Opferanwalt: Opferhilfe, Nebenklage & Gewaltschutz

Anwalt für Opferhilfe und Gewaltschutz – Opferanwalt in Alsdorf und Aachen: Rechtsanwalt Jens Ferner in Alsdorf unterstützt Sie, wenn Sie Opfer einer Gewalttat wurden. Dies als “Opferanwalt” sowohl zivilrechtlich im Gewaltschutzgesetz und bei einstweiliger Anordnung als auch strafrechtlich im Bereich der Nebenklage. Dies unter Berücksichtigung Ihrer besonderen Lage und Schutzbedürftigkeit!

Ich möchte Ihnen helfen und biete ein Notfallhandy für Opfer von Straftaten und erste Ratschläge: 0175 1075646. Dazu auch: “Opferanwalt Jens Ferner – Opferanwalt.eu”

Es werden Besprechungen ausserhalb der Öffnungszeiten und nicht zwingend nur in den Kanzleiräumen ermöglicht, um ein schnelles Reagieren und sicheres Umfeld zu ermöglichen! Ich bin auf Basis von Prozesskostenhilfe tätig und biete das gesamte Tätigkeitsfeld in einer Hand – von Beratung über Gewaltschutz bis Unterlassung und Nebenklage.

Ihnen stehen als Opfer einer Straftat bestimmte Rechte zu sowie als Opfer bestimmter Straftaten die Möglichkeit eigener strafprozessualer Rechte – bis hin zu einem Anwalt auf Staatskosten, so insbesondere bei:

  • Sexualdelikten
  • Beleidigungsdelikten
  • Körperverletzungsdelikten
  • Freiheitsdelikten
  • versuchte Tötungsdelikten

Opferhilfe & Gewaltschutz (12)

Das Gewaltschutzgesetz (GewSchG) bezweckt die Verbesserung des zivilrechtlichen Schutzes bei Gewalttaten und bei bestimmten unzumutbaren Belästigungen.

Wenn Sie von der widerrechtlichen Verletzung des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit betroffen sind, können sich an die Gerichte wenden, ein erfahrener Anwalt hilft hier bei der effektiven Rechtsdurchsetzung. Die Gerichte haben mit §1 Absatz 1 GewSchG die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um Sie als Opfer vor weiteren Verletzungen zu schützen. Beispielsweise:

  • kann es dem Täter verboten werden, die Wohnung des Opfers zu betreten,
  • Verbindung zu ihm aufzunehmen oder
  • sich ihm zu nähern.
  • Haben Täter und Opfer einen gemeinsamen Haushalt geführt, steht dem Opfer grundsätzlich auch ein Anspruch darauf zu, dass ihm die Wohnung zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird (§2 GewSchG)

Entsprechende Anordnungen können die Gerichte bereits auch dann treffen, wenn der Betroffene nicht Opfer einer Gewalttat wurde, er aber widerrechtlich mit einer Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit bedroht wurde. Ebenso können gerichtliche Anordnungen im Falle des Hausfriedensbruchs ergehen. Schließlich erfasst das Gewaltschutzgesetz auch die Fälle des sogenannten „Stalking“. Hierunter ist eine unzumutbare Belästigung dadurch zu verstehen, dass der Täter dem Opfer gegen dessen ausdrücklich erklärten Willen wiederholt nachstellt oder es unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln verfolgt. Um zu erreichen, dass der Täter sich an die gerichtlichen Schutzanordnungen hält, können die Gerichte auf Antrag des Opfers ein Ordnungsgeld oder Ordnungshaft für den Fall des Verstoßes gegen die Schutzanordnung verhängen.

Beachten Sie dazu auch unsere Übersicht!

