Anwalt für Strafrecht

Rechtsanwalt für Marktmissbrauchsstrafrecht & Geldwäsche

Rechtsanwalt für Marktmissbrauchsstrafrecht & Geldwäsche gesucht? Unsere wirtschaftsstrafrechtlich orientierte Kanzlei verteidigt umfassend bei Delikten mit Bezug zum Kapitalmarkt und im Bankenrecht, speziell bei vermeintlichen strafrechtlich relevanten Verstößen gegen das WpHG, Geldwäschegesetz und KWG.

Rechtsanwalt für Geldwäsche
Fachanwalt für Strafrecht Dieter Ferner | 02404 92100

Rechtsanwalt für Marktmissbrauchsstrafrecht & Geldwäsche

Insbesondere beim Vorwurf der Geldwäsche aber auch im Markmissbrauchsstrafrecht sind wir als Strafverteidiger tätig. Die Geldwäsche ist dabei inzwischen ein äusserst verbreitetes Delikt, von dem sich immer mehr Bürger betroffen sehen – insbesondere arglose Menschen, die als Instrumente durch Hinterleute, mittels Täuschung, zu Helfern gemacht werden als so genannte „Finanzagenten“. In unserer Strafverteidiger-Kanzlei erhalten Sie umfassende Unterstützung!

So helfen wir insbesondere verteidigend im Kapitalmarktstrafrecht bei strafrechtlichen Vorwürfen in den Bereichen:

  • Vorwurf der Geldwäsche
  • Vorwurf des „Schwarzgelds“
  • Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen nach Kreditwesengesetz (KWG)
  • Versicherungsgeschäfte nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
  • Zahlungsdienste oder E-Geld-Geschäft nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG)
  • Verwaltung von Investmentvermögen im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB)

Es gibt eine Vielzahl von Geldquellen für inkriminiertes Geld: Schwarzarbeit, Drogenhandel, Prostitution, illegales Glücksspiel, Waffenhandel und Korruption spielen eine ganz erhebliche Rolle; Straftäter erlangen durch diese Handlungen erhebliche Summen "schmutzigen Geldes", natürlich überwiegend in Bar. Diese werden durch die Geldwäsche "sauber gewaschen". Sie werden also in den Finanzkreislauf eingebracht und etwa durch verschiedene Konten und Firmen geschleust.

Am Ende ist nicht mehr zu erkennen, woher die Gelder kommen und wem sie eigentlich gehören. Das Geld wird im normalen Wirtschaftsverkehr nutzbar, etwa zum Erwerb von Immobilien oder anderen Gütern.

Geldwäsche wird nach deutschem Strafrecht mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren und in besonders schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet (§ 261 StGB). Eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe droht, wenn leichtfertig nicht erkannt wird, dass ein Gegenstand aus einer rechtswidrigen Tat stammt (§ 261 Abs. 5 StGB).

Die meisten europäischen sowie nicht-europäischen Strafverfolgungsbehörden, Deutschland mit eingeschlossen, müssen zunächst die rechtswidrige Tat als Vortat zur Geldwäsche nachweisen, um eine Verurteilung der Täter wegen Geldwäsche zu erreichen. Unerklärbare Vermögenswerte sind für eine Verurteilung dabei zwar nicht ausreichend - können aber Anlass für eine Einziehung der Vermögenswerte geben! Für die strafrechtliche Relevanz muss dagegen eine Verbindung zwischen verdächtigen Finanzmitteln ohne erkennbare legale Quelle und einer Vortat hergestellt werden können. Kann dieser Zusammenhang nicht bewiesen werden, kommt es ggf. zu Verurteilungen wegen leichtfertiger Geldwäsche aufgrund einer Tätigkeit als Finanzagent mit Betrug bzw. Computerbetrug als Vortat.

Die Geldwäsche ist auch für sogenannte Finanzagenten von Bedeutung. Bei Finanzagenten handelt es sich um Personen, die ihr Privatkonto für geldwäscherelevante Transaktionen zur Verfügung stellen. Dort eingehende Beträge leiten sie gegen Provision an Hinterleute im Ausland oder andere Finanzagenten weiter.

Oftmals handelt es sich dabei um (arglose) Bürgerinnen und Bürger, die von Geldwäschern für ihre Zwecke missbraucht werden. Finanzagenten drohen dabei Strafen wegen Geldwäsche. Besonders verdächtig sind Anzeigen in Zeitungen oder im Internet, in denen nach Geschäftspartnern gesucht wird. Diese sollen oftmals die gegen eine hohe Provision ihre Konto- und Kontaktdaten zur Verfügung stellen. Inzwischen wird dabei professionell getäuscht, etwa durch Vorlage von Arbeitsverträgen und dem eindringlichen Versprechen einer seriösen Tätigkeit. Informieren Sie sich über Finanzagenten hier bei uns. 

Verfahrensintegrierte Finanzermittlungen haben zum Ziel, Vermögenswerte aufzuspüren und die Geldwäschehandlungen im Rahmen eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens zu erkennen. Bei verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen werden verdächtige Finanztransaktionen durch Auswertungen und Ermittlungen unabhängig von einem konkreten Grunddelikt geführt. Oft sind es die Banken, die bei einem Verdacht auf Geldwäsche eine Mitteilung an die Behörden herausgeben und dadurch Ermittlungen auslösen - etwa wenn jemand, der Geld vom Jobcenter erhält, plötzlich Corona-Subventionen überwiesen erhält oder grosse Bareinzahlungen vornimmt; zahlreiche eingehende Überweisungen können zudem einen Bank-Internen Betrugsverdacht auslösen.

