Familienrecht – Rechtsanwalt Ferner Alsdorf: Familienrecht

Familienrecht – Rechtsanwalt zum Familienrecht in Alsdorf: Wir sind im gesamten Familienrecht tätig – insbesondere im Rahmen der Scheidung und des vertraglichen Eherechts, darüber hinaus in Fragen der Gestaltung  und Absicherung von Partnerschaften sowie im Sorgerecht, Unterhaltsrecht samt Elternunterhalt.
Wir bieten Ihnen auf unserer Webseite hunderte von Informationen aus dem gesamten Familienrecht, die auf dieser Seite verlinkt sind.

Scheidung (12)

Die gesetzlichen Gebühren sind abhängig vom Gegenstandswert, der sich wiederum über das Einkommen der Ehepartner bestimmt. Rechtsanwälte treffen hier eine Bewertung wie umfangreich eine Tätigkeit war und können dann die Gebühr selber innerhalb des Streitrahmens bis zu einer „2,0 Gebühr“ bestimmen. Bei uns gilt: Grundsätzlich wird die Mittelgebühr von 1,3 aus den gesetzlichen Gebühren an Hand des Streitwerts abgerechnet. Wir rechnen die Scheidung nicht zu unseren Gunsten teurer durch hohe Gebühren. Sie erhalten von uns zudem eine Kostenberechnung hinsichtlich der voraussichtlichen Kosten Ihrer Scheidung, damit sie planen können. Weiterhin können Sie bei uns auf Wunsch monatliche Raten zahlen, um die anfallenden Gebühren zu begleichen. Die Höhe der Rate werden wir im Einzelfall absprechen, 50 Euro bis 100 Euro pro Monat sollten allerdings möglich sein. Beachten Sie unsere Darstellung der Kosten einer Scheidung mit Kostenbeispielen.

Es kommt hier stark darauf an wie ausgelastet das Gericht ist und auch ob ein Versorgungsausgleich durchgeführt wird oder nicht. Grundsätzlich können Sie im Fall einer einvernehmlichen Scheidung (mit Versorgungsausgleich) von vier bis sechs Monaten ausgehen. Wenn kein Versorgungsausgleich durchgeführt wird verkürzt es sich deutlich, hier kann man grundsätzlich von bis zu drei Monaten ausgehen. Streitige Scheidungen dagegen können nicht ernsthaft prognostiziert werden, da es hier auch auf das Verhalten der Beteiligten ankommt. Verfahrenslaufzeiten von deutlich über 6 Monaten sind aber durchaus realistisch.

Dazu bei uns: Ablauf einer Scheidung

Eine Scheidung einreichen kann man, wenn die Ehe gescheitert ist, wenn die Ehe “zerrüttet” ist. Von einer zerrütten Ehe ist dann auszugehen, wenn die eheliche Gemeinschaft nicht mehr besteht, wenn sich also die Ehepartner getrennt haben. Am Anfang steht damit also die Trennung, wobei es nicht notwendig ist, dass man für eine Trennung in verschiedenen Wohnungen lebt. Wenn man das Trennungsjahr – 1 Jahr – hinter sich gebracht hat und sich über den Wunsch einer Scheidung einig ist, kann der Scheidungsantrag beim zuständigen Familiengericht gestellt werden. Das Trennungsjahr kann in extremen Härtefällen abgekürzt werden, eine Eheaufhebung dagegen kommt kaum in Betracht.

Beachten Sie dazu auch bei uns: Ablauf einer Scheidung im Detail

In einer Ehe gibt es immer einen “Güterstand”: Ein solcher Güterstand regelt, wie die Vermögensgegenstände der Ehegatten zuzuordnen sind. Also ob diese einem Ehegatten alleine oder eben beiden gemeinsam zuzurechnen sind. Hiernach bemisst sich dann auch, ob und wie im Fall der Trennung und Scheidung gemeinsames Vermögen zu verteilen ist – und wie mit Vermögenszuwächsen umzugehen ist. Das gesetzliche Leitmodell ist dabei die “Zugewinngemeinschaft” als der im Familienrecht gesetzlich grundsätzlich geregelte Güterstand für Ehegatten sowie eingetragene Lebenspartner. Mit der Zugewinngemeinschaft gilt eine strikte Trennung der Vermögensmassen der Eheleute – das Vermögen wird nicht gemischt, es wird getrennt gehalten. Hiervon kann (nur) durch notarielle Vereinbarung abgewichen werden.