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Schutz_haeusliche_Gewalt Broschüre des BMJ: Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt Stand: 1. August 2017 In dieser Broschüre finden Sie Informationen zum Gewaltschutzgesetz.
821 KB
pdf hr_herausforderung-gewalt_2011-05 Vorfälle schwerer Gewalt an Schulen sind in Deutschland glücklicherweise sehr selten. Doch Mobbing oder Beleidigung stehen in vielen Schulen auf der Tagesordnung. Gerade diese vermeintlich kleineren Vorfälle gilt es ernst zu nehmen, um möglichen Gewaltentwicklungen früh und effektiv vorzubeugen. Hier wächst den Schulen immer mehr die Aufgabe zu, neben der Vermittlung von Wissen auch den Erwerb persönlicher und gemeinschaftlicher Wertorientierungen zu fördern. Aktuelle Informationen zum Thema Gewalt sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu deren Prävention in der Schule liefert die Handreichung „Herausforderung Gewalt“, die maßgeblich von Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie überarbeitet wurde. Sie konzentriert sich auf das erfolgreich evaluierte Interventionsprogramm des Psychologen Dan Olweus. Ziel des Programms ist, die präventiven Maßnahmen dauerhaft in den Schulalltag einzubetten, um eine schulische Umgebung zu schaffen, die auf der einen Seite von Wärme und Anteilnahme gekennzeichnet ist, auf der anderen Seite aber feste Grenzen gegen inakzeptable Verhaltensweisen setzt. Dazu werden die wichtigsten Bausteine einer gewaltpräventiven Arbeit an Schulen und deren Umsetzung beschrieben. Ergänzt wird dieser Themenblock mit umfangreichen Materialien für den Einsatz in der Praxis. Auch Hinweise und Präventionsansätze zu neuen und besonderen Erscheinungsformen von Gewalt unter jungen Menschen, wie Gewalt in den „Neuen Medien“ oder als Amokläufe bezeichnete Mehrfachtötungen mit unklarer Motivlage, umfasst die Handreichung. Bei allen Maßnahmen steht die Verantwortung für die Opfer und deren Schutz im Vordergrund. Die Anlage „Leitfaden Klassenklima“ enthält beispielhafte Fragebögen und Auswertungsleitfäden zum Klassenklima und zur sozialen Kompetenz in Schulklassen. Ein wertschätzendes Klassen- und Schulklima erleichtert das Lernen und wirkt präventiv gegenüber normabweichendem Verhalten. Mit den Fragebögen und den Auswertungsleitfäden kann der jeweilige Ist-Zustand erhoben werden, um daran anknüpfend Maßnahmen zur Verbesserung vorzunehmen.
2 MB
pdf br_wege-aus-der-gewalt_2011-09 Die Broschüre informiert über Ursachen von Gewalt. Sie geht dabei besonders auf die Bedeutung von Familie und Erziehung, die Wohn- und Lebensbedingungen, den Einfluss der Gruppe sowie die Wirkung gewalthaltiger Filme und Videospiele auf junge Menschen ein. Die möglichen Folgen von Gewalthandlungen werden zum einen für die Opfer und zum anderen für die Täter dargestellt. Eltern und andere Erziehungsverantwortliche bekommen Tipps, wie sie Kinder und Jugendliche davor bewahren können, Opfer - und vor allem wiederholtes Opfer - von Gewalttätigkeiten anderer junger Menschen zu werden. Des Weiteren sind Hinweise enthalten, wie Kindern dabei geholfen werden kann, Konflikte friedlich zu lösen. Für die als Zeuge indirekt mit Gewalt konfrontierten jungen Menschen sind in knapper Form sechs Grundregeln beschrieben, wie in Gewaltsituationen Hilfe geleistet bzw. mit Zivilcourage reagiert werden kann.
2 MB
pdf a719-hilfe-fuer-opfer-von-gewalttaten-256 Sehr umfangreiche Broschüre des Bundesarbeitsministeriums: Hilfe für Opfer von Gewalttaten
535 KB
pdf br_sicher-leben_2015-11 Die Broschüre informiert über Kriminalitätsformen, denen ältere Menschen in besonderer Weise ausgesetzt sind, und gibt Tipps zum wirksamen Schutz vor solchen Straftaten. Sie erläutert Gefahren an der Haustür und damit verbundene Diebstahlsdelikte sowie Gefahren am Telefon, wie den so genannten Enkeltrick oder falsche Gewinnversprechen. Weiterhin wird über Internetsicherheit, Gefahren im Internet und Soziale Netzwerke informiert. Ein anderer Abschnitt der Broschüre weist auf Gefahren hin, die einem unterwegs begegnen können, wie Handtaschenraub, Taschendiebstahl oder dubiose Kaffeefahrten. Wichtige Hinweise finden Leser darüber hinaus auch im Abschnitt Gewalt in der Pflege oder zu den Vorteilen von positiven nachbarschaftlichen Kontakten. Am Ende stehen Hinweise auf weiterführende Informationen und Materialien zum Themenkomplex, das Angebot der Opferhilfeinrichtung WEISSER RING sowie Adressen von Polizeilichen Beratungsstellen gelistet. (Quelle Polizei NRW)
8 MB
pdf Flyer: Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt Flyer des BMJ: Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt - In dieser Broschüre finden Sie Informationen zum Gewaltschutzgesetz. (Stand: 01.08.2015)
995 KB

