Rengier: Strafrecht AT

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Nun hat er es also getan: Während die Bücher zum Strafrecht BT von Rudolf Rengier längst ein Begriff ein sollten, hat er nunmehr mit einem Werk zum Strafrecht AT nachgelegt. Dabei bleibt Rengier seinem bisherigen Stil treu, soll heißen: Viel neues gibt es nicht. Muss ja, angesichts der überzeugenden Leistung bei den Strafrecht BT Büchern, nicht unbedingt schlecht sein. Doch ich denke, Rengier hat zwar ein gutes Buch vorgelegt, aber dabei die Eigenheiten des Strafrecht-AT lernens außen vor gelassen.

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Kurz: Prüfe dein Wissen – Strafrecht AT

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Die Reihe “Prüfe dein Wissen” fällt mir zunehmend positiv auf – vor allem, weil ich meine Bücher, mit denen ich bisher gelernt habe, nicht mehr sehen kann und eine Abwechslung suche, um vorhandenes Wissen abzuklopfen und frisch zu halten. Nebenbei gab es viele Ausgaben aus der Reihe bei der Buchhandlung meines Vertrauens mit 70% Rabatt

Wieder einmal gibt es ein kompaktes Büchlein, das zweispaltig geschrieben ist: Links stehen die Fragen, rechts die dazu gehörenden (und knapp formulierten) Antworten. Dabei gibt es eine Mischung als thematischen Fragen (“Welches sind die wesentlichen Prüfungsschritte beim Versuch?”) und fallbezogenen Fragen (“O hat … mit dem T …. war er Teilnehmer?”), wobei die fallbezogenen Fragen eindeutig dominieren. Vom Schwierigkeitsgrad her würde ich sagen durchzogen: Einige wenige leichte Fragen, viele anspruchsvolle, einige sehr schwierige. Spass macht das Durcharbeiten in jedem Fall.

Das Buch bietet folgenden Inhalt:

  1. Grundlagen
  2. Vorsätzliches vollendetes Begehungsdelikt
  3. Besondere Verbrechensformen (Fahrlässigkeit, Unterlassen, Versuch)
  4. Täterschaft und Teilnahme
  5. Konkurrenzen & Rechtsfolge

Die gut 300 Seiten hat man zügig durch, problemlos kann man immer wieder “Häppchen” abarbeiten, etwa während Zug-Fahrten.

Die Jurakopf-Einschätzung

Der Autor schafft es sogar, die relevanten Meinungsstreitigkeiten in dem kompakten Werk unterzubringen; Die Reihe überzeugt mich zunehmend, ich werde noch zivilrechtliche Werke durchgehen, glaube aber nicht, dass meine Meinung umschwenken wird. Jedenfalls vor dem Examen eine sehr lohnende Geschichte, wobei der Preis leider sehr hoch ist.

Daten zum Buch

Hans Kudlich
Prüfe dein Wissen – Strafrecht AT
ISBN 9783406587528
Preis: 19,90 Euro
Verlag C.H.Beck

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Puppe: Strafrecht AT im Spiegel der Rechtsprechung

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Ich habe „Strafrecht AT im Spiegel der Rechtsprechung“ (Band 1 + 2) von Ingeborg Puppe durchgearbeitet und möchte es hier empfehlen. Das Ganze hat aber zwei Haken:

  1. Der erste Band ist schon nicht mehr erhältlich
  2. Es ist nichts für das Studium

Den ersten band musste ich mir gebraucht kaufen, was recht lange dauerte, es ist aber möglich. Ausschlag gebender ist, und das möchte ich nicht verschweigen, dass man diese Bücher nicht für das Studium – gemeint ist für die Klausuren – braucht. Man lernt hier nicht „Strafrecht AT“, man muss Vorwissen mitbringen. Und man lernt hier auch, wirklich durchgehend, nichts von dem, was die h.M. transportiert. Man lernt aber sehr wohl, wie man die h.M. hinterfragen kann, wo sich Probleme auftun und wie man die angehen kann.

Puppe geht dazu hin und teil das Buch in verschiedene Kapitel ein (z.B. Versuch), die dann wieder ein einzelne Themen unterteilt werden (z.B. Tatbestand des Versuchs, strafbefreiender Rücktritt). In den einzelnen Unterthemen werden dann Probleme aufgegriffen (z.b. „umgekehrter Tatbestandsirrtum“), die anhand eines höchstrichterlichen Urteils, im Regelfall BGH, manchmal ein OLG, besprochen werden. Dabei geht Puppe auf die h.M. ein, und zerlegt diese regelmässig um ihre eigene Sicht darzustellen.

Das Ergebnis ist eine durchgehend kritische Analyse des allgemeinen Strafrechts, orientiert an höchstrichterlicher Rechtsprechung mit vielen interessanten Verweisen. Die kleinen Bände mit ca. 350 Seiten sind gar nicht so dünn wie sie scheinen, aber: Man kann sie wirklich lesen; Anders als befürchtet war der Schreibstil nicht „zu abgehoben“, es macht mitunter Spass und man muss auch wirklich selber mitdenken. .

Jeweils in den Kapiteln, am Ende der behandlung aller Unterthemen, gibt es eine Zusammenfassung in Thesen, die das jeweils gesagte anschaulich zusammen fasst. Ich möchte hier anraten, zuerst die Zusammenfassung zu lesen und dann schrittweise die Probleme durchzugehen – das macht es noch verständlicher.