Bei Finanzagenten kann man sehr oft die Einstellung ohne weitere Konsequenz erreichen - wenn man weiß was man tut. Es gibt auch Fälle wie diesen: Der uneinsichtige Mandant hatte fünfstellige Beträge in die Türkei gewaschen und erhielt 3 Jahre Freiheitsstrafe! Unsere Revision beim Bundesgerichtshof war aber erfolgreich ... die breite Masse unserer Mandanten erhält als Finanzagenten Einstellungen! Im Übrigen, wenn eine vorsätzliche Geldwäsche vorliegt, erledigen wir es als Einstellungen mit Geldauflage oder kleine Geldstrafe, insgesamt kann man die Sachen gut verteidigen (wenn kein krasser Fall organisierte Kriminalität vorliegt)

Rechtsanwalt für Marktmissbrauchsstrafrecht & Geldwäsche - Marktmissbrauchsstrafrecht & Geldwäsche. Strafverteidiger Ferner hilft!

Geldwäsche: Wir arbeiten im Kapitalmarktstrafrecht mit Ihren bereits vorhandenen Zivilrechtlern nahtlos zusammen – und sichern so die strafprozessuale Seite kompromisslos ab.

Rechtsanwalt für Geldwäsche

Die Geldwäsche wurde im März 2021 vollständig reformiert und ist nun ein umfassender Straftatbestand, der Zufallskriminalität geradezu provoziert: Wir bieten, nicht zuletzt auf Grund unserer Tätigkeit im Cybercrime, eine umfassende Erfahrung aus Geldwäsche-Strafprozessen. Nachdem nunmehr keine konkreten Vortaten mehr notwendig sind, sollte sofort ein Strafverteidiger hinzugezogen werden und auf keinen Fall der weitere Verlauf der Ermittlungen „blind“ abgewartet werden.

Markmissbrauchsstrafrecht

Das Markmissbrauchsstrafrecht ist, samt der Geldwäsche, eine echte Spezialmaterie. So leitete die BAFIN gerade einmal 220 Bußgeldverfahren im Jahr 2020 ein, nur fünf dieser Verfahren wurden wegen vorliegender Anhaltspunkte einer Straftat gemäß § 41 OWiG an die Staatsanwaltschaft abgegeben bzw. von der Staatsanwaltschaft übernommen, weil es einen Zusammenhang gab zwischen dortigen Ermittlungen zu einer Straftat und dem in der BaFin geführten Ordnungswidrigkeitenverfahren gemäß § 42 OWiG. Das bedeutet: Es gibt – anders als bei der Geldwäsche – eine äusserst überschaubare Zahl von Verfahren, bei denen es umso wichtiger ist, dass der Verteidiger weiss, was er tut. Unsere Kanzlei unterstützt mit zielgerichteter Erfahrung aus OWIG- und strafprozessualen Verfahren zivilrechtlich tätige Kanzleien, die sich somit gerade nicht als Strafverteidiger „versuchen“ müssen.

Geldwäsche: Rechtsanwalt Ferner ist Strafverteidiger im Bereich Geldwäsche und verteidigt gegen den Vorwurf Geldwäsche

Kreditinstitute, Kapitalanlagegesellschaften und Zahlungsinstitute müssen nach § 24c Absatz 1 Kreditwesengesetz (KWG) eine Datei führen, in der sie bestimmte Kontostammdaten speichern. Die BaFin erteilt auf Ersuchen Auskunft aus der Kontenabrufdatei an Behörden, dies kam 289.861 Mal im Jahr 2020 vor (BAFIN Jahresbericht 2020, Seite 117, daher auch die Grafik)

Erlaubnispflichtige Geschäfte

Zu den Aufgaben der BaFin gehört es insbesondere, zu prüfen, ob die Geschäfte neuer Anbieter am Kapitalmarkt oder neue Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen erlaubnispflichtig sind. Wurde eine eigentlich erlaubnispflichtige Tätigkeit bereits aufgenommen, ohne die erforderliche Genehmigung der BaFin zu besitzen, so wird der Erlaubnisvorbehalt durchgesetzt, was bedeutet, dass die BAFIN dafür sorgt, dass der Anbieter das unerlaubte Geschäft unverzüglich einstellt und abwickelt. Hier stehen dann regelmässig Strafbarkeiten, etwa nach dem KWG oder ZAG, im Raum.

Ordnungswidrigkeiten

Im Jahr 2020 setzte die BaFin nach eigener Mitteilung Geldbußen in einer Gesamthöhe von 8.499.000 Euro fest, dies auf Grundlage der klassischen Normen:

  • Geldwäschegesetz (GwG)
  • Kreditwesengesetz (KWG)
  • Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG)
  • Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)
  • Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
  • Wertpapierprospektgesetz (WpPG)
  • Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG)

Wegen Verstößen gegen Vorschriften des GwG, KWG,
VAG und ZAG setzte die BaFin 2020 im Bereich der Unternehmensaufsicht insgesamt 39 Einzelgeldbußen fest, die sich auf eine Gesamthöhe von 399.000 Euro summierten. Betroffen waren hierbei Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen sowie Institute, die das Finanzierungsleasing und/oder Factoring betreiben, und – je nach Sachlage – auch deren Verantwortliche oder mit der Wahrnehmung von Aufgaben beauftragte Dritte.

News zur Geldwäsche

Anrufen!