Mit dem grundsätzlich geltenden Modell der Zugewinngemeinschaft gilt ganz grob gesagt: Wer sich scheiden lässt kann vom geschiedenen Ehepartner die Hälfte dessen verlangen, was während der Ehe als Vermögenszuwachs erwirtschaftetet wurde. Der Vermögenszuwachs ist dabei die Differenz zwischen dem Anfangsvermögen (das was in die Ehe eingebracht wurde) und dem Endvermögen (das was zum Stichtag der Zustellung des Scheidungsantrags vorhanden war). Hiervon steht – zumindest grundsätzlich – dem Ehepartner die Hälfte zu.

Da sich die Kosten einer Scheidung nach dem verfahrenswert bemessen wird oft gefragt, wie dieser bestimmt wird. Das Gesetz sagt hierzu in §43 FamGKG:

In Ehesachen ist der Verfahrenswert unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere des Umfangs und der Bedeutung der Sache und der Vermögens- und Einkommensverhältnisse der Ehegatten, nach Ermessen zu bestimmen. Der Wert darf nicht unter 3 000 Euro und nicht über 1 Million Euro angenommen werden.

Für die Einkommensverhältnisse ist das in drei Monaten erzielte Nettoeinkommen der Ehegatten einzusetzen.

Hiervon ausgehend sind dann die Gebühren zu berechnen, wobei nicht der Verfahrenswert die Kosten sind, sondern diese bestimmen sich von diesem ausgehen – und werden deutlich darunter liegen! Sie finden hier bei uns Kostenbeispiele zu den Kosten einer Scheidung.

Das Trennungsjahr ist ist für die Scheidung im Regelfall elementare Voraussetzung, wobei es auf den ersten Blick recht einfach klingt: 1 Jahr muss man getrennt leben. §1567 BGB stellt hierzu dann klar:

Die Ehegatten leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft besteht und ein Ehegatte sie erkennbar nicht herstellen will, weil er die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt.

Es muss also an erster Stelle keine „häusliche Gemeinschaft“ bestehen. Das heisst übersetzt, dass die gegenseitige Versorgung vollständig beendet sein muss: Kein Bekochen des Ehepartners mehr, kein Wachen der Wäsche des anderen mehr etc. Das kann auch durchaus innerhalb der gleichen Wohnung statt finden (wie §1567 BGB selber feststellt), man muss also nicht zwingend ausziehen – andernfalls wäre die Trennung für finanziell schlecht gestellte Paare bzw. Partner unmöglich.

Beachten Sie dazu: Basics zum Trennungsjahr

Ist eine Scheidung nur mit Zustimmung des Partners möglich? Nein! Es mag etwas mehr Zeitkosten, aber wenn das Trennungsjahr um ist, kann der Scheidungsantrag gestellt werden, wenn die ehe zerrüttet ist. Bei Diskussionen hierüber hört das Gericht halt die Beteiligten an. Ich habe die Zustimmung zur Scheidung hier dargestellt.

Wer haftet für Schulden in der Ehe: Grundsätzlich ist es so, dass in der Ehe die Schulden, die ein Ehepartner alleine begründet, nicht auch Verbindlichkeiten des anderen Ehepartners sind. “Gemeinsame Schulden” sind es dann, wenn beide Ehepartner gemeinsam die Verbindlichkeit eingegangen sind. Eine Ausnahme ist der Abschluss eines Geschäfts zur Deckung des Lebensbedarfs nach §1357 BGB, was aber regelmässig – abhängig von den Lebensverhältnissen – eher überschaubare Ausgaben sein werden.

Dazu bei uns:

Nein, man kann nicht einvernehmlich auf das Trennungsjahr verzichten – allerdings muss es erst zum Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung abgelaufen sein, weswegen ein Scheidungsantrag durchaus etwas früher eingereicht werden kann. Man muss also mit dem Scheidungsantrag nicht bis zum Ende des Trennungsjahres warten.

Beachten Sie dazu auch bei uns: Ablauf einer Scheidung im Detail

Wer trägt die Hauskosten einer gemeinsam Erworbenen Immobilie bei einer Trennung? Zu den Kosten einer Immobilie bei der Trennung bieten wir einen Beitrag.