Wenn Sie Opfer einer Straftat sind haben Sie verschiedene Rechte, die Sie kennen und nutzen sollten:

  • Bei besonderen Straftaten oder bei besonders schweren Folgen wie etwa bei Sexualdelikten, Körperverletzung, selbst bei Beleidigungen, können Sie als Nebenkläger auftreten und haben eigene Verfahrensrechte (beachten Sie dazu unseren FAQ-Eintrag “Nebenklage”)
  • Auch wenn Sie nicht als Nebenkläger auftreten ist Ihnen auf Antrag mitzuteilen: Ob das Verfahren eingestellt wurde, Ort und Zeitpunkt der Hauptverhandlung sowie die gegen den Angeklagten erhobenen Beschuldigungen sowie der Ausgang des gerichtlichen Verfahrens
  • Darüber hinaus haben Sie weitergehende Informationsrechte auf Antrag, so ist Ihnen mitzuteilen:
    1. ob die Weisung erteilt worden ist, zu Ihnen keinen Kontakt aufzunehmen oder mit Ihnen nicht zu verkehren;
    2. ob freiheitsentziehende Maßnahmen gegen den Beschuldigten oder den Verurteilten angeordnet oder beendet oder ob erstmalig Vollzugslockerungen oder Urlaub gewährt werden – wenn Sie hieran ein besonderes Interesse darlegen können;
    3. ob der Beschuldigte oder Verurteilte sich einer freiheitsentziehenden Maßnahme durch Flucht entzogen hat und welche Maßnahmen zu Ihrem Schutz deswegen gegebenenfalls getroffen worden sind;
    4. ob dem Verurteilten erneut Vollzugslockerung oder Urlaub gewährt wird – wenn Sie hieran ein besonderes Interesse darlegen können;

Mehr zu den Rechten der Opfer einer Straftat bei uns.

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Opfermerkblatt Broschüre des BMJ: Merkblatt für Opfer einer Straftat Stand: 1. Juni 2018 Dieses Merkblatt soll einen ersten Überblick darüber geben, wo Sie Hilfe finden und welche Rechte sie haben.
235 KB
pdf Opferfibel Broschüre des BMJ: OpferFibel Stand: 1. Juni 2018 Rechte von Verletzten und Geschädigten in Strafverfahren.
2 MB
pdf Flyer: Strafprozess Flyer des Landes NRW: Strafprozess - Informationen des Justizministeriums zu den einzelnen Verfahrensabschnitten, der Beteiligung von Verletzten und zum Opferschutz. (Stand Januar 2013)
3 MB
pdf a719-hilfe-fuer-opfer-von-gewalttaten-256 Sehr umfangreiche Broschüre des Bundesarbeitsministeriums: Hilfe für Opfer von Gewalttaten
535 KB

Wenn Sie als Opfer einer Straftat in einem Strafverfahren als Nebenkläger auftreten haben Sie im Kern folgende Rechte:

