wird: Zahlungsunfähig ist, wer nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen (§ 17 Abs. 2 InsO). Wird (…) ein befristetes Darlehen durch Zeitablauf fällig, ist die Tilgungsverpflichtung des Schuldners bei der Prüfung…

Continue Reading Insolvenzverschleppung: Fälligkeit von Forderungen im insolvenzrechtlichen Sinn

D&O Versicherung: Kein Eintritt bei Haftung nach §64 GmbHG

Bei einer Directors-and-Officers-Versicherung („D&O-Versicherung“) handelt es sich um eine originäre Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die klassisch für Unternehmens-Organe und Geschäftsführer abgeschlossen wird. Lange im Streit war dabei die Frage, ob eine solche Versicherung bei der Haftung für Zahlungen nach Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung entsprechend §64 GmbHG aufkommen muss. Das OLG Düsseldorf hat klargestellt, dass dem nicht so ist. Update: Dieser Beitrag muss nunmehr…

Continue Reading D&O Versicherung: Kein Eintritt bei Haftung nach §64 GmbHG