Wenn nur ein Ehepartner sich anwaltlich vertreten lässt, den Scheidungsantrag einreicht und der andere Ehepartner schlicht der Scheidung nur zustimmt, dann genügt es, wenn ein einzelner Anwalt im Verfahren vorhanden ist. Eine Vertretung des Ehepaares insgesamt ist aber nicht möglich.

Auch ist eine gemeinsame Beratung eher schwierig zu sehen, da der Anwalt Interessenvertreter desjenigen ist, der ihn beauftragt hat. Wenn im gemeinsamen Einvernehmen der Eheleute der andere Partner bei Beratungen Anwesen ist mag dies gehen; eine echte gemeinsame Vertretung gibt es aber nicht.

Gleichwohl, wenn man sich einig ist und die Scheidung nicht sofort rechtskräftig sein soll, kann es wirtschaftlich günstiger sein, wenn nur ein Ehepartner einen Anwalt beauftragt.

Beachten Sie dazu auch bei uns: Ablauf einer Scheidung im Detail

Wie geht man mit einem gemeinsamen Mietvertrag bei einer Trennung um: Hier können seit 2009 die Partner eine verbindliche Regelung herbeiführen, ohne dass der Vermieter zustimmen muss. Mehr zum Mietvertrag bei einer Trennung.

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Anwalt für Familienrecht: Tätigkeit im Familienrecht

Wir sind im Bereich des Familienrechts rund um die Scheidung tätig.
Es lässt sich insgesamt feststellen, dass zu häufig Streit entsteht, weil die Beteiligten über ihre Rechte im Unklaren sind oder fehlerhafte Vorstellungen vorherrschen. Ein Anwalt kann hier auch deeskalierend wirken, indem Ansprüche klar abgesteckt und Streitfragen geklärt werden. Vielfach stehen auch “romantische Vorstellungen” eine vorbeugenden Lösung im Wege, speziell beim Thema “Ehevertrag”. Hier kann nüchterne und interessengerechte Beratung helfen, schwerwiegende Fehler zu vermeiden.

So helfen wir Ihnen im Familienrecht in den Bereichen:

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Foto  von Tisch am Weiher

Scheidung

Wir stehen Ihnen im Fall der Scheidung bei, sowohl bei einer einvernehmlichen Scheidung als auch bei einer streitigen Scheidung. Grundsätzlich gilt dabei, dass eine einvernehmliche Scheidung für Sie das sinnvollste ist: Es geht nicht nur schneller, sondern jeder Streit verursacht schnell weitere Kosten. Sie finden bei uns Urteile und rechtliche Hinweise rund um die Scheidung.

Unterhaltsrecht

In Unterhaltsfragen im Zusammenhang mit einer Scheidung, gegenüber dem Ehepartner oder Kindern, finden Sie bei uns umfassende Unterstützung. Beachten Sie unsere Seite zum Unterhalt, wo wir insbesondere weitere Informationen bieten zu den unterhaltsrechtlichen Themen

Vaterschaft

Die Vaterschaft kann Streit im Familienrecht sein wenn Streit herrscht um die Frage, wer Vater eines Kindes ist. Wir sind umfassend im Vaterschaftsrecht für Sie tätig.

Sorgerecht

In den letzten Jahren hat sich viel getan im Sorgerecht – die rechtliche Stellung unverheirateter Väter hat sich deutlich verändert, die Frage des Kindeswohls ist der maßgebliche Anker und auch Mütter müssen umdenken lernen. Wir beraten Sie im Sorgerecht.

Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung

Zur Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung finden Sie auf unserer Webseite eine Vielzahl von Informationen. Darüber hinaus stehen wir beratend zur Verfügung, sowohl vorsorgend als auch in der Auseinandersetzung falls der Fall der Vorsorge oder Betreuung eingetreten ist. Erste Informationen dazu bei uns:

Rufen Sie uns an um einen Besprechungstermin zu vereinbaren: 02404 – 92100

Beiträge zum Familienrecht

  • Unterhaltsprozess: Wechsel der Beteiligten in Beschwerdeinstanz möglich
  • Kindesunterhalt: Wer leistungsunfähig ist, muss seine Mittel gleichmäßig für sich und das Kind verwenden
  • Vormundschaftsrecht: Pflegeeltern können nach Sorgerechtsentzug Vorrang vor Verwandten haben
  • Namensänderung nach einer Scheidung
  • Namensrecht: Namensänderung des Kindes nach Heirat
  • Namensrecht: Namensänderung des Kindes nach einer Scheidung
  • Namensrecht: Voraussetzung für eine Namensänderung aus wichtigem Grund
  • Rückzahlungsanspruch eines Ehegatten bei Kontoabbuchung durch den anderen Ehegatten
  • Kindesunterhalt: Für den Besuch einer Privatschule gibt es nicht automatisch mehr Unterhalt
  • Hausratsteilung: Trennung und Scheidung – wer bekommt den Hund?
  • Sorgerecht: Kind ist Wechsel des Kindergartens nicht zumutbar
  • Erbrecht: Ehegatte erbt nichts, wenn die Voraussetzungen der Ehescheidung vorliegen
  • Ohne konkrete Kindeswohlgefährdung keine Auflagen des Gerichts zur Mediennutzung
  • Kindesunterhalt: Eltern müssen grundsätzlich keine Zweitausbildung bezahlen
  • Hausratsverteilung: Bei Zuweisung von Haustieren gilt die Regelung über Haushaltsgegenstände
  • Zugehörige Downloads

    • pdf Broschüre_Betreuungsrecht_EINZELSEITEN - geschützt
      Broschüre des Landes NRW zur Vorsorgevollmacht: "Die Broschüre enthält ein Muster für eine Vorsorgevollmacht, das von Ihnen ausgefüllt und genutzt werden kann. Außerdem finden Sie Hinweise zu den Grundzügen des Betreuungsrechts und zur Einrichtung einer Patientenverfügung."
      Dateigröße: 2 MB Downloads: 25
    • pdf Broschüre_Trennung und Scheidung - Einzelseiten
      Trennung und Scheidung - Broschüre Land NRW 2017
      Dateigröße: 1 MB Downloads: 47
    • pdf Gemeinsam_leben
      Broschüre des BMJ, Stand: 1. September 2018 Informationen für Paare, die ohne Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft zusammenleben.
      Dateigröße: 995 KB Downloads: 31
    • pdf Patientenverfuegung
      Broschüre des BMJ: Patientenverfügung Stand: 1. Mai 2018 Leiden, Krankheit, Sterben: Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin?
      Dateigröße: 665 KB Downloads: 27
    • pdf Betreuungsrecht
      Broschüre des BMJ: Betreuungsrecht Stand: 1. März 2018 Eine Broschüre über die Grundzüge des Betreuungsrechts und Informationen zur Vorsorgevollmacht und den dazugehörigen Formularen.
      Dateigröße: 1 MB Downloads: 26
    • zip Formulare Vorsorge BMJ
      Formulare des BMJ zur Vorsorge. Hinweise des BMJ dazu: Vor dem Ausfüllen eines Formulars lesen Sie bitte aufmerksam die in der Broschüre "Betreuungsrecht" zur Verfügung gestellten Informationen und insbesondere beim Ausfüllen des Formulars "Vorsorgevollmacht" die in der Broschüre enthaltenen Ausfüllhinweise. Wichtig: Sie sollten die Seiten des Vollmachtsformulars unbedingt fest miteinander verbinden (z.B. mittels Heftklammer), wenn möglich sollte die Download-Vorlage bereits doppelseitig ausgedruckt werden.
      Dateigröße: 3 MB Downloads: 24
    • pdf Eherecht
      Broschüre des BMJ: Das Eherecht Stand: 1. Oktober 2017 Informationen zum Ehe- und Scheidungsrecht, Unterhaltsrecht, Güterrecht und zum Versorgungsausgleich.
      Dateigröße: 1 MB Downloads: 23
    • pdf Kindschaftsrecht
      Broschüre des BMJ: Kindschaftsrecht Stand: 1. September 2017 Fragen und Antworten zum Abstammungsrecht, zum Recht der elterlichen Sorge, zum Umgangsrecht, zum Namensrecht, zum Kindesunterhaltsrecht und zum gerichtlichen Verfahren.
      Dateigröße: 1 MB Downloads: 38