  • Sie können einen Rechtsanwalt (den sog. Nebenklägervertreter) als Beistand hinzuziehen – dies geht bei vielen Delikten auf Basis von Prozesskostenhilfe, mitunter bei schweren Delikten auch auf Staatskosten
  • Sie dürfen durchgehend an der Hauptverhandlung teilnehmen, von Beginn an – müssen dies aber nicht
  • Sie haben Informationsrechte über den Stand des Verfahrens
  • Sie haben Anhörungsrechte und das Recht, zu einzelnen Aspekten Stellung zu nehmen und Erklärungen abzugeben
  • Es besteht ein Akteneinsichtsrecht über Ihren Rechtsanwalt
  • Sie können Fragen an Angeklagten, Zeugen oder Sachverständige stellen
  • Sie haben ein eigenes Beweisantragsrecht
  • Möglichkeit von Rechtsmitteln (eingeschränkt)

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Flyer: Strafprozess Flyer des Landes NRW: Strafprozess - Informationen des Justizministeriums zu den einzelnen Verfahrensabschnitten, der Beteiligung von Verletzten und zum Opferschutz. (Stand Januar 2013)
3 MB
pdf a719-hilfe-fuer-opfer-von-gewalttaten-256 Sehr umfangreiche Broschüre des Bundesarbeitsministeriums: Hilfe für Opfer von Gewalttaten
535 KB
pdf Opferfibel Broschüre des BMJ: OpferFibel Stand: 1. Juni 2018 Rechte von Verletzten und Geschädigten in Strafverfahren.
2 MB
pdf Opfermerkblatt Broschüre des BMJ: Merkblatt für Opfer einer Straftat Stand: 1. Juni 2018 Dieses Merkblatt soll einen ersten Überblick darüber geben, wo Sie Hilfe finden und welche Rechte sie haben.
235 KB

Die Regelungen zur psychosozialen Prozessbegleitung traten am 1. Januar 2017 in Kraft. Seit dem bekommen besonders schutzbedürftige Opfer die Möglichkeit, vor, während und nach der Hauptverhandlung professionell begleitet zu werden, neben der anwaltlichen Vertretung. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die Opfer schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte geworden sind, erhalten einen Rechtsanspruch auf kostenlose psychosoziale Prozessbegleitung. Für andere Opfer von schweren Gewalt- und Sexualstraftaten soll das Gericht nach Lage des Einzelfalls entscheiden, ob psychosoziale Prozessbegleitung erfolgen soll.

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Psychosoziale_Prozessbegleitung Psychosoziale Prozessbegleitung: Sie oder Ihr Kind ist Opfer einer Gewalt- oder Sexualstraftat geworden oder Sie haben einen nahen Angehörigen durch ein Tötungsdelikt verloren? Dann haben Sie neben der Verarbeitung dieses Erlebnisses nun möglicherweise auch einen Strafprozess durchzustehen. Die psychosoziale Prozessbegleitung ist dafür da, Ihnen zu helfen.
369 KB

Der Begriff „Täter-Opfer-Ausgleich“ umschreibt Bemühungen um einen Ausgleich zwischen (mutmaßlichem) Täter und Opfer einer Straftat, und zwar nicht nur im Sinne einer materiellen Schadenswiedergutmachung, sondern darüber hinaus im Sinne eines ideellen Ausgleichs von begangenem und erlittenem Unrecht durch Verantwortungsübernahme auf der einen und Bereitschaft zu einem derartigen Ausgleich auf der anderen Seite. Wünschenswert ist die Durchführung und Moderation eines TOA durch eine unabhängige, grundsätzlich neutrale und möglichst besonders für diese Aufgabe geschulte Person als Vermittler oder Mediator.