Dieses Buch ist nur für die Studenten, die am Strafrecht wirklich Spaß haben und sich auf einer ganz anderen Ebene mit bekannten Fragen auseinandersetzen möchten. Es lohnt sich nicht, wenn man mit Strafrecht kaum was zu tun hat oder auch sonst dem etwas abgehobenen wissenschaftlichen Stil nichts abgewinnen kann. Wer „einfach nur Fälle lösen will“, also nach Schema-F, der wird hier nach wenigen Seiten angenervt sein. Es ist eines dieser Bücher, das man für sich liest – und für keinen anderen. Vor allem vür keine Klausur.

Hinweis: Wer begreifen möchte, wie Puppe argumentiert und wie man wirklich kritisch arbeitet, der muss auch nicht zu diesem Buch greifen. Dann ist die „Kleine Schule juristischen Denkens“ besser geeignet.

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Juristische Ausbildungs-Literatur zum Strafrecht AT (Empfehlung)

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Ich treffe eine ausdrückliche Empfehlung, aber mit Einschränkung (bitte den Text unter der Liste lesen!):

  1. Wessels AT
  2. Kühl
  3. Bernd Heinrich
  4. Frister

Der Wessels AT ist meine erste Wahl wegen der beiliegenden CDROM: Von der Aufbereitung her sind Kühl und Wessels gleich auf, bei Kühl finde ich zudem die „Übungs-Literatur“ herausragend. Es kann sein, dass die Positionen hier sich mittelfristig sogar ändern.
Ebenfalls sehr gut ist das zweibändige Werk von Bernd Heinrich zum Strafrecht AT, das einfach sehr schön geschrieben ist. Die Zusammenfassung der Problemschwerpunkte im zweiten Band sollte man sich auf jeden Fall kopieren – in jeder Hausarbeit ist die Gold wert, ebenso zum Wiederholen.
Der Frister war gut geschrieben, es fehlt aber einfach etwas Herausragendes um mit den anderen dreien mitzuhalten.

Nicht besprochen wurde bisher von mir das Buch zum StGB AT von Haft aus der JuS-Schriftenreihe. Wer einen möglichst schnellen Einstieg sucht, ohne dogmatischen Hintergrund mit vielen Schaubildern, der sei hierauf verwiesen. Als Einstieg ist es auch sehr gut geeignet, ich rate aber dringend (dann parallel) zum Wessels oder Kühl zur Nachbereitung.
Ebenfalls nicht besprochen ist hier das Werk von Volker Krey, das mir durchweg nicht gefallen hat.

Mit Blick auf die Prüfungen kann ich zwei weitere Bücher nahelegen: Einmal „Die Anfängerübung im Strafrecht“ von Tiedemann (für die kleine Übung), danach das sehr anspruchsvolle Buch zur Strafrechtsklausur von Gunther Arzt (zur großen Übung und zum Examen). Beide Bücher werden später noch ausführlich besprochen. Ebenfalls für die Zeit vor dem Examen ist „Prüfe dein Wissen – Strafrecht AT“ zu empfehlen.

Bei den Klausurenkursen zum Strafrecht ist der mehrteilige Klausurenkurs von Beulke zu Recht in der Literatur hoch gelobt. Ich verweise hier einfach darauf.

Wer das Strafrecht AT anspruchsvoll vertiefen möchte und dabei vor komplizierten Gedankengängen nicht zurückschreckt, dem sei Strafrecht AT von Puppe dringend ans Herz gelegt. Selbiges gilt für Strafrecht AT von Jakobs, das aber faktisch nicht mehr zu kaufen ist und zu umfangreich, um es im Seminar zu lesen. Diese beiden Tipps sind aber nur für diejenigen, die sich auf das Strafrecht AT festlegen, dies ist keine Empfehlung für Pflichtfachler.

Kurz zu den richtigen Lehrbüchern: Diese sind nur zum Erarbeiten dogmatischer Fragen im Detail nötig. Zugänglich ist auf jeden Fall die zweibändige Ausgabe von Roxin, die aber auch recht teuer ist. Gebraucht ist der Jescheck (5. Auflage, 1996) mitunter sehr günstig zu bekommen, der sich für zu Hause durchaus eignet und mit ausreichendem Tiefgang alle dogmatisch wichtigen Fragen beleuchtet. Der Maurach/Gössel/Zipf ist die wohl umfassendste Darstellung, leider aber inzwischen zu alt;Den Baumann/Weber/Mitsch mochte ich nie wirklich.

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Wessels/Beulke: Strafrecht AT

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Der Wessels (heute Wessels/Beulke) ist bei mir die Empfehlung zum Strafrecht AT – und wird es auch bleiben. Zusammen mit der Entscheidungs-CDROM ist es – gerade aber nicht nur für Anfänger – eine ideale Kombination von der man langfristig profitieren kann.

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Frister: Strafrecht AT

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Mir liegt schon etwas länger der Frister zur Rezension vor – ich habe die Gelegenheit genutzt, nochmal ein Buch zum Strafrecht AT ausführlich und ganz zu lesen. Das Ergebnis: Schön geschrieben – aber es gibt einige Kritik.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugestellt

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Kühl: Strafrecht AT

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„Nicht noch ein Lehrbuch zum StGB AT“ war das erste was mir durch den Kopf ging, als ich den Kühl in der aktuellen Auflage in der Hand hielt. Ich war auch etwas überrascht, dass er mir zugestellt wurde, ist meine Einstellung zu reinen Lehrbüchern doch hinlänglich bekannt. Aber: Der Schein trügt mitunter und es ist gut, sich über seine Vorurteile hinweg zu setzen.

Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugestellt

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