Der TOA ermöglicht der Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens und dem Gericht eine Strafmilderung oder das Absehen von Strafe ermöglichen. So kann inzwischen auch im Erwachsenenstrafrecht das Verfahren nach § 153a Abs.1 Satz 2 Nr. 5 StPO eingestellt werden, wenn sich der mutmaßliche Täter gemäß einer entsprechenden Auflage ernsthaft um einen TOA bemüht hat.

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Flyer: Täter Opfer Ausgleich Flyer des Landes NRW: Täter-Opfer-Ausgleich - Ein konkretes Fallbeispiel zeigt die Vorteile des Täter-Opfer-Ausgleichs auf und verweist auf die Rechtsgrundlagen.
529 KB

Es kommt auf die Tat oder deren Folgen an. Eine Nebenklage kommt ohne Berücksichtigung der Folgen jedenfalls grundsätzlich in Betracht bei folgenden Delikten:

  • Sexualdelikte
  • Tötungsdelikte
  • vorsätzlich begangene Körperverletzungsdelikte
  • Strafbewehrter Verstoss gegen eine Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz
  • Straftaten im gewerblichen Rechtsschutz, insbesondere Markenrecht, Designrecht & Urheberrecht

Wenn besonders schwerwiegende Folgen festzustellen sind, was eine Bewertung der Folgen erfordert und auch von der jeweiligen Wertung und Argumentation abhängig ist, kommt eine Nebenklage in Betracht insbesondere aber nicht ausschliesslich bei folgenden Delikten:

  • Ehrdelikte wie Beleidigung
  • Fahrlässige Körperverletzung
  • Qualifizierter Diebstahl
  • räuberische Delikte

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Opfermerkblatt Broschüre des BMJ: Merkblatt für Opfer einer Straftat Stand: 1. Juni 2018 Dieses Merkblatt soll einen ersten Überblick darüber geben, wo Sie Hilfe finden und welche Rechte sie haben.
235 KB
pdf Opferfibel Broschüre des BMJ: OpferFibel Stand: 1. Juni 2018 Rechte von Verletzten und Geschädigten in Strafverfahren.
2 MB
pdf Flyer: Strafprozess Flyer des Landes NRW: Strafprozess - Informationen des Justizministeriums zu den einzelnen Verfahrensabschnitten, der Beteiligung von Verletzten und zum Opferschutz. (Stand Januar 2013)
3 MB

Der Erlaß einer Gewaltschutzanordnung gemäß § 1 GewSchG benötigt allein die Feststellung der tatbestandlichen Voraussetzungen nach § 1 Abs. 2 Satz 1 bzw. Abs. 2 GewSchG:

Hat eine Person vorsätzlich den Körper, die Gesundheit oder die Freiheit einer anderen Person widerrechtlich verletzt, hat das Gericht auf Antrag der verletzten Person die zur Abwendung weiterer Verletzungen erforderlichen Maßnahmen zu treffen

Wenn dies festgestellt werden kann, rechtfertigt es sodann alle “zur Abwehr weiterer Verletzungen erforderlichen Maßnahmen”, insbesondere eine solche auf Unterlassung von Handlungen der in § 1 Abs. 1 Satz 3 GewSchG beschriebenen Art, vorzunehmen. Ausdrücklich keine Voraussetzung ist, daß eine Wiederholungs- oder Begehungsgefahr gerade hinsichtlich der einzelnen untersagten Verhaltensweise festgestellt ist! Die Auswahl der einzelnen Unterlassungsverpflichten ist vielmehr alleine von deren Geeignetheit und Erforderlichkeit zur Abwehr einer Gefährdung der geschützten Rechtsgüter abhängig.

Als Opfer von Cybercrime sehen Sie sich einem schier unüberschaubaren Problem ausgesetzt – Inhalte verbreiten sich massenhaft, Attacken laufen uferlos und scheinbar Gesichtslos. Ich bin auf Cybercrime und IT-Strafrecht spezialisiert, biete Unternehmen und Verbrauchern Hilfe, Informieren Sie sich hier über erste Ansätze und Möglichkeiten der Unterstützung.

Auch dies ist möglich: Eine Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz, die sowohl ein Kontaktverbot als auch ein Annäherungsverbot beinhaltet, kann auch bei Bedrohungen über das Soziale Netzwerk Facebook erlassen werden.

Dies in vielerlei Hinsicht, so können alleinerziehende Elternteile auch gegen Veröffentlichungen zu Lasten der Kinder durch Dritte – auch den anderen Elternteil – vorgehen. Verleumdungen, Bloßstellungen und Beleidigungen sind ebenfalls zu unterlassen. Nur weil es digital geschehen ist kann man sich gleichwohl wehren als Opfer!

Die Antwort kann kurz mit “ja” gegeben werden: Wenn ein Partner – gleich ob Ehe oder sonstige Partnerschaft – gewalttätig wird, dann kann die Wohnung dem anderen zugewiesen werden. Dies kann in zwei Schritten geschehen

  1. In einer Sofortmaßnahme kann die hinzugerufene Polizei noch vor Ort ein für mehrere Tage andauerndes Rückkehrverbot aussprechen.
  2. In einem dann folgenden Schritt kann das Gericht dies auf mehrere Monate ausdehnen.

Organisationen sind beispielsweise der „WEISSE RING e.V.“ und der „Arbeitskreis der Opferhilfen in Deutschland e.V.“. Der WEISSE RING bietet neben einem bundesweiten System von Anlaufstellen für Kriminalitätsopfer auch Beratungsschecks für die kostenlose Erstberatung bei einem frei gewählten Anwalt sowie ein rund um die Uhr besetztes „Opfertelefon“ an. Unter der europaweit für Opferhilfe geltenden Nummer 116006 können Opfer kostenfrei jederzeit Hilfe und Unterstützung erhalten. Der Arbeitskreis der Opferhilfen in Deutschland wirkt als Dachorganisation verschiedener professionell tätiger Opferhilfeeinrichtungen. Neben diesen überregionalen Opferhilfeinitiativen engagieren sich zahlreiche Hilfseinrichtungen auf regionaler und lokaler Ebene, die ebenfalls mit großem Engagement tätig sind und sich teilweise auf die Beratung und Betreuung von Personen spezialisiert haben, die Opfer bestimmter Kriminalitätsformen, wie etwa Sexualstraftaten oder fremdenfeindlich motivierter Übergriffe, geworden sind.

Hinweis: Einen bundesweiten Überblick über Hilfsangebote bietet die ODABS-Onlinedatenbank für Betroffene von Straftaten“, welche im Rahmen des Projektes „Atlas der Opferhilfen in Deutschland“ der Kriminologischen Zentralstelle entstanden ist: http://www.odabs.org/index.html.

Zugehörige Downloads

DateiBeschreibungDateigröße
pdf Flyer2015 Flyer: Fachstellen gegen häusliche Gewalt in der StädteRegion Aachen
2 MB
pdf web_1802011_fo Flyer Weisser Ring eV
516 KB

Bei Erhalt einer einstweiligen Verfügung (im Familienrecht: einstweilige Anordnung) wurde ein Streit kurzfristig und vorab “geklärt” – hier stehen meistens Folgestreitigkeiten an:

Load More

Gewaltschutz & einstweilige Anordnung

Ihr Anwalt für Gewaltschutz hilft vor Übergriffen: Das Gewaltschutzgesetz ermöglicht den Zivilgerichten, gegen gewalttätige oder gewaltbereite Mitbewohner Maßnahmen zu ergreifen. So gibt es insbesondere die Möglichkeit, eine zeitlich befristete Ausweisung aus der Wohnung im Eilverfahren zu beschließen. Die Maßnahme ist sowohl in Bezug auf Eheleute als auch andere Wohngemeinschaften und Lebenspartnerschaften möglich. Weiterhin ist es möglich, Kontaktverbote oder die Unterlassung von Belästigungen und Nachstellungen über Fernkommunikationsmittel wie Telefon, Briefe oder Messaging anzuordnen. Diese gerichtlichen Beschlüsse sind für den Fall des Verstoßes strafbewehrt!

Opferanwalt – zur Wahrung Ihrer Rechte

Als Opferanwalt vertritt Rechtsanwalt Jens Ferner Ihre Interessen gegen Täter – hart und ohne Abstriche. Sowohl strafrechtlich als auch zivilrechtlich, insbesondere bei Schmerzensgeldgeld und Schadensersatz, kann ein Opferanwalt sicherstellen, dass Ihre Interessen nicht zu Gunsten von “Verfahrensökonomie” oder “Verteidigungstaktik” untergehen. Im Raum Aachen und Heinsberg steht Ihnen Rechtsanwalt Jens Ferner mit seiner umfangreichen strafrechtlichen Erfahrung als “Opferanwalt” gerne zur Seite.

Aktuelles zum Gewaltschutzgesetz

  • Rechtliche Voraussetzungen der Wohnungsverweisung mit Rückkehrverbot
  • Gesetzentwurf: 3. Opferrechtsreformgesetz
  • Bewährungswiderruf wegen öffentlicher Facebook-Postings nach Kontaktsperre
  • Gewaltschutzgesetz: Zur einstweiligen Anordnung von Gewaltschutzmaßnahmen bei Trennung & Nachstellung
  • Gewaltschutzgesetz: Strafgericht muss Rechtmäßigkeit der Anordnung nach GewSchG prüfen
  • Gewaltschutzgesetz: Kontaktverbot und Annäherungsverbot nach Bedrohung auf Facebook
  • Einstweilige Verfügung erhalten – was tun?
  • Entschädigung: Stalking nicht generell als tätlicher Angriff anzusehen
  • Wohnungszuweisung: Zu betreuende Kinder müssen berücksichtigt werden
  • Gewaltschutzgesetz: Lebensgefährte kann aus Wohnung gewiesen werden
  • Zugehörige Downloads

    DateiBeschreibungDateigröße
    pdf 8677 Broschüre Merkblatt Opfer_Din lang_Einzelseiten schreibgeschützt Merkblatt des Landes NRW für Opfer von Straftaten
    729 KB
    pdf ib_stalking_2015_03 Das Informationsblatt beschreibt in knapper Form, was unter dem Phänomen des Stalking (Nachstellen) zu verstehen ist, aus welchen Situationen heraus sich ein gezieltes Nachstellen von Personen entwickelt und welche Folgen dieses Verhalten für die Opfer haben kann. Dabei wird auch auf den Verbreitungsgrad solcher Straftaten hingewiesen. Zudem sind Tipps aufgeführt, wie sich Stalking-Opfer verhalten sollten. Abschließend finden sich Hinweise auf Hilfe- und Unterstützungsangebote.
    579 KB
    pdf hr_herausforderung-gewalt_2011-05 Vorfälle schwerer Gewalt an Schulen sind in Deutschland glücklicherweise sehr selten. Doch Mobbing oder Beleidigung stehen in vielen Schulen auf der Tagesordnung. Gerade diese vermeintlich kleineren Vorfälle gilt es ernst zu nehmen, um möglichen Gewaltentwicklungen früh und effektiv vorzubeugen. Hier wächst den Schulen immer mehr die Aufgabe zu, neben der Vermittlung von Wissen auch den Erwerb persönlicher und gemeinschaftlicher Wertorientierungen zu fördern. Aktuelle Informationen zum Thema Gewalt sowie konkrete Handlungsempfehlungen zu deren Prävention in der Schule liefert die Handreichung „Herausforderung Gewalt“, die maßgeblich von Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie überarbeitet wurde. Sie konzentriert sich auf das erfolgreich evaluierte Interventionsprogramm des Psychologen Dan Olweus. Ziel des Programms ist, die präventiven Maßnahmen dauerhaft in den Schulalltag einzubetten, um eine schulische Umgebung zu schaffen, die auf der einen Seite von Wärme und Anteilnahme gekennzeichnet ist, auf der anderen Seite aber feste Grenzen gegen inakzeptable Verhaltensweisen setzt. Dazu werden die wichtigsten Bausteine einer gewaltpräventiven Arbeit an Schulen und deren Umsetzung beschrieben. Ergänzt wird dieser Themenblock mit umfangreichen Materialien für den Einsatz in der Praxis. Auch Hinweise und Präventionsansätze zu neuen und besonderen Erscheinungsformen von Gewalt unter jungen Menschen, wie Gewalt in den „Neuen Medien“ oder als Amokläufe bezeichnete Mehrfachtötungen mit unklarer Motivlage, umfasst die Handreichung. Bei allen Maßnahmen steht die Verantwortung für die Opfer und deren Schutz im Vordergrund. Die Anlage „Leitfaden Klassenklima“ enthält beispielhafte Fragebögen und Auswertungsleitfäden zum Klassenklima und zur sozialen Kompetenz in Schulklassen. Ein wertschätzendes Klassen- und Schulklima erleichtert das Lernen und wirkt präventiv gegenüber normabweichendem Verhalten. Mit den Fragebögen und den Auswertungsleitfäden kann der jeweilige Ist-Zustand erhoben werden, um daran anknüpfend Maßnahmen zur Verbesserung vorzunehmen.
    2 MB
    pdf br_wege-aus-der-gewalt_2011-09 Die Broschüre informiert über Ursachen von Gewalt. Sie geht dabei besonders auf die Bedeutung von Familie und Erziehung, die Wohn- und Lebensbedingungen, den Einfluss der Gruppe sowie die Wirkung gewalthaltiger Filme und Videospiele auf junge Menschen ein. Die möglichen Folgen von Gewalthandlungen werden zum einen für die Opfer und zum anderen für die Täter dargestellt. Eltern und andere Erziehungsverantwortliche bekommen Tipps, wie sie Kinder und Jugendliche davor bewahren können, Opfer - und vor allem wiederholtes Opfer - von Gewalttätigkeiten anderer junger Menschen zu werden. Des Weiteren sind Hinweise enthalten, wie Kindern dabei geholfen werden kann, Konflikte friedlich zu lösen. Für die als Zeuge indirekt mit Gewalt konfrontierten jungen Menschen sind in knapper Form sechs Grundregeln beschrieben, wie in Gewaltsituationen Hilfe geleistet bzw. mit Zivilcourage reagiert werden kann.
    2 MB
    pdf a719-hilfe-fuer-opfer-von-gewalttaten-256 Sehr umfangreiche Broschüre des Bundesarbeitsministeriums: Hilfe für Opfer von Gewalttaten
    535 KB
    pdf Opferfibel Broschüre des BMJ: OpferFibel Stand: 1. Juni 2018 Rechte von Verletzten und Geschädigten in Strafverfahren.
    2 MB
    pdf Opfermerkblatt Broschüre des BMJ: Merkblatt für Opfer einer Straftat Stand: 1. Juni 2018 Dieses Merkblatt soll einen ersten Überblick darüber geben, wo Sie Hilfe finden und welche Rechte sie haben.
    235 KB
    pdf Schutz_haeusliche_Gewalt Broschüre des BMJ: Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt Stand: 1. August 2017 In dieser Broschüre finden Sie Informationen zum Gewaltschutzgesetz.
    821 KB
    pdf Ich_habe_Rechte Ich habe Rechte: Ein Wegweiser durch das Strafverfahren für jugendliche Zeuginnen und Zeugen des BMJV
    4 MB
    pdf Psychosoziale_Prozessbegleitung Psychosoziale Prozessbegleitung: Sie oder Ihr Kind ist Opfer einer Gewalt- oder Sexualstraftat geworden oder Sie haben einen nahen Angehörigen durch ein Tötungsdelikt verloren? Dann haben Sie neben der Verarbeitung dieses Erlebnisses nun möglicherweise auch einen Strafprozess durchzustehen. Die psychosoziale Prozessbegleitung ist dafür da, Ihnen zu helfen.
    369 KB